Bergkamenerin sammelt Spenden für schwerkranke Nichte

Sofiya wartet weiter auf Stammzellentherapie

Tatjana Galwas sammelt Spenden für ihre Nichte Sofiya helfen.
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Tatjana Galwas hofft, dass eine Stammzellentherapie ihre Nichte retten kann

Bergkamen – Es sind keine guten Nachrichten, die die Bergkamenerin Tatjana Galwas von ihrer Nichte Sofiya erhält. Wie berichtet leidet die Zwölfjährige an einer akuten myeloischen Leukämie und wartet in einem Istanbuler Krankenhaus auf eine Stammzellenspende. Ehe die Ärzte diesen Eingriff durchführen können, müssen sie allerdings erst die Pilzinfektion in den Griff bekommen, die die Lunge des Mädchens befallen hat.

Von einer zunächst angedachten Operation, bei der ein Teil der Lunge entfernt worden wäre, haben die Ärzte inzwischen abgeraten. „Die Lunge ist zu großflächig von der Pilzinfektion betroffen, um noch Teile davon entfernen zu können“, berichtet Galwas. Zudem sei das Immunsystem des Kindes zu schwach. „Es wäre nicht sicher gewesen, ob sie die OP übersteht.“ Thorax und Lunge zu öffnen, wäre zu risikoreich.

Hinzu komme, dass ihre Nichte eine Blutvergiftung bekommen habe. „Darum haben die Ärzte ihr erst einmal den Port entfernt, durch den sie die Chemotherapie bekommen hat, um auszuschließen, dass die Blutvergiftung dadurch entstanden ist.“ Die Chemotherapie laufe derzeit nur ganz oberflächlich, damit die Krebszellen sich nicht zu rasch vermehren.

Der geschwächte Körper muss gegen Pilzinfektion kämpfen

Aktuell versuchen die Mediziner, das Immunsystem des Kindes zu stärken, damit der Körper effektiver gegen die Pilzinfektion kämpfen kann. Helfen sollen dabei neben Bluttransfusionen Medikamente, die Galwas aus Deutschland nach Istanbul geschickt hat.

Sofiya halte sich sehr tapfer, erzählt ihre Tante. „Ihre Mutter ist die ganze Zeit bei ihr, das ist viel wert“, sagt sie. Es sei bewundernswert, wie die Zwölfjährige die Situation meistere und auch ihre Mutter aufheitere. Für die Familie indes geht das Hoffen und Bangen weiter. „Dadurch, dass das Hauptproblem immer noch nicht angegangen werden kann, steigen die Kosten für die Behandlung natürlich weiter“, bedauert Galwas.

Dabei hätte die Familie durch zahlreiche Spenden die Stammzellentherapie inzwischen finanzieren können – würde die Behandlung der Lunge sich nicht immer weiter in die Länge ziehen. „Wir sind unglaublich dankbar für die ganze Unterstützung, die wir bekommen haben“, so Galwas.

Spendenkonto: Ev. Kirchenkreis Unna, KD-Bank, IBAN: DE 17 35 06 01 90 20 11 49 80 11, BIC: GENODED1DKD, Verwendungszweck: Spende für Sofiya

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