Schützenheim und Forellenhof

Biergärten vor der Öffnung: Bergkamens Wirte stehen parat

Noch sind die Stühle im Biergarten leer. Wenn die Inzidenzzahlen so bleiben wie in den vergangenen Tagen, soll sich das in der Schützenheide mithilfe der Tagestickets ändern, die Gastronom Sascha Djuric (rechts) und Christian Langhorst vom Schützenverein Kamen präsentieren.
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Noch sind die Stühle im Biergarten leer. Wenn die Inzidenzzahlen so bleiben wie in den vergangenen Tagen, soll sich das in der Schützenheide mithilfe der Tagestickets ändern, die Gastronom Sascha Djuric (rechts) und Christian Langhorst vom Schützenverein Kamen präsentieren.

Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Unna auch am Donnerstag unter der 100er-Marke liegen, kann die Außengastronomie wieder öffnen, vielleicht schon am Freitag, relativ sicher aber am Samstag. Bergkamens Gastronomen bereiten sich darauf vor.

Bergkamen – Der Hochdruckreiniger ist wieder verstaut, frische Blumen sind eingepflanzt, Tische und Stühle aufgestellt – jetzt fehlen nur noch die Gäste. Die Außengastronomie des Schützen- und Heimathauses in der Schützenheide steht in den Startlöchern. Dank des Testzentrums an gleicher Stelle soll ein stimmiges Konzept helfen, selbst bei großer Resonanz reibungslose Abläufe zu garantieren.

„Wir planen, am Samstag den Biergarten zu öffnen“, sagt Gastronom Sascha Djuric. Grund für die Hoffnung gibt es, denn der Sieben-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner liegt seit dem Wochenende unter dem Schwellenwert von 100.

Das Testzentrum gleich daneben

Zugang zur Außengastronomie haben demnächst nur Getestete, Geimpfte und Genesene. Da trifft es sich gut, dass sich keine 100 Meter vom Biergarten entfernt ein Testzentrum befindet. Das vom Kamener Schützenverein betriebene Testzentrum war das erste, welches auf Bergkamener Boden an den Start gegangen ist. Schon im März hatte Schützen-Vorsitzender Christian Langhorst die Idee, Synergieeffekte zwischen Test und Gastronomie zu nutzen. Nun soll dies in die Tat umgesetzt werden.

Die erste Anlaufstelle für Gäste soll demnach das Testcenter sein. Hier erfolgt eine Prüfung, ob die Person bereits geimpft oder genesen ist oder ein gültiger Schnelltest vorliegt. Ist das der Fall, wird ein Tagesticket für die Gastronomie ausgestellt. „Wir wollen damit sicherstellen, das alle Gäste unbeschwerte Stunden im Biergarten verbringen können. Dazu möchten wir den Gastronomen und sein Team entlasten, damit die nicht ständig damit beschäftigt sind, die Gäste zu sortieren“, erklärt Langhorst.

Gästezahl in der Schützenheide auf 80 begrenzt

Nach den Plänen des Duos geht es nach der Anmeldung – und bei Bedarf nach der Durchführung eines Schnelltests vor Ort mit negativem Ergebnis – direkt zum Eingang des Biergartens. Von hier werden die Gäste an einen Tisch geleitet. An den Tischen werden dann die Tagestickets bei der Annahme der Bestellung eingesammelt.

Die Tische im Außenbereich sind in einem üppigen Abstand positioniert, sodass statt der sonst 120 Personen lediglich 80 Platz nehmen können. Das Team von Djuric freut sich nach langer Auszeit auf den Neustart. „Wir haben immer Kontakt gehalten und den Mitarbeitern Impfangebote gemacht. Deshalb sind die auch immer noch dabei“, freut sich der Wirt auf das Wiedersehen.

Am Pfingstsamstag um 12 Uhr soll der Biergarten bereits öffnen. Dann hätte das Testzentrum normalerweise noch geschlossen, aber Langhorst kündigt an, dass an diesem Tag ausnahmsweise Tests ebenfalls ab 12 Uhr möglich sind. Eine Tischreservierung ist nicht zwingend erforderlich, sei aber durchaus sinnvoll, wenn Wartezeiten vermieden werden sollen, empfiehlt der Gastwirt. Einen weiteren Wunsch hat Djuric noch: „Es wäre schön, wenn die Leute entweder vor oder nach 18 Uhr kommen, damit sich der Andrang nicht nur auf ein Zeitfenster konzentriert.“

Forellenhof in Rünthe: Warten auf das Okay

Auch Amir Bajric ist „happy“, wie er sagt. Der Inhaber des Forellenhofs am Ostenhellweg in Rünthe bleibt trotz der zu erwartenden Öffnung der Außengastronomie bei einer stabilen Inzidenz von unter 100 im Kreis aber vorsichtig. „Erst muss ja das Okay des Kreises kommen“, meint er. „Dann öffnen wir sofort. Innerhalb von 24 Stunden sind wir startklar.“ Öffnen werde er zu den normalen Öffnungszeiten. Unter welchen Voraussetzungen, das hat er schon beim Kreis erfragt. Es sind die üblichen: „Rein dürfen Menschen mit negativem Test, Genesene und vollständig Geimpfte, die letzte Impfung muss 14 Tage her sein. Außerdem Kinder unter 14 Jahren.“ Ein Selbsttest würde nicht zählen, nur für die Mitarbeiter, die täglich getestet würden.

Eine Mittagskarte werde er erst einmal nicht erstellen, erklärt Amir Bajric. „Ich muss erst einmal sehen, wie es läuft.“ Der Rünther Gastronom sieht in der Teilöffnung eine Perspektive, die ihm bisher gefehlt hat. „Ich habe renoviert und Gerichte zum Mitnehmen angeboten“, beschreibt er sein Berufsleben im Lockdown. Die Mitarbeiter waren in Kurzarbeit, der Forellenhof bekam Hilfeleistungen vom Staat. „Das hat ab und an gestockt. Aber ich bin froh, dass es Hilfe gab, vor allem, wenn man auf die Situation in anderen Ländern blickt.“

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