Am 27. September: Schäfer (SPD) gegen Pufke (CDU)

Bürgermeister-Stichwahl: Stimmzettel liegen am Donnerstag vor

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Wer den Chefsessel im Bergkamener Rathaus einnimmt, entscheidet sich in knapp zwei Wochen.

Bergkamen – Nach den Kommunalwahlen laufen im Rathaus die Vorbereitungen für die Bürgermeister-Stichwahl zwischen Bernd Schäfer (SPD) und Thomas Heinzel (CDU) am 27. September an. Ab Donnerstag liegen die Stimmzettel vor, dann können die ersten Wahlberechtigten im Briefwahlbüro ihre Stimme abgeben.

Unterdessen zeigt sich Thomas Hartl, Leiter des Amtes Zentrale Dienste im Bergkamener Rathaus, mit dem Ablauf des Entscheids von Sonntag hochzufrieden. Nur in einem der 58 Wahllokale habe es bei der Auszählung der Stimmen ein wenig gehakt.

Achtung Briefwähler: Wer bereits für den Urnengang am Sonntag Briefwahl beantragt hatte, bekommt für den 27. September automatisch Briefwahlunterlagen zugesandt. Dass sie erst ab Donnerstag verschickt werden können, hat auch rechtliche Gründe. Zunächst müssen die Wahlausschüsse der Stadt und des Kreises Unna zu den Stichwahlen tagen, die Ergebnisse von Sonntag offiziell feststellen.

Im Wahllokal: Ausweis genügt

Die Zahl der Briefwähler hat sich mit knapp 6.700 im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2014 mehr als verdoppelt. Hartl rät, die ausgefüllten Stimmzettel zeitnah nach Erhalt ausgefüllt zurückzusenden, damit sie rechtzeitig im Rathaus ankommen – oder gleich ins Briefwahlbüro zu kommen.

Wer in knapp zwei Wochen das ihm zugewiesene Wahllokal aufsuchen möchte, sollte erneut seine Wahlbenachrichtigung mitbringen. Diese wurde den Wählern am Sonntag wegen der möglichen Stichwahlen wieder ausgehändigt. „Ein Ausweis genügt aber auch“, verdeutlicht Hartl. Manch einer dürfte seine Benachrichtigung bereits entsorgt haben.

Im Wahlbezirk 1141 hat's gehakt

Das Wahllokal, in dem es bei der Auszählung gehakt hat, betraf den Wahlbezirk 1141 (Autohaus Hülpert). Hier ist es laut Hartl zu Verunsicherungen im Wahlvorstand gekommen, weil weniger Stimmzettel in der Wahlurne lagen, als ausgegeben worden waren. Ein herbeigeeilter Mitarbeiter aus dem Rathaus trug zur Aufklärung bei: Stimmzettel, die nicht zurückkommen, sind als ungültig zu werten.

Nach Hartls Darstellung kommt es immer mal wieder vor, dass Wähler in der Wahlkabine nicht alle Stimmzettel ausfüllen und einzelne Papiere dann einfach einstecken. Grundsätzlich sei die Stimmenauszählung eine „sportliche Leistung“ für die ehrenamtlich tätigen Wahlvorstände, zumal sie den ganzen Tag über im Einsatz seien. Am Sonntag hätten in größeren Wahllokalen teils bis zu 3 000 verschiedenfarbige Stimmzettel sortiert und ausgewertet werden müssen. Zusätzlicher Aufwand sei durch die hohe Zahl an Briefwahlunterlagen entstanden.

„So ein Blackout ist nicht tragisch“

Nichtsdestotrotz waren in Bergkamen die Ergebnisse der Kommunalwahlen bereits um 21.03 Uhr online abrufbar, also gut drei Stunden nach der Schließung der Wahllokale. Wie so häufig, gehörte Bergkamen zu einer der schnellsten Kommunen. Die Verzögerung im Wahlbezirk 1141 dauerte laut Hartl nicht einmal einer halben Stunde. „So ein Blackout ist aber auch nicht tragisch.“

Das Coronavirus hat den Ablauf der Wahl nicht großartig gestört. Zum einen, weil die Stadt etwa durch Bereitstellung von Spuckscheiben Maßnahmen zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln getroffen hatte. Zum anderen, weil sich die Wähler laut Hartl äußerst diszipliniert verhielten. Maskenverweigerer gab’s nicht.

Jetzt hofft der Amtsleiter, dass es nicht zu größeren Warnstreiks bei der Deutschen Post kommt. Zwar verschickt die Stadt die Briefwahlunterlagen mit einem privaten Zusteller, zurück kommen sie aber in der Regel mit dem Ex-Staatskonzern.

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