Nur kurze Verkehrsstörung

Bushaltestelle wird barrierefrei: Umleitung auf Töddinghauser Straße

Thomas Fischer, Niko Josefiak und Germain Roskos arbeiten an der Bushaltestelle.
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Thomas Fischer, Niko Josefiak und Germain Roskos arbeiten an der Bushaltestelle.

Schon wieder eine Baustelle“, stöhnt vielleicht der eine oder andere Mitbürger über die neuen Bauarbeiten an der Töddinghauser-Straße in Höhe des Ärztehauses, wo man als Passant zudem auch noch die Straßenseite wechseln muss. Und auch die Autofahrer müssen eine Umleitung nehmen, die Straße ist in Richtung Süden zunächst gesperrt. Denn die Bauarbeiten an der Bushaltestelle „Sonnenapotheke“ nehmen auch die Fahrbahn in Anspruch.

Bergkamen – Vorarbeiter Thomas Fischer von der Straßenbaufirma Blankenhagen aus Hamm und seine beiden Kollegen Niko Josefiak und Germain Roskos führen Gutes im Schilde. Ihre Aufgabe ist es nämlich, die Bushaltestelle behindertengerecht umzubauen.

Amtsleiter Thomas Reichling erklärt, dass die Bordsteine angehoben werden, damit ein barrierefreier Eintritt in die Niederflurbusse möglich ist.

Gutes Timing ist hilfreich, damit es auf der Baustelle schnell geht

Eine besondere Rolle spielen dabei die weißen taktilen, also ertastbaren Gehwegplatten, wie beispielsweise Aufmerksamkeitsplatten, Wechsel- oder Leitplatten, mal mit Noppen, mal mit Längsrillen. Sinn einer solchen Markierung: Flächen mit diesen Bodenindikatoren gelten für blinde und sehbehinderte Menschen als sichere Bewegungs- und Aufenthaltsbereiche.

Dass es bei einem solchen Umbau besonders präzise zugehen muss, ist selbstverständlich, schließlich werden mit der entsprechenden Markierung auch die Stellen für den Buseinstieg oder den Straßenübergang markiert. Doch nicht nur bei der Verlegung ist Präzisionsarbeit gefragt. Da es bei Fischer, Josefiak und Roskos auch schon mal ratzfatz gehen muss, werden die kleineren Pflastersteine von Thomas Fischer auch schon mal einfach im Zweierpack zu seinen Kollegen rübergeworfen. Dabei ist zudem auch noch ein gutes Timing äußerst hilfreich…

Das Trio soll bereits in der nächsten Woche mit den Bauarbeiten fertig sein, sagt Reichling. Die gegenüberliegende Seite sei jetzt fertig, der Auftrag selbst stamme noch aus dem vergangenen Jahr.

Weitere Baustellen im Zentrum folgen

Durch die Einbahnstraßenregelung entfallen für die Linien R11 Richtung Lünen und R81 Richtung Unna die Haltestellen „Sonnenapotheke“ und „Gedächtnisstraße“. Ersatzeinstiege sind am „Bergkamener Bahnhof“ (R11 und R81) sowie Wasserpark (R81) möglich.

Baustellen wird es im Zentrum auch in Zukunft geben. So werden die Haltestellen am „Stadtmarkt“ ebenfalls behindertengerecht umgestaltet, während die an der „Ebertstraße“ zusätzlich 35 Meter nach Westen verlegt werden, damit sie nicht mehr in einer Kurve liegen.

Und dann ist da noch der große barrierefreie Ausbau des Busbahnhofs, der mit 250 000 Euro veranschlagt ist und zuletzt im Ausschuss für Bauen und Verkehr beschlossen wurde. Hierfür laufen die Vorbereitungen, so Reichling.

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