Bibliothek bekommt Besuch von Verbandspräsidentin

Sprachförderung am PC: Die Landtagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter (r.) besuchte die Stadtbibliothek auf Einladung von Jutta Koch (v.l.), Rüdiger Weiß, Wolfgang Vogelmann und Simone Schmidt-Apel. ▪

BERGKAMEN ▪ Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen zählen weit mehr Besucher als Theater und sogar als Fußballstadien. Monika Brunert-Jetter brachte diesen Zahlenvergleich, doch davon brauchte sie in Bergkamen niemanden zu überzeugen.

Die Landtagsabgeordnete und Präsidentin des Verbandes des Bibliotheken NRW nannte dennoch den Vergleich am Dienstagnachmittag in der Stadtbibliothek, wo sie sich ein Bild von der engagierten Arbeit des Teams machte.

Eifrig klickten sich Mädchen und Jungen vor einer Reihe PCs durch Lernprogramme. „Alltag bei uns“, brachte es Büchereileiter Wolfgang Vogel auf den Punkt. Jeden Tag kommen Kinder und Jugendliche zum Lernen. „Zum Teil verabreden sich ganze Schülercliquen, um hier ihre Hausaufgaben zu machen.“ Bergkamens Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel zog den Kreis noch weiter: „In mehreren Projekten führen wir Kinder an Bücher heran – angefangen von Vorlesepaten bis hin zu einem Buchstabenprojekt, das sich an Kinder von null bis sechs Jahren richtet.“ Immer mit dem Schwerpunkt Integration.

Monika Bruner-Jetter war sichtlich beeindruckt, zumal ihr als gelernte Bibliothekarin das Thema ohnehin am Herzen liegt. Voll des Lobes fragte sie aber auch konkret nach den Wünschen des Teams und nach den Erwartungen an die Politik. „Verlässliche Rahmenbedingungen“ standen bei Wolfgang Vogelmann ganz oben auf der Wunschliste, „damit wir einen gewissen Standard an Personal und Medien anbieten können“.

Die Sorgen der Kulturreferentin gehen ebenfalls in diese Richtung: „Bisher haben wir tolle Modellprojekte ins Leben gerufen“, erklärt sie, „aber wenn irgendwann die Eigenmittel der Stadt fehlen, können wir für solche Projekte auch keine Landesmittel mehr abrufen“. Schon jetzt müsse sich die Bergkamener Bücherei „zur Decke strecken“, um den Bestand an Medien zu halten. Vor allem für Kinder und Jugendliche sei es aber wichtig, einen zeitgemäßen Bestand zu bieten, denn, so Schmidt-Apel: „Sie sind die Zukunft für die Bibliothek.“ Alle waren sich einig, dass heute der Zugang zum Buch über moderne Medien erfolge. ▪ mar

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