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Freibäder in der Region lassen sich mit der Öffnung noch Zeit

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Von: Bernd Kröger, Nathalie Velten

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Das Wellenbad in Weddinghofen ist zu dieser Jahreszeit bei gutem Wetter normalerweise bereits gut besucht. In diesem Jahr müssen sich die Wasserfreunde noch etwas gedulden. © Szkudlarek

Wem es wegen Corona dieser Tage nicht zu kalt den Rücken runter läuft, der soll sich nach dem Willen der Landesregierung ab heute wieder in einem der Freibäder erfrischen dürfen. Die Hallenbäder bleiben vorerst geschlossen, für das Open-Air-Vergnügen gelten umfangreiche Hygienevorschriften. Das verlangt den Betreibern Einiges ab und gerät fürs Ehrenamt zu einer hohen Hürde.

Bergkamen/Kreis Unna – Auch wenn das idyllische Naturfreibad in Heil sonst in jeder Beziehung als Ausnahme gelten darf: Beim Coronaschutz ist es das nicht, wie Ordnungsdezernentin Christine Busch auf Anfrage der Redaktion mitteilte.

Sie steht mit den Ehrenamtlern vom Heiler Schwimmverein in Kontakt und hat dem Team um Ute Scheunemann den Katalog von Auflagen übermittelt. Nach Auskunft von Achim Rudolph arbeiten die Helfer schon fleißig an der Saisonvorbereitung, müssen aber noch entscheiden, ob sie Gäste einlassen. Das könne kaum vor Ende des Monats geschehen, sagte er. Der allgemeinen Regel folgend, dürfe auch hier nur ein Gast je zehn Quadratmeter Fläche in die Anlage.

Der Mindestabstand sei zu wahren, schon beim Anstehen an der Kasse, wo zudem jemand ein Auge darauf haben soll, ob ein Gast vielleicht Krankheitssymptome aufweist. Sich im Wasser das alten Lippearms und auf der Wiese aus dem Weg zu gehen, dürfte nicht so schwierig sein, so Busch. Bei der zu protokollierenden Reinigung und Desinfektion sei die Anforderung schon deutlich größer. Denn da geht’s nicht nur um virenfreie WCs, sondern auch ums Juristische. „Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Herausforderung nicht darin besteht, das alles zu organisieren“, skizzierte die Dezernentin, was den in der Haftung stehenden Vorstand umtreibt. „Es geht wohl mehr darum, sich mental der besonderen Situation zu stellen.“

Zunächst ist sowieso das Hygieneamt gefragt: Bevor sich jemand weiter den Kopf über das Für und Wider der Öffnung zerbrechen kann, muss erst einmal die Wasserqualität testiert sein. Heute sollen die Proben dafür gezogen werden, die Auswertung erfolgt auch nicht über Nacht.

Verzögerung der Freibadsaison in Bergkamen und Kamen

Verzögern wird sich der Start der Freibadsaison in Bergkamen und Kamen. Das gaben die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt. Ein Start werde frühestens Anfang Juni erfolgen. Ein individuelles Konzept pro Bad gemäß dem sogenannten „Maßnahmenplan Bäder“ muss erarbeitet werden, das es mit dem zuständigen Gesundheitsamt abzustimmen gilt. „Die späte Bekanntgabe der Auflagen und die zu treffenden Maßnahmen, die einen hohen Planungs- und Abstimmungsaufwand erfordern, machen den Saisonstart schwer abschätzbar“, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem werden die GSW laut Mitteilung die üblichen Hygieneproben entnehmen. „Da die Beprobung in der Regel zehn Tage dauert, kann erst einige Tage nach der Probeentnahme ein vorsichtiger Termin für den Saisonstart des jeweiligen Bades verkündet werden.“

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Auch das Freibad Süd in Hamm wird erst im Juni eröffnen. © Blossey

Hamm öffnet im Juni

Für die Freibäder in Hamm gibt es bereits einen festen Öffnungstermin. Auch hier dauert die Eröffnung aufgrund der umfangreichen Regeln noch eine Weile. Am 8. Juni öffnen gleichzeitig die beiden Freibäder in Berge und im Selbachpark und die Hallenbäder. Auch das Maximare startet dann wieder den Betrieb.

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