Wie findet die Jury zusammen?

Corona-Pandemie verzögert Wettbewerb für IGA 2027 in Bergkamen

Bergkamens Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters (von links), Nina Frense, Geschäftsführerin der IGA Metropole Ruhr gGmbH, und Arnold Reeker (Stadt Lünen) hatten die Pläne für den Architektenwettbewerb zur IGA im Sommer vorgestellt.
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Bergkamens Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters (von links), Nina Frense, Geschäftsführerin der IGA Metropole Ruhr gGmbH, und Arnold Reeker (Stadt Lünen) hatten die Pläne für den Architektenwettbewerb zur IGA im Sommer vorgestellt.

Die Corona-Pandemie bremst den Architektenwettbewerb für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 in Bergkamen aus. Zwar haben die teilnehmenden Büros wie geplant bis Anfang Dezember ihre Beiträge eingereicht. Es stellt sich aber die Frage, wann und wie die Jury zusammenkommen kann.

Bergkamen – Die eintägige Sitzung war zunächst für den 10. Januar geplant, später wurde sie auf die kommende Woche verschoben. Nun müsse geklärt werden, ob sich die Mitglieder auch wirklich real treffen können oder ihre Beratungen digital aufnehmen, berichtet Thomas Reichling, Leiter des Bergkamener Planungsamts, auf WA-Anfrage.

Zunächst um zwei Wochen ist die laufende Phase des Wettbewerbs verlängert worden. Wegen der Verzögerungen kann auch dessen Ergebnis erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden. „Einen Termin gibt es aber noch nicht“, sagt Reichling. Und auch hier müsse man mit Blick auf die Corona-Pandemie die gängige Praxis überdenken, dass den Hauptpreisträgern eine umfassende Ausstellung gewidmet wird. Womöglich müsse diese digital gestaltet werden.

Austausch mit der Architektenkammer

Ursprünglich sollte das Wettbewerbsergebnis am 20. Januar verkündet werden. Reichling betont, dass man sich bei der weiteren Planung im engen Austausch mit der Architektenkammer befinde. Schließlich gebe es formale Regeln bei derlei Wettbewerben, die berücksichtigt werden müssten, damit das Ergebnis Bestand habe.

Zu IGA Metropole Ruhr 2027 steuern die Städte Bergkamen und Lünen einen interkommunalen Zukunftsgarten bei. 18 Büros im Bereich Landschaftsarchitektur waren aufgerufen, dazu Ideen zu entwickeln, fast alle beteiligten sich. Reichling ist froh, dass die Teilnehmerzahl vorab begrenzt wurde und nicht – wie andernorts – ein offener Wettbewerb stattfindet. Das erleichtere eine Überführung ins Digitale.

Andere Verfahren nicht betroffen

Geplant war, dass nach Vergabegesprächen mit den Hauptpreisträgern schon im Mai/Juni die Detailplanung beginnen soll. Auch dies verschiebt sich unter Umständen nach hinten.

Was die Planungen der Stadt Bergkamen im Bereich Bauen angeht, so ist der IGA-Wettbewerb aktuell das einzige Projekt, das durch Corona zeitlich berührt wird. Obligatorische Bürgerinformationen im Zuge von Bauleitverfahren sind laut Reichling derzeit nicht vorgesehen.

Der Gesetzgeber habe aber auch schon vorgesorgt für den Fall, dass Bürger etwa auf Änderungen von Bebauungsplänen hingewiesen werden müssen, so Reichling weiter. Dann würden die nötigen Informationen nicht bei einer Versammlung zur Verfügung gestellt, sondern ausschließlich online. „Stellungnahmen könnten dann ebenfalls online oder auch im Rathaus abgegeben werden.“

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