78 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Vermutete Brandstiftung in Kita: Großer Feuerwehr-Einsatz

Brand in Bergkamen: Die Feuerwehr war am Samstag in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule im Einsatz.
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Brand in Bergkamen: Die Feuerwehr war am Samstag in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule im Einsatz.

Bergkamen - Stadtalarm gab es in der Nacht zu Samstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen: Im Gebäude der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule am Westenfalenweg im Oberadener Westen hatte es gebrannt. Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung.

Um 1.41 Uhr hatte die Brandmeldeanlage im Gebäude der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule am Westfalenweg ausgelöst und ein Anrufer bei der Leitstelle in Unna aus dem Gebäude kommenden Rauch gemeldet. Das setzte eine Alarmierungskette in Gang, die erst gegen 3.20 Uhr abriss. Letztlich waren bis 7 Uhr am frühen Samstagmorgen insgesamt 78 Feuerwehrleute plus Polizei, Kriminalpolizei, Rettungsdienst und Notarzt im Einsatz.

Im hinteren Teil der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule befindet sich in einem Anbau die Großtagespflegestelle des Tagesmüttervereins. Im „Beos“ betreuen mehrere Tagesmütter gleich eine Gruppe von Kindern. Aktuell ist diese wegen des Coronavirus geschlossen – wann sie wieder öffnen kann, ist nun völlig unklar, denn die Räume wurden von Feuer und Rauch besonders in Mitleidenschaft gezogen. Im vorderen Bereich der ehemaligen Schule nutzt die Awo einige Räumlichkeiten für die Bildungs- und Beschäftigungsgesellschaft „Bildung + Lernen“. Inwieweit dieser Gebäudetrakt Schaden nahm, ist noch unbekannt. 

Brand in Bergkamen: Feuer in mehreren Räumen

Zunächst hatte es geheißen, dass aus dem Keller unter dem Beos Rauch dringen würde, doch tatsächlich quoll der auch aus dem Nebeneingang des Schulgebäudes auf der dem Beos gegenüberliegenden Seite. Die Quelle des Rauches ließ sich nicht sofort finden. Daher war Manpower gefragt: Nach den Einheiten Oberaden und Heil wurden schnell auch die Löschgruppen aus Weddinghofen, Mitte und Overberge hinzugerufen, außerdem die Wehrleitung und der Einsatzleitwagen. Gegen 3.25 Uhr machte sich schließlich auch noch die Einheit Rünthe auf den Weg nach Oberaden, die bis dahin für die Grundsicherung der restlichen Stadt abgestellt gewesen war.

Schließlich stellte sich heraus: In mehreren Räumen innerhalb des ehemaligen Schul-Komplexes hatte es gebrannt. Deshalb ermittelt die Kriminalpolizei nun wegen Brandstiftung. Die einzelnen Feuer hatten die Brandbekämpfer zwar schnell gelöscht, doch die eigentliche Arbeit ging für sie erst dann richtig los: Weil der Qualm der Feuer durch etliche Ritzen und Öffnungen in Teile des verwinkelten Gebäudes und unter etliche Zwischendecken gezogen war, musste hier besonders aufwendig nachkontrolliert werden, damit die sich dort stauende Hitze keine weiteren Brände verursachte. 

Brand in Bergkamen: Polizei schätzt Schaden auf 20.000 Euro

Unter großer körperlicher Belastung mussten die mit Atemschutzgeräten ausgestatteten Feuerwehrleute etliche Zwischendecken aufbrechen und nachschauen, ob und wo das Feuer eventuell übergeschlagen war. Unterstützt wurde die Suche mit der Wärmebildkamera. Auch das Dach über dem verglasten Seiteneingang der Schule wurde teilweise abgedeckt, um jegliche weitere Gefahr zu bannen.

Den meisten Schaden am Gebäude hat jedoch der Qualm hinterlassen, der eine dicke Rußschicht an Wänden, Böden, Decken und Möbeln verursachte. Im Bereich des Beos schmolzen darüber hinaus Plastikbehälter und Spielzeug aus Kunststoff unter der Hitze des Feuers. Die Polizei beziffert den entstandenen Sachschaden in einer ersten Mitteilung auf rund 20.000 Euro. 

Der Brand in Bergkamen verursachte vor allem in der Kinder-Tagespflege "Beos" große Schäden.

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