Aus der Marina Rünthe um die Welt

Abenteuer trotz Coronavirus: Können drei Freunde aus Kamen bald die Welt umsegeln?

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Sie durften wegen der Corona-Krise nicht an ihrem Boot weiterarbeiten. Mittlerweile ist es Leonie und Jonas (auf dem Foto) sowie Thilo aber wieder erlaubt.

Bergkamen/Kamen - Jeden Tag neue Abenteuer erleben und ganz neue Welten entdecken: Leonie Maßmann (22), Thilo Ernst (22) und Jonas Manke (23) aus Kamen haben einen großen Traum. Mit ihrem eigenen Boot wollen sie am Äquator entlang die Welt umsegeln.

Das Boot haben die Drei bei eBay gekauft und investieren seitdem viel Zeit in dessen Überholung. Auf ihrem YouTube-Kanal „Blue Horizon“ dokumentieren die Freunde ihre Fortschritte und nehmen zahlreiche Abonnenten mit durch ihren Alltag. So schnell wie möglich möchten die Kamener fertig werden und sich in ihr Abenteuer stürzen. Doch die Corona-Krise bekommen auch sie zu spüren.

Der Platz an der Marina Rünthe, auf dem ihr Boot steht, war für einige Wochen gesperrt, Arbeiten am Boot untersagt. „Das Wetter wurde gerade schöner, wir waren jeden Tag hier und sehr in die Arbeit vertieft und plötzlich wurde das alles unterbrochen“, beschreibt Leonie die Situation. Die Ungewissheit, wann sie an ihrem Boot weiterarbeiten und letztendlich die Reise antreten können, wuchs von Tag zu Tag. Die Zeit versuchten die drei Freunde, so gut es ging anders zu nutzen. „Wir haben Sachen geplant, die man von zuhause aus planen kann, einiges für das Boot bestellt, uns informiert und gelernt“, sagt Leonie.

Zu lernen hat das Trio noch viel, wie sie von sich selber sagen. Es ist das erste Mal überhaupt, dass sie an einem Boot arbeiten und damit um die Welt segeln wollen. Über die sozialen Netzwerke bekommen sie viele Tipps von anderen Menschen für die Überholung des Bootes.

Arbeit nur zu zweit am Boot

Weitere Kenntnisse erlangen sie über Freunde, Bücher oder das Internet. Mittlerweile dürfen sie wieder am Boot arbeiten. Das haben sie auch sogleich ihren Abonnenten auf dem Onlinedienst Instagram mitgeteilt. „Wir dürfen wieder zu zweit am Boot arbeiten und haben auch direkt losgelegt“, erzählt Jonas im Video, während Thilo am Boot werkelt. Dass derzeit immer nur zwei Leute am Boot sein dürfen, macht dem eingespielten Team nicht viel aus. „Vorher sind hin und wieder Leute dazugekommen und haben uns geholfen. Es war immer ein schönes Miteinander. Aber wir sind gerade erleichtert, dass wir überhaupt weiter machen können. Auch mit zwei Leuten schaffen wir gut was und kommen voran“, so Leonie.

Nachdem die drei Freunde die Nachricht erreicht hatte, dass sie wieder am Boot arbeiten dürfen, ging es direkt weiter. „Wir haben als erstes angefangen einige Sachen aus zu messen, um zu schauen, was wir noch alles bestellen können“, erzählt Leonie. „Zurzeit machen wir noch viele Streicharbeiten und lackieren. Außerdem machen wir das Teakdeck neu und bauen ein Hardtop, also ein Dach, das uns während der Fahrt vor Wind und Wetter schützen soll.“

Reisebeginn unsicher

Als Reisebeginn angepeilt hatten die Kamener den Zeitraum Juni/Juli. Ob daraus etwas wird, steht wie so vieles derzeit in den Sternen. Leonie: „Wir schauen trotz der Krise, dass wir erst einmal so gut wie möglich durchkommen mit der Arbeit und peilen diesen Zeitraum weiterhin an. Wenn es aber wegen Corona nicht klappt, dann ist das halt erst einmal so“, versuchen Leonie, Thilo und Jonas die Situation zu akzeptieren.

Obwohl die Corona-Krise eine Gefahr für ihren großen Traum dargestellt hat, wollen sie daraus keine große Sache machen. „Es war zwar blöd, dass wir nicht zu unserem Boot konnten, aber für uns war es nicht – wie für andere Leute – existenziell. Es gibt Menschen, die viel größere Probleme haben in dieser Krise“, fühlen die drei mit vielen Betroffenen mit. Für die Freunde aus Kamen geht es jetzt also zunächst weiter mit der Arbeit am Boot. Auch, wenn uns die Corona-Krise derzeit in vielen Bereichen einschränkt, träumen ist weiterhin erlaubt, und ihren Traum vom Abenteuer auf dem weiten Meer geben Leonie, Thilo und Jonas nicht so schnell auf

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