Betrugsmasche mit falscher E-Mail-Adresse

Strafbefehl wegen Ebay-Betrug - am Ende war der Angeklagte auch Opfer

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Mit einem Freispruch endete im Amtsgericht Kamen der Prozess gegen einen Bergkamener. Der 63-Jährige soll einen Ebay-Betrug begangen haben. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, beim Internetportal Ebay-Kleinanzeigen einen Rasenmähroboter für 750 Euro verkauft, das Geld auch kassiert, die Ware aber nicht abgeschickt zu haben.

Bergkamen/Kamen - Den Betrag soll er vom Online-Bezahldienst PayPal erhalten haben. Gegen den daraufhin gegen den Bergkamener ergangenen Strafbefehl über 1600 Euro Geldstrafe legte er Einspruch ein – am Ende mit Erfolg.

„Ich habe nie ein PayPal-Konto gehabt“, bestritt der Beschuldigte vor Gericht den Betrugsvorwurf. Auf ihn gekommen seien die Ermittler durch eine E-Mail-Adresse, bestehend aus einer Kombination des Namens des Angeklagten und der Endung gmx.de, erläuterte der Richter. „Ich hab bei Gmx gar keine Adresse“, hielt der Bergkamener dem entgegen. 

Er vermutete, jemand, der sein Geburtsdatum und seine Anschrift kennt, hatte seine Daten missbraucht. Davon ging schließlich auch der Richter aus. Bei PayPal hinterlassene Telefonnummern hatten Ermittler nach Berlin und Köln und zu Konten in den Niederlanden geführt. Das reichte letztlich für einen Freispruch. „Ich gehe davon aus, dass Sie nichts damit zu tun haben“, begründete der Richter seine Entscheidung.

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