Blaulicht-Parade beim Kreisfeuerwehrtag in der Marina Rünthe

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Beim Leistungsnachweis war auch Fingerspitzengefühl gefragt: An einer Station galt es, möglichst schnell und fehlerfrei vorgegebene Knoten zu knüpfen.

Rünthe - Eine Blaulicht-Parade bot der Kreisfeuerwehrtag in der Marina Rünthe. Die Retter gaben Gästen am Sonntag Einblicke in Fahrzeuge, Technik und Arbeitsweisen. Intern ermittelten sie beim Leistungsnachweis, wer die schnellste Truppe ist.

„Wir lassen uns vom Wetter nicht abschrecken, die Besucher leider schon eher“, machte Dirk Kemke, Chef des gastgebenden Löschzugs Rünthe/Overberge klar, dass sein Team sich nach fünf Monaten Vorbereitung für das Ereignis bessere Bedingungen gewünscht hatte. Trotz Nieselregens sorgten 70 Helfer aus seiner Einheit dafür, dass in Wettbewerb und Schau alles rund lief.

Wirklich ackern mussten die 28 Feuerwehr-Gruppen, die abseits des Familienprogramms am Leistungsnachweis teilnahmen. Dazu war neben den Kameraden aus dem Kreis Unna sogar ein Trupp aus Planegg nahe München angereist. „Ich komme gebürtig aus Schwerte und bin vor einiger Zeit beruflich nach Bayern verzogen“, löste Planeggs Gruppenführer Thorsten Schönfeldt das Rätsel. 

Sportabzeichen für die Feuerwehrleute

Je einer Knoten-, Hilfeleistungs-, Lösch- und Theorieprüfung mussten sich die Teams stellen. Im Ernstfall seien diese Kenntnisse lebenswichtig, betonte Dirk Kemke. „Der Leistungsnachweis ist sozusagen das Sportabzeichen für uns Feuerwehrleute.“ Statt Sprinten, Werfen und Springen mussten die Brandschützer Bockleitern über einen Brunnenschacht bauen, sichere Knoten knüpfen und einen Löschangriff durchführen. 

Wer auch im Theorieteil punktete, errang das nächste Abzeichen für seine Löschgruppe. Da wollte sich keiner einen Patzer leisten. Da kennen die Kameraden kein Pardon, wie Kemke berichtete: „Da kann es passieren, dass man von seinen Kameraden baden geschickt wird und nass heimkommt.“ 

GWA dankt für den Großeinsatz in Bönen 

Für die Kreisabfallgesellschaft GWA bot der Kreisfeuerwehrtag Gelegenheit, sich für den tagelagen Einsatz beim Großbrand in der Recyclinganlage in Bönen zu bedanken. Betriebsleiter Peter Harlinghausen übergab Kreisbrandmeister Thomas Heckmann eine Spende von 3 500 Euro. 

Das Geld soll in den geplanten Kauf eines Brandsimulators fließen, in dem die Einsatzkräfte unter realitätsnahen Bedingungen durch gesteuerte Gasbrenner trainieren können. Solche „heißen Übungen“ sind gegenwärtig ausschließlich in Absprache mit entsprechend ausgestatteten Berufsfeuerwehren im Umland möglich.

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