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„Demokratie stärken“ Sonntag Motto der Kundgebung gegen rechte Instrumentalisierung der Corona-Krise

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Von: Bernd Kröger

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Ein Zeichen gegen die Demokratiefeinde unter den Kritikern der Coronapolitik setzten etwa 100 Bergkamener vergangenen Sonntag. Am kommenden soll das erneut geschehen.
Ein Zeichen gegen die Demokratiefeinde unter den Kritikern der Coronapolitik setzten etwa 100 Bergkamener vergangenen Sonntag. Am kommenden soll das erneut geschehen. © Liesegang Markus

„Demokratie stärken“ lautet der Aufruf, mit dem Bergkamen ein weiteres Zeichen gegen Leugner der Corona-Gefahren und Rechtsextreme in deren Reihen setzen will. Der Arbeitskreis für Demokratie begegnet so am Sonntag ab 15 Uhr der Kundgebung gegen Coronamaßnahmen.

Bergkamen – Der wiederkehrende Auftritt von Demonstranten, die mit der Kritik an der Coronapolitik zu Teilen auch die staatliche Ordnung infrage stellen, lässt nun auch den „Arbeitskreis für Demokratie“ aktiv werden. Die städtische Institution gegen Extremismus, hervorgegangen aus dem „Arbeitskreis gegen Rechts“, ruft zur Kundgebung „Demokratie stärken“ auf.

Auf dem Platz vor der Sparkasse

Die Veranstaltung ist bei der Polizei für Sonntag ab 15 Uhr nach dem neuen NRW-Versammlungsrecht angezeigt, Treffpunkt ist der Platz vor der Sparkasse gegenüber dem Rathaus. Die in dem Arbeitskreis zusammengeschlossenen Ratsfraktionen, Vereine und Gruppen setzen damit einen Gegenpol zur parallelen Kundgebung „Coronamaßnahmen beenden“.

Anstoß von BürgerInnen gegen Rechts

Dieser Aufzug ist gleichfalls bei der Polizei angezeigt und nach den Beiträgen sympathisierender Kreise in einschlägigen Telegram-Gruppen eine Fortsetzung der Proteste vom vergangenen Sonntag. Dabei hatten die „BürgerInnen gegen Rechts“ Kamen/Bergkamen den Arbeitskreis in Zugzwang gesetzt: Die BgR würden diesmal keine Gegenveranstaltung organisieren, der Arbeitskreis werde aber doch sicher seine ureigenste Aufgabe erfüllen. Dieser öffentlich platzierten Erwartung mochte sich das lange Zeit nicht geforderte Gremium nicht entziehen.

Erste Sitzung Freitagnachmittag

Wie angekündigt, hat die Vorsitzende Manuela Veit (SPD) daraufhin eine Sitzung einberufen. Die war allerdings für den späten Freitagnachmittag terminiert. Im Vorfeld haben sich die Akteure aber darauf verständigt, am Sonntag ein Zeichen zu setzen und die Kundgebung anzuzeigen. Dass am vergangenen Sonntag die Kundgebung wohl auch mit Querdenkern und Rechtsextremen in den Reihen nicht ohne Widerspruch blieb, geht auf die spontane Initiative eines Grünen-Mitglieds zurück. Andreas Worch hatte diese kurzfristige Reaktion angeschoben, die Kundgebung angezeigt und gut 100 Verfechter der Demokratie mobilisiert.

Lob für Reaktion am Sonntag zuvor

„Hut ab. das war toll, wie er das hinbekommen hat“, lobte die Vorsitzende Veit diesen Einsatz. Sie hätte Worch gern zur Sitzung im Arbeitskreis begrüßte Der habe aber aus Termingründen absagen müssen. Dafür ist der Termin am Sonntag um 15 Uhr im Namen der Demokratie gesetzt. Für die gesamte Kundgebung herrscht nach Mitteilung der Veranstalter die Maskenpflicht, ein 3G-Nachweis sei erforderlich, wenn mehr als 750 Menschen Seite an Seite für die gemeinsame Sache einstehen.

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