60 Lieferanten geprellt

Betrug mit Lebensmitteln: Großhändler aus Bergkamen muss ins Gefängnis

Ein Lebensmittelgroßhändler aus Bergkamen stand wegen betrügerischer Bestellungen vor dem Dortmunder Landgericht. Nun hat der Richter ein Urteil gefällt.

Hamm/Dortmund - Ein offenbar unbelehrbarer Wirtschaftsbetrüger ist vom Dortmunder Landgericht zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und fünf Monaten verurteilt worden. Nach längerem Leugnen hatte er letztlich doch zugegeben, über Monate über einen eigentlich insolventen Lebensmittelgroßhandel in Bergkamen palettenweise Nudeln, Fleisch, Wein und andere Güter für die Gastronomie bestellt zu haben.

Die Waren verkaufte er zur Hälfte des Einkaufspreises unter der Hand weiter, rund 60 Lieferanten schauten in die Röhre, sitzen bis heute auf ihren Forderungen. Den Gesamtschaden für die nicht gedeckten Großbestellungen beziffert das Gericht auf mehr als 600 000 Euro.

„Sie haben sich für besonders schlau gehalten“ charakterisierte der Vorsitzende Richter Thomas Beumer des Landgerichts in Dortmund die kriminelle Energie des skrupellosen Geschäftsmannes. Auch habe er wohl die Hartnäckigkeit der Justiz bei seinen Machenschaften unterschätzt.

Letztlich seien seine Betrügereien großen Stils aufgeflogen und nun auch sanktioniert worden. Der 41-Jährige ist mehrfach wegen gleich gelagerter Betrügereien und Steuerhinterziehung vorbestraft, stand während der kriminellen Großbestellungen unter laufender Bewährung. Mittlerweile sei er wegen der Rückforderungen und Prozesskosten finanziell sicherlich ruiniert, so Beumer. Das Urteil wurde noch im Gerichtssaal rechtskräftig.

Rubriklistenbild: © dpa

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