Blut spenden in der Corona-Krise: DRK Bergkamen sorgt für Sicherheit

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Mundschutzmasken und genügend Abstand zwischen den Liegen helfen, die Sicherheits- und Hygieneregeln einzuhalten.

Bergkamen – In der Corona-Krise ist alles etwas anders. Auch bei der Blutspende ist das eine oder andere neu. Was sich aber nicht verändert hat, ist die Relevanz solcher Spenden, denn auch in dieser außergewöhnlichen Zeit werden Blutkonserven dringend benötigt. Und so lud das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Freitag von 15 bis 19.30 Uhr zur Blutspende in die Turnhalle der Regenbogenschule in Rünthe ein.

Ursprünglich war die Aktion im „Haus der Mitte“ geplant, wurde dann aber in die Turnhalle der Regenbogenschule verlegt. „Anders als im ‘Haus der Mitte’ ist es in der Turnhalle möglich, die Abstandsvorgaben für die einzelnen Blutspender einzuhalten“, erklärt Andreas Kray, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Bergkamen. Doch nicht nur der sichere Abstand zwischen den Liegen war gewährleistet, es gab zudem einen separaten Ein- und Ausgang, damit sich die Spender möglichst nicht über den Weg liefen. 

„Neu ist jetzt, dass bei den Spendern Fieber gemessen wird, bevor sie überhaupt in die Turnhalle hinein gehen dürfen“, erklärte Bergkamens Rot-Kreuz-Leiterin Monika May. Begleitpersonen durften die Spender nicht mitbringen, um die Anzahl an Menschen in der Halle möglichst gering zu halten. „Außerdem dürfen wir das Büfett, das es üblicherweise gibt, nicht anrichten“, sagte May. Um die Bergkamener nach ihrer Spende trotzdem mit einer Stärkung zu belohnen, wurden ihnen Lunchpakete mitgegeben. „Die haben wir am Donnerstag alle einzeln verpackt“, erzählte May. Insgesamt warteten 90 Pakete darauf, von Spendern entgegengenommen zu werden. 

Geschenke für jeden zehnten Spender

„Am Anfang war besonders viel los. Jetzt ist es eher ruhig“, berichtete May etwa eineinhalb Stunden vor Ende der Aktion. Neben den liebevoll gepackten Lunchpaketen hat sich die Leiterin noch etwas Besonderes einfallen lassen: Jeder zehnte Blutspender bekam ein Geschenk vom Ortsverein Bergkamen. So freuten sich die Empfänger entweder über ein Fünf-Liter-Bierfass oder ein sogenanntes Face Shield, ein Gesichtsvisier, je nachdem, für welches Geschenk sie sich entschieden hatten. „Fünf dieser Masken haben wir von der Firma Hoheisel gespendet bekommen“, berichtete May. 

Dass das Blutspenden aufgrund von Corona anders gelaufen ist als sonst, hat die Spender in keiner Weise beunruhigt. „Ich finde es so wichtig, denn man kann Blut nicht kaufen. Für mich ist das Spenden selbstverständlich“, sagte Anke Hoffmann, die bereits zum 48. Mal Blut spendete. „Es müssten mehr Menschen spenden.“ Die Corona-Pandemie hielt Hoffmann nicht von ihrem Vorhaben ab, für andere etwas Gutes zu tun. „Ich gehe davon aus, dass alle Leute hier gesund sind. Ich fühle mich fit und sicher“, sagte sie. 

Konserven werden dringend benötigt

Veronika Seifer spendet ebenfalls seit ein paar Jahren regelmäßig Blut „Ich denke an die Zukunft der Menschen“, erklärte sie ihre Motivation dafür. Dass einige Kleinigkeiten beim Spenden in Zeiten von Corona anders laufen als gewohnt, störte sie nicht. „Ich finde alles gut umgesetzt hier und fühle mich sicher“, sagte sie. „Blutspende ist so wichtig. Das Blut wird zum Beispiel gebraucht für Operationen oder Menschen, die an Krebs erkrankt sind, die Transfusionen brauchen. Viele Menschen sind auf die Blutspenden angewiesen, und das nimmt in Zeiten von Corona nicht wesentlich ab“, betonte Andreas Kray.

Nächster Termin Wer an der Blutspende in Rünthe nicht teilnehmen konnte, hat am Dienstag von 15 bis 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus an der Goekenheide in Bergkamen-Weddinghofen noch einmal die Möglichkeit.

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