Neue Test nötig

Corona an der Gesamtschule Bergkamen: Vier weitere Personen infiziert

Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen
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Es gibt neue Corona-Fälle an der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bergkamen.

Nach den Corona-Tests an der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bergkamen steht fest: Vier weitere Personen haben sich mit dem Virus angesteckt. Es wird weitere Tests geben müssen.

Bergkamen - Am Montagvormittag hatte Dirk Rentmeister, Schulleiter der Willy-Brandt-Gesamtschule, noch gehofft, dass der erneute Corona-Fall an seiner Schule keine weiteren Kreise ziehen wird. Am Freitag waren 80 Personen auf das Virus getestet worden, nachdem sich ein Achtklässler infiziert hatte. Gestern Nachmittag meldete der Kreis Unna aber, dass vier der Tests positiv waren.

Statt Entwarnung, wie es sie am Wochenende am Städtischen Gymnasium gegeben hatte – dort waren rund 100 Schüler und Lehrer negativ getestet worden – werden die neuen Fälle die Gesamtschule in den nächsten Tagen weiter beschäftigen. Der Kreis hat bereits eine zweite Testreihe angekündigt.

Quarantäne bleibt auch bei negativem Testgergebnis

Unbekannt ist noch, ob sich unter den nun positiv Getesteten auch Lehrer befinden. Dirk Rentmeister war am Vormittag noch davon ausgegangen, dass der Präsenzunterricht an der Schule aufrecht erhalten werden kann und neben Schülern, die ohnehin zu Hause bleiben müssen, keine weiteren – wie derzeit am Gymnasium – im Homeschooling unterrichtet werden müssen. Die Schulleitung war am Nachmittag nicht mehr erreichbar.

Fest steht, dass die Getesteten sowohl am Gymnasium als auch an der Gesamtschule trotz negativer Testergebnisse weiterhin in häuslicher Quarantäne bleiben. Mit dieser Anordnung entspreche man den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI), erläutert Kreis-Sprecher Max Rolke. Ein negativer Coronatest sei immer nur eine Momentaufnahme und kein hinreichender Beleg dafür, dass der Getestete auch wirklich virenfrei ist. „Es kann immer vorkommen, dass eine Person das Virus schon in sich trägt, dies aber wegen einer zu geringen Viruslast im Rachen noch nicht nachweisbar ist“, betont Rolke.

Bergkamen am stärksten betroffene Kommune

Einen Unterschied zu den Vorgaben des RKI gibt es dennoch. Während das Institut mittlerweile zehn Tage Quarantäne nach negativen Test für ausreichend erachtet, ordnet das Gesundheitsamt des Kreises weiterhin zwei Wochen an. „Wir wollen auf Nummer sicher gehen“, begründet Rolke diese Praxis.

Neben den neuen Fällen an der Gesamtschule sind über das Wochenende auch weitere Bergkamener am Coronavirus erkrankt. Insgesamt meldete der Kreis neun neue Fälle seit vergangenen Freitag. Damit ist Bergkamen mit 33 aktuellen Infizierten neben Lünen die derzeit am stärksten betroffene Kommune im Kreis Unna.

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