Geschichten ein Bild geben

Britta Bolle aus Rünthe arbeitet als Bilderbuchillustratorin

Die Bergkamener Illustratorin Britta Bolle hat gerade zwei neue Kinderbücher gestaltet.
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Gerade sind zwei neue Bilderbücher erschienen, die von Britta Bolle gestaltet wurden.

Rünthe – Eine junge Frau sitzt in Schlappen an ihrem Schreibtisch, in einem gemütlichen Büro im Keller. Im Hintergrund läuft die Gartensendung „Querbeet“, auf dem Tisch steht ein Kaffeebecher. Die Künstlerin zeichnet an ihrem digitalen Malbrett: Würde Britta Bolle ihre künstlerische Arbeit illustrieren, sähe sie genau so aus.

Die 32-Jährige aus Rünthe ist Illustratorin für Spielteppiche, Bühnenbilder und vor allem für Bilderbücher. Ihre Ideen dafür holt sie sich aus ihrem direkten Umfeld: Für ihr erstes eigenes Bilderbuch lässt sich Britta Bolle zum Beispiel von ihrem Neffen und ihrem dreijährigen Sohn inspirieren. „Ich schaue mir den Quatsch im Kopf meines Sohnes für die Geschichten ab“, schildert sie. Auch verschiedene Charaktereigenschaften oder Blickwinkel der Kinder in ihrem Umfeld werden in dem Buch thematisiert.

„Ich finde es toll, für Kinder zu illustrieren, Geschichten ein Bild zu geben und neue Welten zu erschaffen. Ich mag, dass man auch kleine, versteckte Dinge einbauen kann, unabhängig vom Text“, erzählt die Illustratorin. Wichtig sei es ihr dabei, versteckt auch Botschaften zu senden und den Kindern Werte zu vermitteln.

Arbeiten im Homeoffice

Britta Bolle arbeitet mit Unternehmen und Verlagen, wie „World for kids“, zusammen. Bücher wie „Töffel ist toll, wie sie ist“, „Die Feder des Glücks“ und zahlreiche Kinderreiseführer wurden von ihr illustriert. Die Bilderbücher „Mücke auf Reisen“ und „Löwenzähne fliegen nicht“ sind ab diesem Monat neu im Handel.

Durch die Corona-Pandemie sind viele Aufträge kleiner Unternehmen weggefallen. Auch die Zeit im Homeoffice mit einem kleinen Sohn sei nicht immer leicht. „Aber ich habe mir im Keller ein Büro schön eingerichtet. Da setze ich mich dran und es geht sofort los“, sagt sie.

Das Handwerk für die Illustrationen hat die gebürtige Dortmunderin während ihres Studiums in den Niederlanden gelernt, das sie im Alter von 19 Jahren startete. Heute beginnt Britta Bolle ihren typischen Arbeitstag damit, die Geschichte zu lesen und den Hauptcharakter zu entwickeln.

Bilderbuch mit Zebra

„Da schaue ich immer darauf, wie der Charakter dargestellt wird. Ist er lustig, süß oder ernst?“, so Britta Bolle. Danach gehe es zuerst ans Cover, bevor die Seiten mit bunten Bildern gefüllt werden. Dabei ist die Bergkamenerin immer im Austausch mit den Kunden. Zurzeit arbeitet die gelernte Illustratorin an ihrem ersten „ganz eigenen“ Bilderbuch. Bis zum Ende des Jahres soll es fertig sein. Titel und Handlung möchte Britta Bolle allerdings noch nicht verraten. Aber eins ist klar: Ihrem dreijährigen Sohn wird es gefallen. Schließlich hat die Illustratorin bewusst sein Lieblingstier mit eingebracht: das Zebra.

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