Bergkamenerin beleidigt und bedroht Polizistin

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Vor dem Amtsgericht in Kamen musste sich die Bergkamenerin nun verantworten.

Bergkamen/Kamen - Die Bewohnerin eines Hauses in Bergkamen konnte in der Nacht des 20. April die laute Musik ihrer Nachbarin einfach nicht mehr ertragen. Also rief sie die Polizei. Die Beamten mussten auch nicht lange nach dem Ort des Geschehens suchen. Er kündigte sich bereits zwei Häuser vorher lautstark an. Vor Ort angekommen, konnten die Beamten wegen des Lärms nicht einmal mehr miteinander reden. So schilderte eine Polizistin jetzt im Amtsgericht Kamen die damalige Situation. Die Ruhestörerin musste sich dort wegen Beleidigung verantworten.

Aufgrund der Musik konnte die Frau weder das Klingeln noch das Klopfen oder Rufe der Beamten hören. Ein Polizist machte daraufhin kurzen Prozess und drehte die Sicherung heraus. Die Angeklagte und zwei männliche Gäste erschienen in der Tür. Als die Polizistin die Personalien der Frau überprüfen wollte, gab es statt des Ausweises die Beleidigung „Fotze“ in Dauerschleife. 

Dann, so die Beamtin im Zeugenstand, habe sich die 28-Jährige damit gebrüstet, bei einem früheren Einsatz wegen Widerstandshandlungen eine Polizistin gebissen zu haben. „Sie würde es auch gerne bei mir machen, hat sie gesagt“, so die Zeugin. Die Bergkamenerin sei zunehmend aggressiver geworden. Einer der Gäste habe sie gerade noch so festhalten können. 

28-Jährige zeigt sich reumütig

„Ich war volltrunken. Ich weiß auch gar nichts mehr. Aber der Alkohol soll es nicht entschuldigen. Es war ein Unding, was ich da gemacht habe, und es tut mir leid“, erklärte die Angeklagte. Auch bei der Polizistin entschuldigte sie sich noch einmal persönlich. 

Das sprach bei der Urteilsfindung für die 28-Jährige. Gegen sie sprachen allerdings die einschlägige Vorstrafe und eine weitere Verurteilung wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln. Der Richter verhängte schließlich eine Bewährungsstrafe von vier Monaten. Als Auflage muss die Bergkamenerin 360 Euro an die Gerichtskasse zahlen – für sie als Hartz-IV-Empfängerin eine spürbare Sanktion.

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