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Neustart für beliebtes Ausflugsziel: Das sind die Pläne für die Marina Rünthe

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Von: Katharina Bellgardt

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Die Marina Rünthe ist ein Prachtobjekt in Bergkamen. Trotzdem wird sie vom Leerstand verschandelt. © www.blossey.eu

Kein Essen für Ausflügler in Bergkamens Prachtobjekt: Die Leerstände an der Marina Rünthe versauten das Stadtbild und machten den schöne Yachthafen zum eher unattraktiven Ausflugsziel. Das wird nun ein Ende haben.

Rünthe - Wie ausgestorben lag sie manchmal da: Die Marina Rünthe zählt zu den beliebtesten Ausflugzielen in Bergkamen, doch dann machten zentrale Leerstände ihr zu schaffen. Nun sollen drei neue Mieter einziehen. Die Marina wird wiederbelebt. Sowohl für den Leerstand im ehemaligen chinesisch-mongolischen Restaurant „Gate to Asia“, als auch die große Hotelanlage sowie den Skipper-Treff gibt es greifbare Interessenten, die die Gebäude nutzen wollen. 

Während zwei der neuen Mieter noch nicht offiziell sind, übernehmen Ali Celebi und Aziz Gümüsyay ab dem 1. Januar den Skipper-Treff. Am Dienstag haben sie den Vertrag mit den Eigentümern „Beta-Immobilien“ unterschrieben. Die beiden Unternehmen haben jahrelange Erfahrung im Gastronomie-Bereich, sagt Ali Celebi. Gümüsyay hatte ein Restaurant in Recklinghausen, Celebi führte zwölf Jahre lang einen Dönerladen direkt an der Bücherei in Werne und hatte ein Café in Lünen. 

Eventlocation für 130 Personen im Skipper-Treff

Für den Skipper-Treff haben die beiden sich jedoch ein anderes Konzept gedacht. Am 1. April soll hier eine Eventgastronomie entstehen. Den Skippertreff können Interessierte dann für private oder Firmen-Feiern buchen, dort ihre Hochzeit feiern oder Geburtstag auf der insgesamt 270 Quadratmeter großen Fläche. 

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Verschiedene Feste beleben die Marina - aber nur punktuell. © Markus Liesegang

In dem Saal finden dann schätzungsweise 100 bis 130 Personen Platz. Dafür muss jedoch noch einiges umgebaut und eine Wand eingerissen werden. Celebi und Gümüsyay möchten ihre Eventgastronomie elegant einrichten. Wer den Skipper-Treff mietet, erhält Gastronomie und Getränke von den Eventmanagern. „Der Hafen ist als Lage begehrt“, sagt Celebi. Paare können im Trauzimmer der Marina heiraten, im Yachthafen schöne Fotos machen und danach im Skipper-Treff feiern. 

Sehr lebendig ist die Marina zu besonderen Anlässen:

Eine ständig öffentlich zugängliche Gastronomie planen Gümüsyay und Celebi bewusst nicht. „Das hat den Vorteil, dass wir nicht ständig kochen, backen und weiteres machen müssen“, erklärt Celebi. „Die Gastronomie ist ein hartes Gewerbe.“ 

Über die weiteren Anmietungen kann Achim Krähling, Geschäftsführender Gesellschafter von „Beta Eigenheim“ noch keine Details verraten, da verschiedene Gesellschafter noch informiert werden. Aber das Ende der Leerstände rückt näher. Für das Hotel bereitet Beta gerade den Kaufvertrag vor. Die letzte Gesprächsrunde sei beendet, doch im miet-interessierten Unternehmen müsse noch abgestimmt werden, erklärt Krähling. 

Vermutlich werde der Vertrag erst im nächsten Jahr abgeschlossen, aber Krähling war bereits mit einem Brandschutz-Sachverständigen im Objekt, um die nötigen Umbaumaßnahmen zu besprechen. Denn: Ein neues Hotel soll an dem Standort nicht entstehen. Das Unternehmen plant Büroräume in den beiden obereren Etagen. 

Zwei Restaurants für Marina geplant

Das Restaurant im Erdgeschoss soll verkleinert werden und muss noch einen neuen Mieter finden. „Wir sind aber alle furchtbar hungrig“, sagt Krähling. Mit der Vermietung als Büroräume wachse der Bedarf nach einer Gastronomie noch weiter. Interessenten für das Restaurant hat Beta bereits, einige Absagen wurden verteilt. „Es muss ins Umfeld passen“, sagt Krähling. „Wir haben kein Interesse morgen wieder einen neuen Mieter zu suchen.“ 

Ärger um Sicherheit beim Hafenfest: Stadt greift durch

Essen können Besucher der Marina wohl bald auch wieder im ehemaligen „Gate to Asia“. Hier wird planmäßig eine neu gegründete Burger-Kette einziehen. Gespräche gab es am vergangenen Wochenende mit den Unternehmensvertretern aus Hamburg. Auch hier soll es im Januar weitergehen.

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Mit der Hafengalerie erhielt das "Gate to Asia" eine Behilfs-Belebung. Das soll sich nun ändern. © Werner Lindemann

„Den Leerstand gab es nun seit Ewigkeiten“, sagt Krähling. Es sei eine unglückliche Situation gewesen, durch einen bestehenden Mietvertrag habe man keinen Zugriff auf das Gelände gehabt, sodass es länger leer gestanden habe als geplant.

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