Prozess im Dortmunder Landgericht

Vergewaltigung in Bergkamen: Zeugin hält Aussagen des Opfers für glaubhaft

+
Der Angeklagte, hier zusammen mit seinem Verteidiger Marco Ostmeyer, soll vergangenes Jahr zwei Frauen vergewaltigt haben.

Bergkamen/Dortmund – In welchem Zustand war eine heute 21-jährige Bergkamenerin direkt nach einer von ihr behaupteten Vergewaltigung? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Befragung einer Polizistin, die die junge Frau kurz nach dem angeblichen Tatgeschehen auf einer Wiese abseits der Werner Straße als erste befragt hatte.

Die junge Frau hatte sich am 11. August vergangenen Jahres nachts zu dem Haus eines befreundeten Ehepaars geflüchtet, von einem sexuellen Übergriff berichtet und von ihrer Zufluchtsstätte aus die Polizei alarmiert.

„Man hat gemerkt, dass sie aufgeregt war, sie zitterte und war schockiert“ erinnerte sich die Polizeibeamtin als Zeugin vor dem Dortmunder Landgericht. Insgesamt hätten ihre Angaben „glaubhaft und schlüssig“ gewirkt, auch wenn sie in Gegenwart ihrer Bekannten ein wenig „herumgedruckst“ habe und bei dieser ersten Befragung keine genauen Details genannt habe. Die junge Frau sei fassungslos gewesen über das Verhalten ihres Bekannten, das für ihn „absolut nicht typisch“ gewesen sei. Der 25-jährige Angeklagte war nach ihren Schilderungen ein guter Bekannter, mit dem sie öfters etwas unternommen habe, der aber nie aufdringlich geworden sei.

Tat unter Drogeneinfluss

Er habe nach dem gemeinsamen Rauchen eines Haschischjoints jedoch deutlich unter Drogeneinfluss gestanden, berichtete die junge Frau damals der Polizistin. Verteidiger Marco Ostmeyer hat drei Zeuginnen benannt, denen gegenüber das mutmaßliche Opfer erklärt haben soll, dass die sexuellen Handlungen einvernehmlich zwischen den jungen Leuten erfolgt seien.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der einschlägig vorbestrafte Angeklagte seine Bekannte unter vorgehaltener Rasierklinge in der Tatnacht auf der Wiese hinter der Werner Straße gewaltsam zum Sex gezwungen hat. Wenige Tage vor dieser angeklagten Tat soll er eine 16-jährige Schülerin in Kamen auf brutale Weise unter Todesdrohungen mehrfach auf äußert erniedrigende Weise vergewaltigt haben. Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare