Aluminiumalkyle ausgetreten

Feuerwehreinsatz am Bayer-Gelände in Bergkamen: Keine Gefahr für Bevölkerung

+

[Update 14.29 Uhr] Bergkamen - Auf dem Gelände der Firma Lanxess in Bergkamen hat es am Dienstagvormittag einen Brand gegeben. Die Bergkamener Feuerwehr war mit einem Großaufgebot am Bayer-Werk vor Ort. Es gibt keine Gefahr für die Bevölkerung.

In einer ersten Meldung war von einem Brand bei Bayer die Rede gewesen. Betroffen war aber die Firma Lanxess, die ihren Sitz auf dem Gelände des Bayer-Werkes hat. 

Dort war infolge eines Produktaustrittes gegen 9.15 Uhr der Brand von Aluminiumalkylen gemeldet worden. Da die Stoffe nicht mit Wasser gelöscht werden können, musste die Werksfeuerwehr das Feuer mit dem Einsatz von CO2 ersticken.

Bei Lanxess kam es zum Großeinsatz.

Aluminiumalkyle traten aus

Klaus-Wilhelm Jäkel, Betriebsleiter einer Produktion von Lanxess, erklärte, dass der selbstentzündliche Stoff tröpfchenweise austrat. Aluminiumalkyle beginnt sofort selbst zu brennen. 

Brand von Aluminiumalkylen bei Firma Lanxess in Bergkamen 

Es gab eine starke Rauchentwicklung, die sich jedoch auf das Bayer-Gelände beschränkte. "Das Gebäude wurde sofort ordnungsgemäß geräumt", erklärte Jäkel. Fünf bis sechs Mitarbeiter seien betroffen gewesen, verletzt wurde aber niemand.

Die Feuerwehr ist am Bayer-Gelände im Einsatz.

Das Leck, aus dem das Aluminiumalkyle austrat, konnte nach einer Stunde, etwa gegen 10.15 Uhr geschlossen werden. Derzeit sind die Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen mit Absicherungs- und Aufräumarbeiten beschäftigt.

Vorsichtshalber wurde die Bergkamener Feuerwehr hinzugezogen, erklärte Jäkel. Es kam zu einem Großeinsatz: Mehrere Feuerwehr-Wagen fuhren mit Blaulicht auf das Gelände - das Feuer konnte aber schnell unter Kontrolle gebracht werden. 

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Die Nachbarschaft sei nicht betroffen gewesen, verdeutlichte Jäkel. Es habe also keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Die Gefahrenabwehr-Organisation habe vernünftig gegriffen. Erst kürzlich habe man einen Vorfall dieser Art geübt. Zu einem Ernstfall sei es in den letzten Jahren nicht gekommen.

Wie hoch der Schaden ist, konnte Jäkel noch nicht einschätzen. Er geht jedoch davon aus, dass er relativ gering sei, weil das Feuer sich auf eine Produktionsanlage beschränkte. 

Lesen Sie auch:

Eigentümer verklagen die Stadt: Räumung der Bergkamener Hochhäuser wird vor Gericht verhandelt

Mutmaßlicher Vergewaltiger Valerij B. bekam regelmäßig Besuch von der Polizei

Über 200 Bergkamener gehen gegen Bau der L821n auf die Straße

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare