Vertragsabschluss für Feinnetzplanung

Breitbandausbau in Bergkamen, Kamen und Bönen geht jetzt ins Detail - und Reich der Tücken

Den ersehnten Vertragsabschluss vollzogen BBA-Geschäftsführer Oliver Laible (von links), Dezernent Marc Alexander Ulrich, seine Kamener Kollegin Ingelore Peppmeier und Fachbereichsleiter Robert Eisler für Bönen.
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Den ersehnten Vertragsabschluss vollzogen BBA-Geschäftsführer Oliver Laible (von links), Dezernent Marc Alexander Ulrich, seine Kamener Kollegin Ingelore Peppmeier und Fachbereichsleiter Robert Eisler für Bönen.

Ende 2024 sollen die weißen Flecken in der Internetversorgung getilgt sein, ein wichtiger Meilenstein auf der Strecke ist erreicht:

Bergkamen – Der Glasfaserausbau in Regie des Eigenbetriebs BreitBand Bergkamen (BBB) hat auf dem weiten Weg zur Versorgung der weißen Flecken im Netz (maximal 30 Mbit Download) eine wichtige Marke passiert: Die wiederholte Ausschreibung der Feinnetzplanung war erfolgreich, der Auftrag ist erteilt. Das dokumentierten Vertreter der kooperierenden Kommunen Bergkamen, Kamen und Bönen mit der Vertragsunterzeichnung im Kreise der Projektpartner.

Broadband Academy arbeitet Netz aus

Oliver Laible griff am Donnerstag an der Seite von Marc Alexander Ulrich (Bergkamen), Ingelore Peppmeier (Kamen) und Robert Eisler (Bönen) im Ratstrakt zum Stift. Seine Broadband Academy (BBA) hat nun einen geradezu grenzwertigen Auftrag: Die Rohfassung für 163 Kilometer Leitungsbau in den Schranken der Förderrichtlinien so geschickt im Detail auszuarbeiten, dass möglichst viele Anrainer in den Genuss eines leistungsfähigeren Internetzugangs kommen – und zugleich im Blick zu behalten, dass diese Grenzen absehbar Makulatur sind.

Fördersystematik wirft Fragen auf

Im kommenden Jahr werde der Bund die Unterversorgung in Gebieten, die Telekom & Co weiter links liegen lassen, mit der Grenze von 100 Mbit definieren, erläuterte Ulrich. „2023 fallen die Schranken dann ganz. Da ist alles förderfähig, was nicht Gigabit-Standard hat.“

Die Folge dürfe kaum sein, dass also drei Mal Straßen aufgerissen werden. Nur wohnt diese pragmatische Logik den Förderstrukturen nicht inne. „Wir können uns nur im Rahmen der Vorgaben der weißen Flecken bewegen. Wir werden im Laufe der Planung mit den Fördergeber darüber reden müssen, wie die weitere Entwicklung berücksichtigt werden kann“, so Ulrich. Man kann auch sagen: Aufpassen, dass hier nicht nur das Netz von gestern geplant wird.

Baukosten von 14,3 Millionen Euro + X

Wegmarke dafür sei die Vergabe der Tiefbauarbeiten für angenommene 14,43 Millionen Euro (12,9 Mio. Zuschuss), die zwischen Oktober 2022 und März 2023 vorgesehen ist. Dabei gehen alle davon aus, dass die ermittelten Preise bis dahin weiter steigen werden.

Die Fertigstellung ist bis Ende 2024 terminiert. Das trifft in Bergkamen und Kamen einige, in Bönen sogar alle Schulen, weil sie mangels damaliger Alternativen in Weiße-Flecken-Programm genommen wurden und ins Gigabit-Projekt nicht mehr wechseln konnten. Das Gig-Projekt hat vier Bergkamener und fünf Kamener Schulen schon einen zeitgemäßen Anschluss in Regie des BBB und der Helinet als Provider beschert. Alle anderen haben Übergangslösungen. Vor der Umsetzung steht der Ausbau in den Gewerbegebieten.

Privathaushalte sollten sich registrieren

Privathaushalte ohne „Bumms“ auf der Leitung müssen sich also gedulden. Wer dabei sein will, kann sich aber schon jetzt an Helinet wenden und sollte sich online registrieren, damit seine Adresse bei der Feinnetzplanung berücksichtigt wird: www.breitband-bergkamen.de.

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