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Corona im Kreis Unna: Zahlen steigen - Kreis meldet drei weitere Todesfälle

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt auf hohem Niveau. 101 Menschen sind bereits an oder mit Corona gestorben.

  • Das Gesundheitsamt registriert am Mittwoch 133 Neuinfektione im Kreis Unna
  • Der RKI-Wert, die 7-Tages-Inzidenz, liegt bei 208. (News zum Coronavirus im Kreis Unna)
  • 101 Personen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Update vom 2. Dezember, 16.55: Die Zahl der Neuinfektionen bleibt auf einem hohen Niveau: Das Gesundheitsamt des Kreises meldete am Mittwoch 133 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Damit haben sich seit Ausbruch der Pandemie im Kreis 6814 Menschen mit dem Virus infiziert, akut betroffen sind 1882. In den Kliniken des Kreises werden derzeit 144 Covid-19-Patienten behandelt, zwölf mehr als am Vortag. 4831 Menschen haben die Infektion aber überstanden.

Das Kreisgesundheitsamt meldet drei weitere Todesfälle im Kreis Unna. Eine Frau aus Werne starb im Zusammenhang mit Corona im Alter von 90 Jahren, ein Mann aus Werne im Alter von 76 Jahren und ein Mann aus Bönen, ebenfalls im Alter von 90 Jahren.

Stand 2. DezemberAktuell InfizierteGesamtzahl gemeldeter Infektionen
Bergkamen267 (-1)983 (+20)
Bönen96 (-7)352 (+5)
Fröndenberg42 (+2)316 (+5)
Holzwickede102 (+1)246 (+7)
Kamen183 (+10)498 (+19)
Lünen599 (+4)2276 (+39)
Schwerte145 (+1) 622 (+7)
Selm111 (+8)347 (+9)
Unna161 (+9)689 (+13)
Werne176 (+1) 485 (+9)
Gesamt1882 (+30)6814 (+133)

Update vom 1. Dezember, 17.06 Uhr: Die Hoffnung auf eine Trendwende bei den Infektionszahlen im Kreis Unna ist wieder dahin. Am Dienstag meldete der Kreis 202 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. 147 positiv Getestete gelten wieder als genesen. Die Zahl der aktiven Fälle stieg damit auf 1852. 132 Covid-19-Patienten werden derzeit in Krankenhäusern des Kreises behandelt.

Eine große Diskrepanz besteht weiterhin zwischen der vom Kreis berechneten 7-Tages-Inzidenz und den Werten des Landeszentrum Gesundheit (LZG). Letztere sind maßgeblich für die Verhängung weiterer Beschränkungen, fallen in den vergangenen Wochen aber deutlich niedriger aus als die tatsächlichen Werte. Am Dienstag gab das LZG einen Wert von 133,7 an. Der Kreis berechnete hingegen einen Wert von 225,6. Der Unterschied soll mit Meldungsverzögerungen zusammenhängen. Dies erklärt allerdings nicht, warum die Werte so stark auseinanderklaffen.

Update vom 30. November, 17.46 Uhr: Der Kreis Unna hat anhand der 204 Neuansteckungen mit dem Coronavirus über das Wochenende für Montag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 194,4 errechnet. Damit ist der Wert wieder unter die Marke von 200 gesunken, ab der laut der neuen Corona-Schutzverordnung strengere Maßnahmen gelten sollen. Doch trotz dieser Zahl erläutert Kreissprecher Max Rolke, dass die Verschärfung der Regeln für den Kreis Unna weiter entfernt sind als gedacht. Denn es gelte dafür der Wert des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) und der liegt nur bei 146,4 (Stand Montag 0 Uhr).

Rolke beteuert die Richtigkeit beider Zahlen, begründet die Differenz aber damit, dass der Kreis seine Zahlen direkt aus dem Labor erhält. Ans LZG und darauf ans Robert-Koch-Institut (RKI) weitergeleitet werden mit Informationen wie Symptombeginn und Schwere des Verlaufs angereicherte Zahlen, damit die Experten dort diese qualitativ auswerten und für weitere Maßnahmen nutzen könnten. „Die Nachrecherche dauert fünf bis sieben Tage.“ Warum der Inzidenzwert des RKI aber schon seit Wochen geringer als der des Kreises ist, erklärt das nicht schlüssig.

Corona im Kreis Unna: Fast 100 Menschen gestorben

Bezüglich der zu treffenden strengeren Maßnahmen ab einer 200er Inzidenz sollen sich die Kreise und Städte mit der Landesregierung absprechen, fixe Regeln gibt es vom Land bisher nicht.

Neben den 204 Neuinfizierten veröffentlichte der Kreis am Montag auch acht neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona: in Werne eine 90 Jahre alte Frau und ein 83 Jahre alter Mann, zwei Lünener (85, 86), ein Schwerter (85), eine 73-jährige Lünerin und eine Frau aus Holzwickede (91). Ein 84-jähriger Bergkamener starb bereits am 17. November. Das würde 98 Todesfälle im Kreis seit Ausbruch der Pandemie bedeuten. Im Bergkamener Seniorenzentrum Haus am Nordberg waren jedoch vier Menschen gestorben, von denen wohl erst zwei in der Statistik auftauchen. „Das hängt davon ab, wann uns der Totenschein erreicht und ob dort überhaupt Corona draufsteht“, so Rolke.

Da 245 Menschen wieder als genesen eingestuft werden sank die Zahl der akut Infizierten auf 1797.

Vergleichsweise stark von neuen Infektionen betroffen ist die Stadt Werne. Dort musste eine Kita geschlossen werden, mehrere Klassen eines Gymnasiums wurden in Quarantäne geschickt.

Update vom 27 November, 14.48 Uhr: Der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Unna ist wieder gestiegen. Aufgrund von 143 registrierten Neuansteckungen mit dem Coronavirus am Freitag liegt er nach der Berechnung des Kreises bei 219,0. Ab dem 1. Dezember sollen bei einem Wert von über 200 strengere Schutzmaßnahmen gelten. 1846 Menschen sind momentan akut infiziert, 116 Personen wurden wieder als gesund gemeldet.

LandkreisKreis Unna
Fläche542,6 Quadratkilometer
Bevölkerung393.869
VerwaltungssitzUnna

Drei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Corona hat es ebenfalls gegeben. Am Freitag starb eine 99-jährige Bergkamenerin, dazu trug der Kreis den Tod eines 91-Jährigen aus Lünen vom 21. November und eines 81 Jahre alten Mannes aus Schwerte vom 22. November nach. 93 der 6275 seit Ausbruch der Pandemie erkrankten Menschen sind damit verschieden. Gesundet sind 4339.
131 Personen werden derzeit in einem Krankenhaus auf Kreisgebiet behandelt, fünf weniger als am Vortag. 15 liegen auf der Intensivstation – ebenfalls fünf weniger. Neun werden beatmet (-3).

Update vom 26. November, 17.43 Uhr: Einen Tag nach dem Corona-Gipfel in Berlin und dem Rekordwert von 208 Neuansteckungen mit dem Coronavirus meldete der Kreis Unna am Donnerstag 134 neue Fälle. Da gleichzeitig 103 Menschen als gesundet gezählt wurden, sind derzeit 1822 Personen infiziert. 136 davon werden in einem Krankenhaus im Kreisgebiet behandelt werden. Das sind fünf mehr als am Vortag. 24 (+4) liegen auf der Intensivstation, beamtet werden weiter zwölf. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert sank leicht auf 203,6.

Mittlerweile 90 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona hat es gegeben, da neben den drei aus dem Seniorenheim in Bergkamen auch ein bereits am Samstag gestorbener 90-jähriger Mann aus Lünen vom Kreis gemeldet wurde.

Update vom 25. November, 17.09 Uhr: Am Tag als die Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin über die Corona-Schutzmaßnahmen verhandelten, meldete der Kreis Unna einen neuen Rekordwert an Neuinfektionen für einen einzelnen Tag. Bei 208 Menschen wurde das Virus neu nachgewiesen. Zwar gab der Kreis an Montagen schon höhere Zahlen an, doch da die Verantwortlichen seit längerer Zeit samstags und sonntags keine aktuellen Statistiken mehr veröffentlichen, werden zu Wochenbeginn drei Tage zusammengezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun wieder über 200, genauer gesagt bei 207,6.

Neben Lünen, wo es 44 Ansteckungen gab, ist auch Bergkamen mit 56 neu gemeldeten Coronafällen am Mittwoch längst ein Zentrum der Krankheit. Dort sind aktuell 296 Personen betroffen, in Lünen trotz 57 gesundeter immer noch 598. Da im Kreis zusammen 165 Personen gesund sind, sind dort momentan insgesamt 1792 an Covid-19 erkrankt. Zum Vergleich: Anfang November waren es noch 1260, am 1. Oktober sogar nur 157. Die Zahl der Gesamtfälle seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 5998.

Auch die Todesfälle im Zusammenhang mit Corona nehmen weiter zu, mittlerweile sind 86 Menschen gestorben. Das sind 34 mehr als zu Monatsbeginn. Am Mittwoch teilte der Kreis mit, dass es am Dienstag drei weitere Tote gegeben hat: ein 70-jähriger Mann aus Lünen, ein 93-jähriger Mann aus Kamen und eine 84-jährige Frau aus Selm.
Die Zahl der in einem Krankenhaus im Kreisgebiet behandelten Corona-Patienten steht weiter bei 131. Anfang November waren es weniger als die Hälfte. Die Zahl der Covid-19-Fälle auf Intensivstationen liegt im Kreis bei 20, zwölf davon werden beatmet.

Update vom 24. November, 17.44 Uhr: Die Fallzahlen sind am Dienstag etwas weniger stark gestiegen als an den Tagen zuvor. 79 neue Fälle kamen hinzu. Insgesamt sind damit 5790 Fälle im Kreis Unna gemeldet worden. Im gesamten Kreisgebiet gelten 33 Personen wieder als gesund. 1752 Personen sind registriert, die das Virus in sich tragen.

Wieder unter die 200er-Marke gefallen ist der 7-Tages-Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner. Der Kreis hat einen Wert von 197,7 berechnet.

Vier weitere Todesfälle sind am Dienstag gemeldet worden. Am vergangenen Freitag starb eine Frau aus Bönen im Alter von 88 Jahren. Außerdem starben am Sonntag eine 71-jährige Frau, am Samstag ein 74-Jähriger und am Dienstag eine 86-Jährige. Alle drei stammten aus Werne. 83 Infizierte aus dem Kreisgebiet sind damit nun seit Ausbruch der Pandemie gestorben.

131 Personen sind so schwer an Covid-19 erkrankt, dass sie derzeit in Kliniken des Kreises behandelt werden müssen. Das sind sieben Patienten mehr als noch am Montag. Auf Intensivstationen liegen Stand Dienstag, 15 Uhr, 20 Covid-19-Patienten, zwölf von ihnen müssen beatmet werden. 25 der insgesamt 107 Intensivbetten waren nach Angaben des Intensivregisters noch frei.

Update vom 23. November, 17.30 Uhr: Kreisweit sind die Infektionen über das Wochenende und am Montag um 301 auf insgesamt 5711 seit Ausbruch der Pandemie im März. Aktuell tragen 1710 Menschen das Virus in sich, 90 mehr als am Freitag, nachdem 205 offiziell wieder gesund sind. Der 7-Tages-Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner liegt bei 209,4. Die Situation in den Krankenhäusern im Kreis verschärft sich gleichzeitig weiter. 124 an Covid-19 Erkrankte werden dort behandelt, das ist ein Plus von sechs stationären Corona-Patienten seit Freitag.

Besonders traurig ist die Nachricht, dass dem Kreis sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet wurden. Gestorben sind eine Frau aus Holzwickede im Alter von 90 Jahren am 21. November, ein 84-jähriger Mann aus Schwerte am 20. November, eine 92-jährige Bergkamenerin am 11. November, ein Bergkamener im Alter von 90 Jahren am 12. November sowie ein 80-jähriger Schwerter am 22. November. Zudem verlor eine 54-jährige Lünenerin bereits am 1. November ihren Kampf gegen das Virus, wie offenbar erst jetzt bekannt wurde. Die Zahl der Pandemie-Opfer im Kreis ist somit auf 79 Menschen gestiegen.

Update vom 20. November, 14.28 Uhr: Mittlerweile 73 Menschen sind im Kreis Unna im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben. Der Kreis meldete am Freitag den Tod eines 82-jährigen Mannes aus Lünen, der bereits am 11. November aus dem Leben geschieden war.

Deutlich weniger Menschen als an den vergangenen Tagen registrierte das Gesundheitsamt als neuinfiziert. Mit 82 Personen ist die Zahl allerdings weiter recht hoch. Im Gegenzug meldete der Kreis 85 Menschen wieder als gesund, wodurch nun minimal weniger, genau 1620, Menschen derzeit als an Covid-19 erkrankt gelten. Vor Wochenfrist waren es 1570.
In einem Krankenhaus des Kreises werden Stand Freitagmittag 118 behandelt, zwei mehr als am Vortag. 18 davon sind auf der Intensivstation, zehn werden beatmet. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert sank wieder unter 200 und liegt vor dem Wochenende bei 197,7.

Update vom 19. November, 16.54 Uhr: Die Corona-Pandemie hat ein weiteres Todesopfer im Kreis Unna gefordert. Bereits am Dienstag ist eine 78-jährige Frau aus Schwerte gestorben, wie erst am Donnerstag bekannt wurde. Damit ist die Zahl der Menschen die an oder mit Covid-19 gestorben sind, kreisweit auf 72 gestiegen.

Im gesamten Kreisgebiet lag die Zahl der aktuell Infizierten bei 1625, seit Ausbruch der Pandemie haben sich 5328 Menschen mit dem Virus angesteckt, 150 mehr als am Vortag. Demgegenüber stehen 3632 Genesene, davon 108 am Donnerstag. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner liegt nach Berechnungen des Kreises bei 208,6. Das stärkste Infektionsgeschehen ist nach wie vor in Lünen zu beobachten. Dort stellte das Gesundheitsamt am Donnerstag 60 neue Fälle fest. 583 Lünener kämpfen derzeit gegen das Corona-Virus. In den Kliniken in Unna, Schwerte, Kamen, Lünen und Werne werden momentan 116 Corona-Infizierte stationär behandelt, drei mehr als am Mittwoch.

Update vom 18. November, 17 Uhr: Ein positiver Trend bei den Coronafallzahlen im Kreis Unna ist weiterhin nicht erkennbar. Am Mittwoch meldete der Kreis 168 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden – deutlich mehr als in den vergangenen Tagen.

Corona im Kreis Unna: Zahlreiche Neuinfektionen - Zahlen in Lünen und Bergkamen erschreckend

Lünen mit 58 neuen Fällen und Bergkamen mit 28 Ansteckungen sind weiterhin die am stärksten betroffenen Kommunen. In einer Senioreneinrichtung in Bergkamen sind inzwischen 19 Bewohner infiziert. Im gesamten Kreisgebiet stieg die Zahl der Personen, die das Virus aktuell in sich tragen, um 54 auf 1583 Menschen an. Die 7-Tages-Inzidenz stieg nach Berechnungen des Kreises auf 215,2.

Seit Ausbruch der Pandemie hat es 5178 nachweisbare Infektionen gegeben, 3524 Personen sind inzwischen wieder gesund, 71 Personen sind mit oder an Covid-19 gestorben. Darunter sind auch zwei Todesfälle, die am Mittwoch bekannt wurden. Bereits am Sonntag war ein 73-jähriger Mann aus Schwerte gestorben. Eine Frau aus Unna starb am Mittwoch im Alter von 82 Jahren.

Gleich geblieben ist die Zahl der Erkrankten, die in Krankenhäusern des Kreises behandelt werden. 113 Covid-19-Patienten müssen derzeit stationär betreut werden. 16 der insgesamt 97 Intensivbetten im Kreis waren am Mittwochnachmittag (Stand 16 Uhr) nach Auskunft des Intensivregisters noch frei.

Corona im Kreis Unna: Ausbruch im Altenheim in Bergkamen

Update vom 18. November, 16 Uhr: Schlechte Nachrichten für das Seniorenzentrum Haus am Nordberg. Dort hatte es einen Ausbruch des Coronavirus in einer Wohngruppe gegeben, nun liegen die Ergebnisse der zweiten Nachtestreihe vor. Alle elf Resultate waren positiv. Auch fünf Mitarbeiterinnen sind infiziert.

Update vom 17. November, 17 Uhr: Zum vierten Mal ist ein Bönener im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Im Alter von 71 Jahren schied der Mann am Montag aus dem Leben. Das vermeldete der Kreis Unna am Dienstag. Es war der 69. Todesfall mit einer Covid-19-Infektion seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr.

Neben dieser traurigen Nachricht bleiben die Zahlen des Gesundheitsamts weiter auf einem hohen Niveau. 126 Menschen wurden als neu mit dem Virus infiziert registriert, womit im Kreis damit die 5000er-Marke geknackt worden ist. Derzeit werden allerdings auch viele Personen wieder als gesundet erklärt. Am Dienstag waren es 172, wodurch aktuell 1529 Menschen als infiziert gemeldet sind. Der Sieben-Tages-Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner kletterte damit wieder leicht nach oben und liegt nun bei 204,3.

113 Menschen (Vortag 114) werden derzeit in Krankenhäusern des Kreises behandelt, laut dem von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) geführten Register 20 auf der Intensivstation, zehn davon müssen beatmet werden. Von den 100 zur Verfügung stehenden Intensivbetten sind 16 frei (Dienstag, 15 Uhr).

Update vom 16. November, 17:05 Uhr: Die Zahl der Neuninfektionen im Kreis Unna bleiben auf hohem Niveau. Über das Wochenende kamen 255 neue Fälle hinzu. Die Zahl der aktuell Infizierten stieg allerdings nur um sechs Personen, da auch 248 Infizierte wieder als gesund gelten. Damit sind derzeit 1576 Bürger des Kreises registriert, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Der Sieben-Tages-Inzidenz-Wert pro 100 000 Einwohner sank minimal und liegt nach Berechnungen des Kreises nun bei 194. Der Großteil der Neuinfizierten stammt erneut aus Lünen, wo sich 100 Personen neu angesteckt haben.

Im Alter von 77 Jahren ist eine Frau aus Schwerte, die sich infiziert hatte, gestorben. Es ist der 68. Todesfall im Zusammenhang mit der Pandemie im Kreis Unna.

Die Krankenhäuser des Kreises werden immer stärker belastet. Erstmals müssen mehr als 100 Covid-19-Patienten in den Kliniken des Kreises behandelt werden. Über das Wochenende kamen 17 stationäre Aufnahmen hinzu, so dass derzeit 114 Personen im Krankenhaus behandelt werden müssen. Zwölf Intensivbetten sollen nach Auskunft des offiziellen Intensivregisters im Kreis Unna noch frei sein.

Update vom 13. November, 16.45 Uhr: Zum ersten Mal seit mehreren Wochen sank Mitte dieser Woche die Zahl der aktuell Infizierten im Kreis Unna. Inzwischen steigt die Kurve wieder an, wenn auch nur leicht. Am Freitag meldete der Kreis 125 Neuinfektionen und 113 Genesene. Demnach führt die Statistik derzeit 1570 Infizierte, zwölf mehr als Donnerstag. Lünen ist mit 572 Fällen weiter die am stärksten betroffene Kommune des Kreises.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner lag am Freitag nach Berechnungen des Kreises bei 194,2. Mehr als 4600 Menschen haben sich seit März im Kreisgebiet mit dem Coronavirus infiziert. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen.

Weitere Verstorbene wurden am Freitag nicht bekannt. Auch die Zahl der im Krankenhaus behandelten Erkrankten wurde vom Kreis nicht aktualisiert. Laut Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin liegen 20 Covid-19-Patienten im Kreis auf der Intensivstation.

Update vom 12. November, 17.21 Uhr: Die Auswirkungen der seit Anfang November geltenden Beschränkungen schlagen sich in den Corona-Fallzahlen des Kreises weiterhin nicht nieder. Am Donnerstag wurden 176 Neuinfektionen und fünf Todesfälle gemeldet. Eine 84-jährige Frau aus Lünen starb gestern. Ebenfalls aus Lünen stammten ein 86-Jähriger, der bereits am 8. November starb, eine am 9. November gestorbene 91-Jährige und ein 84-Jähriger. Er starb am Mittwoch. Hinzu kommt ein 85-Jähriger aus Schwerte. Damit sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus nun 67 Menschen aus dem Kreisgebiet gestorben.

Der Großteil der 176 Neuinfizierten stammt aus Lünen (66 neue Fälle) und Unna (29), aber auch Bönen ist diesmal mit 18 neuen Fällen stark betroffen. Insgesamt wurden im Kreis 127 Genesene gemeldet. Die Gesamtzahl der akut Infizierten stieg um 44 auf 1558.

Der 7-Tages-Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner liegt nach Berechnungen des Kreises bei 195,4 – leicht niedriger als gestern.

Stark gestiegen ist auch die Zahl der an Covid-19 erkrankten Personen, die derzeit in Kliniken des Kreises behandelt werden müssen. 92 Erkrankte sind stationär aufgenommen, zwölf mehr als am Mittwoch. Etwa 15 Prozent der Intensivbetten des Kreises sind nach Angaben des offiziellen Intensivregisters derzeit mit Corona-Patienten belegt. Elf Personen müssen beatmet werden. Insgesamt gibt es im Kreis nach Angaben der Statistik 104 Intensivbetten. 21 davon sind derzeit noch frei. Dieser Wert ist in den letzten Tagen immerhin relativ stabil geblieben.

Update vom 11. November, 16.51 Uhr: Am zweiten Tag in Folge ist die Zahl der akut Infizierten im Kreis Unna gesunken. Grund für Entwarnung ist dies allerdings nicht. 125 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden kamen hinzu und auch zwei Todesfälle wurden gemeldet.

Verstorben sind am Mittwoch ein Mann aus Bönen im Alter von 43 Jahren sowie am Montag eine 82-jährige Frau aus Schwerte. Damit sind nun 62 Menschen aus dem Kreis im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

212 Personen wurden als wieder genesen gemeldet. Damit sind derzeit 1514 Menschen im Kreis registriert, die das Virus in sich tragen. Leicht gesunken ist auch die 7-Tages-Inzidenz pro 100000 Einwohner. Der Wert liegt nach Berechnungen des Kreises bei 197,01. Im Krankenhaus werden derzeit 80 Erkrankte behandelt, zwei weniger als am Dienstag.

Der Gesundheitsdezernent des Kreises Uwe Hasche hat in einem Lagebericht vor dem Kreistag Alarm geschlagen und von einer besorgniserregenden Situation gesprochen.

Corona im Kreis Unna: Zweithöchster Wert bei Beginn der Pandemie

Update vom 10. November, 17.23 Uhr: Erst zum dritten Mal seit Anfang Oktober ist der Wert der im Kreis Unna akut am Coronavirus erkrankten Menschen gesunken. Das geht aus den Zahlen hervor, die der Kreis am Dienstag veröffentlichte. Die wiesen nämlich 121 als gesund geltende Personen aus, wohingegen 85 Neuansteckungen vom Gesundheitsamt registriert wurden. Damit sind Stand gestern 1603 Menschen offiziell an Covid-19 erkrankt. Es ist immer noch der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Es gibt jedoch zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit zu beklagen, die erst jetzt mitgeteilt wurden. Eine 80 Jahre alte Frau aus Lünen, die zuletzt in einer Senioreneinrichtung wohnte, starb nach Angaben des Kreises am vergangenen Donnerstag. Eine 91-jährige Kamenerin schied bereits am 29. Oktober aus dem Leben. Im Zusammenhang mit Corona sind damit 60 Menschen aus dem Kreisgebiet gestorben.

Die Zahl der Personen, die sich in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus des Kreises befinden, bleibt relativ konstant und sank um einen Menschen auf 82 Patienten. Deutlicher zurückgegangen ist der Sieben-Tage-Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner, der nach Berechnungen des Kreises nun bei 201,8 liegt. Am Freitag hatte die Höchstmarke noch bei 223,1 gelegen.

Das Robert-Koch-Institut gibt ihn allerdings mit 118,0 an, zählt aber auch mit 4031 Infizierten seit Pandemiebeginn 173 weniger als der Kreis. Dessen Sprecher Max Rolke betonte, dass das mit einem zeitlichen Verzug bei der Übertragung der Fallzahlen zusammenhängen könnte, den der Kreis nicht zu verantworten habe.

Corona im Kreis Unna: Hohe Zahl an Infektionen am Wochenende

Update vom 9. November, 17.30 Uhr: Der Kreis Unna hat am Montag vier weitere Personen aus dem Kreisgebiet vermeldet, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Bereits am Mittwoch vergangener Woche starb ein 86-jähriger Mann aus Schwerte, am Freitag folgte eine 72-Jährige aus Selm. Zudem stehen auch der Tod einer 62-jährigen Frau aus Unna und einer 65-jährigen Frau aus Lünen im Zusammenhang mit dem Virus. 58 Personen aus dem Kreis sind damit inzwischen gestorben, nachdem sie positiv auf das Virus getestet wurden.

Über das Wochenende sind zudem 256 neue Infektionen hinzugekommen. Damit gibt es mittlerweile weit über 4000 Fälle seit dem Ausbruch der Pandemie im März. Auf drei Tage gerechnet hielten sich die Neuinfektionen allerdings im Rahmen. Die 7-Tages-Inzidenz sank nach dem bisherigen Höchststand von 223,1 am Freitag auch leicht auf 218,03.

Am stärksten betroffen ist wieder Lünen mit 68 neuen Fällen, auch Bergkamen (36 Neuinfektionen), Unna (36) und Schwerte (33) meldeten vergleichsweise viele neue positiv Getestete. In Bergkamen gibt es erneut Fälle in einer Senioreneinrichtung.

Dass die Zahl der akut Infizierten nur um 53 Fälle auf insgesamt 1641 stieg, ist der hohen Zahl von Gesundeten zu verdanken. Insgesamt 199 Genesene meldete der Kreis am Montag, davon 31 in Bergkamen und der Großteil (87) in Lünen.

Leicht gesunken ist die Zahl der Corona-Infizierten, die in Kliniken des Kreises behandelt werden. Am Freitag waren noch 85 Personen stationär aufgenommen, am Montag waren es 83. 21 freie Intensivbetten soll es nach Angaben des offiziellen Intensivregisters im Kreis noch geben. Allerdings ist unklar, wie verlässlich und aktuell diese Zahl ist.

Dies gilt auch für die offiziellen Werte des Robert-Koch-Institutes. Am Montag wies das RKI für den Kreis 3933 Fälle und eine Inzidenz von nur 123,3. Der Kreis spricht von 4118 Infektionen seit März.

Corona im Kreis Unna: Inzidenzwert steigt weiter

Update vom 6. November, 15.52 Uhr: Der Inzidenzwert steigt weiter, die Diskrepanz zwischen den Zahlen vom Kreis Unna und denen des Robert-Koch-Instituts allerdings auch. Am Freitag vermeldete der Kreis 130 Neuinfektionen und steht damit bei 3862 Erkrankten seit Beginn der Pandemie. Beim RKI scheinen allerdings seit zwei Tagen keine Informationen mehr bezüglich der Corona-Entwicklung einzugehen, denn die dort veröffentlichte Zahl blieb erneut bei 3453 stehen.
Beim Kreis war am frühen Nachmittag niemand mehr für eine Nachfrage zu erreichen. Dort hatte die Verantwortlichen zuvor jedoch noch den selbst errechneten Inzidenzwert, also die Zahl an Neuansteckungen in den vergangenen sieben Tage auf 100 000 Einwohner, präsentiert. Er liegt demnach bei 223,1 – wieder ein neuer Rekord. Insgesamt sind im Kreis Unna aktuell 1588 an Corona erkrankte Menschen registriert. 80 Personen wurden als gesund gemeldet. In Krankenhäusern des Kreises werden 85 Patienten mit positivem Covid-19-Test behandelt, zwei sind neu dazugekommen.

Update vom 5. November, 17.36 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Unna steigt weiter deutlich an. Am Donnerstag meldete der Kreis Unna 182 Personen als neu erkrankt. Demgegenüber stehen 58 Menschen, die zeitgleich vom Gesundheitsamt als genesen eingestuft wurden. Damit steigt die Zahl der aktuell Infizierten auf 1538 und bewegt sich genau wie der Inzidenzwert an Neuansteckungen der vergangenen sieben Tage auf 100 000 Einwohner hochgerechnet auf Rekordniveau. Der Kreis Unna errechnete ihn am Nachmittag mit 219,3.
Das Robert-Koch-Institut, das seine Zahlen immer um Mitternacht aktualisiert, kam auf einen Wert von 174,5 und damit einen geringeren als zuvor. Das könnte unter anderem daran liegen, dass der Kreis auf neuere Zahlen zurückgegriffen hat, denn die Gesamtsumme der Infizierten wird vom RKI mit 3453 angeben. Der Kreis Unna selbst zählt bereits 3732 Coronafälle seit Beginn der Pandemie.
Nachdem die Zahl der wegen schwererer Verläufe im Krankenhaus eingelieferten Personen in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen war, sank sie am Donnerstag wieder um eins und steht bei nun 83.

Update vom 4. November, 18.17 Uhr: Einen weiteren Rekordstand hat der Inzidenzwert des Coronavirus im Kreis Unna erreicht. Die Zahl für die Neuansteckungen in den vergangenen sieben Tagen hochgerechnet auf 100 000 Einwohner kletterte auf 212,4. Dafür sorgten 144 Neuansteckungen, die der Kreis am Mittwoch meldete. Auch einen weiteren Todesfall, den 54., hat es gegeben. Gestorben ist eine 82-jährige Frau, die zuletzt in einem Seniorenheim in Lünen gewohnt hat. Auch die Zahl der wegen Covid-19 in Krankenhäusern im Kreis behandelten Menschen ist erneut gestiegen. 84 Patienten sind nun stationär aufgenommen und damit sieben mehr als am Vortag.

Die meisten Ansteckungen gab es wieder in Lünen. 73 Neuinfizierte stellen mehr als die Hälfte aller Menschen, die am Mittwoch im Kreis dazukamen. 22 davon stammen aus einer Reihentestung in einem Seniorenheim, wo 70 Abstrichen vorgenommen wurden. Von den 220 getesteten Menschen aus sieben Lünener Kitas gab es dagegen nur fünf positive Fälle. Insgesamt sind aktuell 559 Lünener infiziert, kreisweit sind es momentan 1414, da der Kreis auch 69 als gesundet geltende Menschen meldete. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn liegt bei 3550.

Update vom 3. November, 18.27 Uhr: Der Inzidenzwert im Kreis Unna hat eine neue Rekordmarke erreicht. Die Zahl der Neuinfizierten mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen hochgerechnet auf 100 000 Einwohner stieg auf 201,6, weil der Kreis am Dienstag 149 Neuansteckungen registrierte. Mit Abstand die meisten davon erneut in Lünen mit 56. Ein 83-jähriger Mann aus Schwerte ist am Montag im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilte der Kreis außerdem mit. Es ist der 53. Todesfall im Kreis.

Weil 68 Personen wieder als genesen gelten, sind damit im Kreisgebiet aktuell 1340 Menschen mit dem Virus infiziert. Besorgniserregend wird langsam auch die Zahl der Personen, die sich in stationärer Behandlung befinden. Sie ist um weitere elf gestiegen und liegt nun bei 77 Patienten. Am Montag vor einer Woche waren es noch 31 gewesen.

Die rasant steigenden Fallzahlen sorgen beim Gesundheitsamt nicht nur dafür, dass die Mitarbeiter inzwischen die Infektionsketten kaum noch nachvollziehen können. Auch beim Testen stoßen sie an ihre Grenzen. Organisierte Massentests an Einrichtungen gibt es deshalb nicht mehr. So werden laut Kreis-Sprecher Max Rolke nur noch Abstriche von Menschen genommen, die typische Symptome wie zum Beispiel Fieber, Husten oder den Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes zeigen. Alle anderen, die mit positiv Getesteten zusammen waren, etwa in Schulklassen, gelten zwar weiterhin als Kontaktpersonen, werden aber lediglich in Quarantäne geschickt. „Die Erfahrung hat aber auch gezeigt, dass es zum Beispiel in Schulen, in denen sich eine Person infiziert hat, selten zu größeren Ausbrüchen kam“, erzählt Rolke. Deshalb sei die Strategie jetzt nicht undenkbar.

In Lünen gibt es nach Kreisangaben keinen Hotspot, der für den starken Anstieg der vergangenen Tage auf 557 akut Infizierte verantwortlich sei. Das Virus verbreite sich in der Fläche und über private Kontakte. Fälle gab es mittlerweile an sieben Kitas, drei Grund- und einer Realschule sowie einer Senioreneinrichtung.

Update vom 2. November, 18.15 Uhr: 276 neue Infektionen und zwei weitere Todesfälle – die Corona-Bilanz des vergangenen Wochenendes liest sich erneut düster. Bereits am Donnerstag war ein Selm ein 70-jähriger Mann gestorben. Am Freitag starb ein 86-Jähriger in Lünen, der zuletzt in einer Senioreneinrichtung gewohnt hatte. Damit erhöhte sich die Zahl der Verstorbenen auf insgesamt 52.

276 neue Fälle kamen zwischen Freitag, 13 Uhr, und Montag, 17 Uhr, dazu. 116 Erkrankte wurden wieder als gesund gemeldet. Im Kreis sind damit derzeit 1260 Personen bekannt, die akut erkrankt sind. Lünen bleibt mit 118 neuen Fällen die am stärksten betroffene Stadt und ist nun die erste Kommune im Kreis, die allein auf über 1000 Infektionen seit Ausbruch der Pandemie kommt. Sorgen bereitet der starke Anstieg bei den Covid-19-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. 66 waren es am Montag, zwölf mehr als am Freitag. Die Zahl bezieht sich nur auf Kliniken im Kreisgebiet. Patienten aus dem Kreis, die zum Beispiel in Dortmund behandelt werden, werden damit nicht erfasst.

Die 7-Tages-Inzidenz gab der Kreis Unna mit 188,9 an. Da keine aufgeschlüsselten Zahlen für Samstag, Sonntag und Montag veröffentlicht wurden, handelt es sich um einen ungefähren Wert. Dieser deckt sich aber zumindest wieder halbwegs mit den vom RKI veröffentlichten Werten. Das RKI meldete gestern, Stand 0 Uhr, einen Wert von 180,8.

Update vom 30. Oktober, 16 Uhr: Auch am Freitag wurden im Kreis Unna wieder mehr als 100 Neuinfektionen gemeldet. 115 Personen im Kreis haben sich neu angesteckt. 55 Menschen gelten wieder als gesund. Damit steigt die Zahl der aktuell Infizierten auf 1102.

Lünen ist mit 50 neuen Fällen erneut am stärksten betroffen. Es folgen Bergkamen (+18), wo unter anderem eine Kita wegen Corona-Infektionen geschlossen werden musste, Werne (+16) und Schwerte (+9). In Bönen gab es fünf Neuinfektionen.

In Kliniken des Kreises liegen derzeit 54 Covid-19-Patienten, fünf mehr als am Donnerstag. Laut Robert-Koch-Institut werden zehn Patienten auf der Intensivstation behandelt.

Für Verwirrung sorgt weiterhin die große Diskrepanz zwischen der vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Inzidenz und den Werten des Kreises. Das RKI meldete am Freitag (Stand 0 Uhr) eine 7-Tages-Inzidenz pro 100000 Einwohner von lediglich 71,2. Der Kreis wies dagegen nach den gestern veröffentlichten Neuinfektionen eine Inzidenz von 144,6 aus. „Wir können uns das selbst nicht erklären“, sagte Kreis-Sprecher Max Rolke am Freitag. Offensichtlich gebe es immer noch Probleme bei der Datenübermittlung zwischen Kreis und RKI. An der Technik des Kreises liege es aber nicht. „Unseren Zahlen stimmen und sind aktuell“, erklärte Rolke. Bereits seit einigen Wochen stimmen die RKI-Werte nicht mit den tatsächlichen Zahlen überein. So groß wie am Freitag war der Unterschied aber bisher nicht.

Update vom 29. Oktober, 17.50 Uhr: 1042 Menschen im Kreis Unna gelten aktuell als mit dem Coronavirus infiziert. Innerhalb der vergangenen zwei Wochen hat sich dieser Wert in etwa verdoppelt und ist nun erstmals über die 1000er Marke gesprungen. Einen neuen Rekordwert meldete der Kreis gestern auch bei den Neuinfizierten. 154 neue Fälle kamen hinzu. So viele Ansteckungen innerhalb eines Tages hatte es bisher noch nicht gegeben. Somit ist die auch die 7-Tages-Inzidenz wieder deutlich gestiegen. In den vergangenen sieben Tagen gab es pro 100 000 Einwohner nach Berechnungen der Redaktion 143,8 Ansteckungen. Immerhin wurden gestern auch 81 Personen wieder als gesund gemeldet.

Corona-Hotspot im Kreis bleibt Lünen mit 72 Neuinfektionen. Wie in den letzten Tagen ist die Stadt damit fast für die Hälfte der gesamten neuen Fälle verantwortlich. Auch in Bergkamen (16 neue Fälle), Kamen (18) und Unna (16) war erneut ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. In Bönen wurden fünf Neuansteckungen registriert.

49 Erkrankte werden derzeit in Krankenhäusern des Kreises behandelt, fünf weniger als am Mittwoch. Nach Angaben des Intensivregisters des Robert-Koch-Institutes müssen derzeit acht Covid-19-Patienten auf der Intensivstation versorgt werden, fünf werden beatmet.

Update vom 28. Oktober, 18 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Kreis Unna erreicht immer neue Rekordwerte. Zum vierten Mal innerhalb von einer Woche hat der Kreis Unna über 100 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. 102 Personen haben sich neu angesteckt, 50 davon allein in Lünen. In Bergkamen kamen 20 neue Fälle hinzu, eine infizierte Person aus Bergkamen gilt wieder als gesund. Aus Bönen wurden drei neue Fälle gemeldet. Werne ist die einzige Kommune im Kreis ohne neuen Fall.

Die 7-Tages-Inzidenz machte einen großen Sprung und liegt nach Berechnungen der Redaktion nun bei 130,2. Zudem meldete der Kreis einen weiteren Todesfall. Ein 92-jähriger Mann, der zuletzt in einer Senioreneinrichtung in Unna gewohnt hatte, starb am Dienstag. Es ist der 50. Todesfall im Kreis Unna seit Ausbruch der Pandemie, der im Zusammenhang mit dem Coronavirus steht. Auch die Zahl der Personen, die in Kliniken des Kreises behandelt werden müssen, ist stark angestiegen. 54 Infizierte sind so schwer erkrankt, dass sie stationär aufgenommen werden mussten. Das sind zwölf Personen mehr als am Dienstag. 

Update vom 27. Oktober, 17.30 Uhr: Die Cororonafallzahlen im Kreis Unna sind am Dienstag im Vergleich zu den Werten der vergangenen Woche nur moderat gestiegen. Die Zahl der akut Infizierten sank sogar um 14 auf 869. Insgesamt meldete der Kreis gestern 49 Neuinfektionen, 61 Gesundete und auch zwei weitere Todesfälle. Die 7-Tages-Inzidenz liegt jetzt bei 118. Deutlich mehr Personen sind so schwer erkrankt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. 42 waren es am Dienstag, elf mehr als am Vortag. Erfasst werden dabei nur Patienten, die in Kliniken des Kreises aufgenommen wurden.

Zwei Personen aus Bönen haben sich neu mit dem Virus angesteckt, gleichzeitig gelten auch zwei Bönener wieder als gesund. In der Gemeinde sind damit 35 infizierte Personen registriert. Die meisten Neuinfektionen gab es erneut in Lünen (19) und Unna (11).

Die steigenden Zahlen sind übrigens nicht mit Reiserückkehrer zu erklären, die in den Herbstferien in Risikogebieten unterwegs waren. „Reiserückkehrer spielen eine sehr untergeordnete Rolle“, erklärte Max Rolke, Pressesprecher des Kreises. Die bereits vor einigen Wochen verschärften Reisebeschränkungen und die Sorge vor möglichen Quarantänemaßnahmen haben offenbar dazu geführt, dass viele Bürger lieber auf einen Urlaub verzichtet haben und zu Hause geblieben sind. Nur vereinzelt komme es vor, dass sich Reiserückkehrer etwa nach der Möglichkeit einer Testung erkundigen würden. „Ein Großteil der Ansteckungen erfolgt im privaten Bereich“, sagte Rolke.

Für das größte Aufsehen im Kreis sorgen aber derweil die Infektionen in Altenheimen in Bergkamen, Lünen und Unna. Aus diesem Umfeld stammen auch die beiden Verstorbenen, über die der Kreis gestern informierte. Ein 89-jähriger Mann aus Unna und eine 86-jährige Frau aus Lünen starben. Beide hatten in Senioreneinrichtungen gelebt.

Zumindest für ein Altenwohnheim in Lünen gab es gestern Entwarnung. Alle 20 Personen, die im Umfeld der Senioreneinrichtung getestet werden mussten, wurden negativ getestet. Für Bergkamen, wo sich eine Pflegerin angesteckt hatte, und Unna, wo es bereits 45 bestätigte Fälle gibt, stehen Ergebnisse noch aus.

In Lünen sind zudem Fälle in mehreren Kitas aufgetreten. Insgesamt rund 80 Personen müssen in Quarantäne und sich testen lassen.

Update vom 27. Oktober, 12 Uhr: Der RKI-Wert, die 7-Tage-Inzidenz, bleibt im Kreis Unna weiter auf hohem Niveau. Im Wochenschnitt gibt es 112,4 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner. Damit gelten im Kreis Unna weitere klare Regeln, um die Verbreitung des Virus Sars-CoV-2 einzudämmen. Für Betroffene hat der Kreis Unna eine zentrale Telefonnummer eingerichtet. Unter der kostenfreien Nummer 0800/1020205 können sich Bürger täglich von 8 bis 12 Uhr (Montag bis Freitag) bei der Gesundheitsbehörde Kreis Unna melden. Diese Regeln gelten für Infizierte und Kontaktpersonen.

Update vom 26. Oktober, 17.30 Uhr: Die Kurve der Corona-Fallzahlen im Kreis Unna zeigt weiter steil nach oben. Zwischen Freitagmittag und Montagnachmittag kamen insgesamt 195 neue Fälle hinzu. Die 7-Tages-Inzidenz stieg erneut auf 119. In den Kliniken des Kreises müssen auch mehr Corona-Patienten behandelt. 31 waren es Stand Montagnachmittag. Im Zusammenhang mit dem Virus gab es zudem einen weiteren Todesfall. Am Sonntag starb eine 92-jährige Frau, die zuletzt in einem Altenheim in Unna wohnte. Damit steigt die Zahl der Verstorbenen auf 47.

Corona im Kreis Unna: Weiterer Todesfall mit Covid-19

Am stärksten betroffen ist erneut die Stadt Lünen. Hier haben sich 82 Personen neu angesteckt. Fast 350 Infektionen in der Stadt sind aktuell bekannt. Für Bergkamen wurden 35 neue Fälle gemeldet, in Bönen kamen fünf Infektionen dazu. Entwarnung gibt es für eine Grundschule in Bergkamen: Alle bisher eingegangen Ergebnisse sind laut Kreis negativ, nur zwei sind noch offen. Ebenfalls noch offen sind alle Ergebnisse der Abstriche im Seniorenheim „Haus am Nordberg“. An einer berufsbildenden Schule in Kamen mussten 30 Personen getestet werden, nachdem dort ein Fall aufgetreten ist. Dort haben sich mindestens zwei weitere Menschen angesteckt. Noch liegen dem Gesundheitsamt aber nicht alle Ergebnisse vor.

Auch in Lünen warten die Mitarbeiter, Bewohner und Angehörigen eines Altenwohnheimes auf ihre Ergebnisse, ebenso wie 30 Personen aus einer Kita und 25 Menschen einer anderen Pflegeeinrichtung. In dem stark von Corona betroffenen Altenheim in Unna haben sich mindestends 45 Menschen mit dem Virus infiziert, weitere Testergebnisse stehen noch aus..

Update vom 25. Oktober, 08.50 Uhr: Es gibt einen leichten Rückgang bei der 7-Tage-Inzidenz im Kreis Unna: Der Wert ist am Sonntag laut Informationen des Robert-Koch-Instituts auf 91,9 abgesunken (Samstag 97). Neue Infektionszahlen wird der Kreis Unna am Montag veröffentlichen.

Unseren vorhergegangenen News-Ticker zum Coronavirus im Kreis Unna finden Sie hier.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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