Brauchtumsfeuer lockt Besucher nach Weddinghofen

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Werner Matiak, Kassierer von „Wir in Weddinghofen“ und Ortsvorsteher Dirk Haverkamp entzündeten das Feuer beim gut besuchten Dorffest in Weddinghofen.

Weddinghofen – Der Samstagnachmittag war an sich schon heiß genug. Für noch mehr Hitze sorgte der heftige Wind, der in Richtung des Sportplatzes des VfK Weddinghofen wehte. Die über 100 Besucher des Brauchtumsfeuers mieden die Nähe zur Wärmequelle, die recht schnell runterbrannte. 

„Aber wir haben genug Material, um nachzulegen“, meinte Marc Herold, der zweite Vorsitzende des Vereins „Wir in Weddinghofen“.

Bereits zum vierten Mal lud die Interessengemeinschaft am Samstagnachmittag zum Sommerfest, diesmal unter einem anderen Titel und an einem anderen Ort. Aus dem traditionellen Johannisfeuer wurde eben ein schlichtes Brauchtumsfeuer.

"Idee entstand am Stammtisch"

„Das Johannisfeuer kann nur am Johannistag selbst genehmigt werden“, begründete Herold. Der 22. Juni falle aber in diesem Jahr in das Fronleichnamswochenende. „Dann hätten wir das Feuer am Strand von Renesse zünden müssen“, wies Kassierer Werner Matiak auf zahlreiche Kurzurlauber hin. „Unser Verein unterstützt soziale Einrichtungen wie die Tafel“, deutete Matiak auf die spätere Verwendung des Erlöses hin, „zuletzt haben wir die Musikschule mit 500 Euro unterstützt.“ Umschauen reiche, zu entdecken, wo Geld benötigt würde. 

Brauchtumsfeuer in Weddinghofen

„Die Idee entstand am Stammtisch“, so Matiak im Rückblick auf sechs Jahre „Wir in Weddinghofen“. 150 Mitglieder setzen sich inzwischen im Verein für den Bergkamener Ortsteil ein. Wozu der Reingewinn des Brauchtumsfeuers verwendet wird, steht noch nicht fest. Dass einiges an Geld zusammenkam, dafür sorgten die Besucher. Das bunte Programm mit Kinderschminken, Wasserspritze oder Treckerfahren sorgte für Kurzweil bei den Kleinsten, Getränke, Kuchen und Gegrilltes für Umsatz. 

Standort für das nächste Jahr steht noch nicht fest

„Ohne Mithilfe könnten wir so ein Brauchtumsfeuer nicht stemmen“, wies Herold auf die Awo, die im Rat vertretenen Parteien, die Feuerwehr und den 16-jährigen DJ Jeremy Schmitz hin, der ein Ehrenamt suchte und an diesem Tag gefunden hatte. Nachdem Ortsvorsteher Dirk Haverkamp Grußworte des Bürgermeisters überbrachte und gemeinsam mit Matiak das Feuer entzündet hatte, erhoben die kleinsten Bewohner Weddinghofens ihre Stimme. Ein gemischter Chor der Kitas Vorstadtstrolche, St. Michael und Grüner Weg besang den schönen Tag. 

Alle zwei Jahre findet das Dorffest statt. Wo das Feuer im kommenden Jahr entzündet wird, stehe noch nicht fest. Der alte Standort an der Berliner Straße falle wohl aus, weil dort ein Baugebiet entstehe. Das Gelände am Albert-Schweitzer-Haus sei keine perfekte Alternative, weil dort ein Feuer nicht möglich sei. Sicher ist hingegen, dass „Wir in Weddinghofen“ dort am 30. November zum Weihnachtsmarkt lädt.

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