Bulten erlässt Reiseverbot für China-Reisen

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Das Unternehmen Bulten GmbH in Bergkamen pflegt Geschäftskontakte nach China und hat ein Reiseverbot erlassen.

Bergkamen – Bereits über 100 Menschen in China sind am Coronavirus gestorben. In Deutschland wurde am Dienstag ein erster Fall bestätigt. Ein 33-jähriger Mann aus dem Landkreis Starnberg hat sich offenbar bei einem geschäftlichen Treffen bei einer chinesischen Kollegin mit der neuen Lungenkrankheit angesteckt. Auch das Unternehmen Bulten GmbH in Bergkamen pflegt Geschäftskontakte nach China und hat ein Reiseverbot erlassen.

Die Bulten GmbH ist nicht nur in Bergkamen tätig, sondern hat zudem ein Werk in Peking. Der Krankheitsausbruch habe keinerlei Auswirkungen auf das Geschäft, so Frank Welzel, Werksleiter der Bulten GmbH. „Die einzigen vorbeugenden Maßnahmen, die wir getroffen haben sind, dass wir ganz strenge Reisebeschränkungen haben. Genauer gesagt handelt es sich um ein Reiseverbot“, sagt Welzel.

Aktuell befänden sich keine chinesischen Geschäftspartner in Deutschland und derzeit auch keine deutschen Mitarbeiter in China. „Wir haben auch noch mal alle Mitarbeiter in einem persönlichen Anschreiben über die aktuelle Situation und mögliche zu treffende Vorsichtsmaßnahmen informiert“, so Welzel.

Auch in Bönen hat das Coronavirus Konsequenzen. Beim in der Gemeinde ansässigen Textildiscounter Kik, der intensive Geschäftskontakte nach China pflegt, seien bis auf Weiteres alle geplanten Reisen nach China ausgesetzt, so ein Sprecher des Unternehmens.

Freundinnen aus Hamm erleben drastische Maßnahmen mit

Für zwei Freundinnen aus Hamm ist das Coronavirus momentan besonders Thema. Lena Bellenhaus aus Pelkum und Louisa Bierwolf aus Heessen befinden sich derzeit in der chinesischen Stadt Dalian und erleben drastische Maßnahmen mit. Wie der Alltag mit der bedrohlichen Krankheit aussieht, berichten die zwei Hammer Schülerinnen.

Coronavirus: Entwarnung in Siegen - Verdacht im Kreis Unna

Die Gesundheitsbehörde des Kreises Unna meldete in Sachen Coronavirus den ersten Verdachtsfall in ihrem Zuständigkeitsbereich. Es handele sich demnach um einen Mann aus Kamen, zudem gab es einen Coronavirus-Verdachtsfall im Kreis Siegen-Wittgenstein. Bei den zwei Patienten aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein hat sich der Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Corona-Virus nicht bestätigt. Beim Verdachtsfall im Kreis Unna gibt es noch keine Entwarnung.

Update 26. Februar:  Einen ersten Fall des Coronavirus gibt es nun auch in NRW. Ein Mann ist lebensgefährlich erkrankt.

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