Briefwahlbüro eröffnet

Im Bergkamener Rathaus kann der nächste Bundestag schon gewählt werden

Das Briefwahlbüro ist bereit. Helge Müller (vorn), Alyssa Kollmann und Thomas Hartl haben alles im Blick.
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Das Briefwahlbüro ist bereit. Helga Müller (vorn), Alyssa Kollmann und Thomas Hartl haben alles im Blick.

Die Stimmzettel sind gedruckt, die Wahlbriefe in der Post, die Mitarbeiter im Briefwahlbüro bereit. In Bergkamen hat die Bundestagswahl schon begonnen

Bergkamen – Fünfeinhalb Wochen noch bis zum Tag der Entscheidung. Aber wer just am 26. September nicht seinen Beitrag dazu leisten kann oder mag, dass diese Republik ein neues Parlament erhält, der kann in Bergkamen ab sofort seinen politischen Willen zur Bundestagswahl bekunden. Die Stimmzettel sind geliefert, das Briefwahlbüro im Ratstrakt ist seit Donnerstagmorgen geöffnet und die Wahlbriefe sind bei der Post auf dem Weg zu den Haushalten.

In den ersten Stunden schon 60 Wähler

Mehr als 60 der 36 500 Wahlberechtigten war das Votum schon ein (nun erledigtes) Anliegen, als Thomas Hartl, Chef des Wahlteams im Rathaus, am Morgen von Tag eins die Abläufe unter Coronabedingungen erläuterte. Dass die Wahlbriefe ab dem Wochenende zugestellt werden, steht dem nicht im Wege. Wer sich mit dem Personalausweis identifiziert und im Wählerverzeichnis registriert ist, erhält den Zettel zur Stimmabgabe im Briefwahlbüro.

Samt Umschlag versteht sich, damit das Votum vor Manipulation geschützt bis zur Auszählung nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr verwahrt werden kann. Womit wir bei einer Besonderheit im Zusammenhang mit den üblichen Hygienemaßnahmen wegen Corona wären: Den Kleberand am Kuvert bloß nicht anlecken, es stehen eigens besorgte Briefbefeuchter bereit.

Nach den bekannten Hygienemaßnahmen

„Ansonsten gelten die bekannten Bestimmungen“, sagte Hartl. Im Einbahnstraßensystem werden die Bürger ins Haus, zu den Schaltern mit Helga Müller und Alyssa Kollmann, zur Kabine, Urne und wieder hinaus geleitet. So hat’s auch bei der Kommunalwahl geklappt.

Briefwahlunterlagen gibt‘s auch online

Weil immer mehr Informationen gut nachvollziehbar übermittelt werden müssen, hat der Wahlbrief die vormals versandte Karte abgelöst. „Da können wir alles vernünftig darstellen“, so der Organisator. Das Stück Papier eröffnet auch den Weg zum Online-Service: Wer den QR-Code scannt, gelangt automatisch auf die Anforderung der Briefwahlunterlagen zur postalischen Stimmabgabe. „Auf der Rückseite befindet sich auch das Formular dafür“, erläutert Hartl weiter. „Aber das nutzen immer weniger.“

Immer mehr machen vorab schon ihr Kreuz

Mehr wird von Jahr zu Jahr die Briefwahl. 6000 Bergkamener haben bei der vorherigen Bundestagswahl davon Gebrauch gemacht. „Jetzt rechnen wir mit etwa 10 000. Deshalb sind die Briefwahlbezirke von fünf auf sieben erhöht. Da ist ja doch einiges zu zählen.“ Zumal diese Abstimmung mit Erst- und Zweitstimme auf einem Zettel in der Auszählung kniffeliger sei als andere. Sollte sich abzeichnen, dass die Quote die Erwartungen übertrifft, „richten wir mehr Briefwahlbezirke ein.“

Denn um eines ist Thomas Hartl, anders als in anderen Städten, nicht bang: „Wir haben immer genug Wahlhelfer. Das ist eine eingeschworene Gemeinschaft.“ 58 Wahllokale wird es am 26. September geben. Je sechs Freiwillige sorgen jeweils für den geordneten Ablauf, je drei pro Halbtagsschicht. Zum Zählen sind dann alle wieder da.

Apropos zählen: Das möchte im Anschluss auch die Statistik-Abteilung des Landes NRW. In zwei Briefwahlbezirken und drei Wahllokalen (Mensa Gesamtschule, Jugendheim Oberaden, Preinschule) werden statistische Stimmzettel ausgegeben. Auf diesem Weg will IT.NRW – anonym versteht sich – erfahren, wie es sich mit dem Geschlechterproporz und dem Alter der Wähler verhält.

Wenn der Brief ausbleibt

Sollte jemand bis einschließlich Freitag, 3. September, keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, bittet die Stadt darum, sich kurzfristig mit dem Wahlamt, Rathausplatz 1, in Verbindung zu setzen. Das Wahlamt ist telefonisch unter der Nummer 02307/965-236 zu erreichen.

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