CDU Bergkamen zieht Bilanz bei Vorstandswahl

„Die Sozialdemokraten mal so richtig ins Schwitzen gebracht“

Bester Dinge über die Wahlen war der Vorstand um Marco M. Pufke (Mitte) nach seiner Bestätigung. Die Hoffnungen ruhen nun auf Bundestagsbewerber Hubert Hüppe (rechts dahinter) und Landtagskandidat Torsten Goetz (r.)
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Bester Dinge über die Wahlen war der Vorstand um Marco M. Pufke (Mitte) nach seiner Bestätigung. Die Hoffnungen ruhen nun auf Bundestagsbewerber Hubert Hüppe (rechts dahinter) und Landtagskandidat Torsten Goetz (r.)

Es war nicht alles schlecht im Coronajahr. Für Bergkamens CDU lief‘s nach dem Lockdown politisch sogar besser als gewohnt.

Bergkamen – War das ein merkwürdiges Jahr: Vom Virus gelähmt wie alle miteinander, aber politisch trotzdem beflügelt, hat die CDU-Bergkamen in der Rückschau ihres Vorsitzenden Marco Morten Pufke 2020 zur Kommunalwahl einen Höhenflug hinbekommen, der lange Zeit vielleicht ersehnt, aber im Grunde nicht vorstellbar war. „Wir haben die Sozialdemokraten mal so richtig ins Schwitzen gebracht“, strich der 48-Jährige heraus, was die Parteifreunde als großen Erfolg goutierten. Auch bei den Abstimmungen: klarer Zuspruch für den Vorstand.

Breite Zustimmung für die Parteispitze

Eine Gegenstimme bei 27 Mal „Ja“ musste der Vorsitzende bei der Wiederwahl am Donnerstagabend im „Treffpunkt“ verschmerzen. Auch die übrige Mannschaft fand nahezu uneingeschränkte Unterstützung: Die Stellvertretenden Anette Adams (28) und Thomas Heinzel (27), in Abwesenheit gewählter Fraktionschef im Rat. Stephan Wehmeyer (27) übernahm die Geschäftsführung von Martina Plath, die für ihn ins Vizeamt (20) an der Seite von Stefan Rennack (27) wechselte.

Dank an Middendorf und Miller

Schatzmeister war und bleibt Thomas Eder, gleiches gilt für Vize Martin Strunk (beide 27, eine Enthaltung). Die vormalige Vorsitzende in Partei und Fraktion, Elke Middendorf, schied in der Beisitzerwahl aus der Verantwortung. Für das lange Engagement gab’s Dank und Blumen, auch für den scheidenden Gerd Miller.

Ansprechpartner für die Ortsteile

Die neue Riege und Ortsteilkümmerer sind: Susanne Eisenhuth (Mitte), Ursula Gildenstern (Weddinghofen), Maximilian Hellmich (Oberaden), Mirja Osthoff (Overberge), Thomas Schauerte (Weddinghofen) und Dirk Slotta (Heil). Für Rünthe ist hier explizit kein Beisitzer benannt, da Martina Plath aus dem Ortsteil dies im Vorstand übernimmt. Als Mitgliederbeauftragte wurde Rosemarie Degenhardt bestätigt.

Die Stichwahl als größter Erfolg

Der vormaligen Ortsvorsteherin dankte Pufke auch, weil ihr Einsatz „die Verteidigung von Heil“ in der Kommunalwahl mit ermöglichst habe. Dass in Overberge vier Stimmen fehlten, um auch dort den Ortsversteher stellen zu können, plagte den Vorsitzenden noch ein wenig. Doch es überwog der Stolz: Zahl der Mandate von elf auf 14 gesteigert, „die absolute Mehrheit der SPD gebrochen und Bernd Schäfer in die Stichwahl gegen Thomas Heinzel gezwungen“, bilanzierte Pufke.

An der SPD kein gutes Haar gelassen

Der SPD-Spitzenkandidat setzte sich bekanntlich mit elf Prozent vom CDU-Kontrahenten ab. „Er hat sich aber bis heute noch nicht so richtig davon erholt“, urteilte Pufke und meierte auch die Ratsfraktion gleich mit ab: „Richtige Ratsarbeit gab’s bei der SPD unter Schäfer nicht, nicht unter Weiß. Und wie sich der neue Kollege sich schlägt, müssen wir schauen.“ Knut Bommer heißt der, das sei hier noch erwähnt.

Countdown zur Bundestagswahl

Pufke schwor die Parteifreunde darauf ein „bis zum 26. September, 18 Uhr“ Vollgas zu geben für die Bundestagswahl. Kandidat Hubert Hüppe selbst rief an diesem 16. den Countdown aus: „Wir zählen jetzt von zehn runter.“ Für Deutschland stehe viel auf dem Spiel.

„Ab dem 27. September geben wir dann genauso Vollgas für dich, Torsten“, wandte sich der Vorsitzende an den Gast an seiner Seite. Torsten Goetz, Parteivorsitzender in Bönen, war – wie berichtet – tags zuvor zum Kandidat für die Landtagswahl im Mai gekürt worden.

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