Bergkamener Testzentrum am Häupenweg nimmt Arbeit auf

Nur mit Mailadresse zum Test

Corona-Testzentrum am Häupenweg in Bergkamen
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Nach 15 Minuten sollen die Ergebnisse der Tests vorliegen, die unter anderem von Timm und Jana Aichele am Häupenweg durchgeführt werden. Die Getesteten werden per E-Mail über ihr Ergebnis informiert.

Bergkamen – Auf dem Wellenbad-Parkplatz am Häupenweg werden seit Freitag Corona-Schnelltests durchgeführt. Über 100 Menschen haben dieses Angebot am ersten Tag bereits in Anspruch genommen, weil sie sich vorher über das Internet einen Termin besorgt hatten.

Schon vor der Eröffnung schauten am Vormittag immer wieder Bergkamener vorbei, um sich vor Ort zu informieren, wie sie spontan Termin erhalten können. Doch ohne ein Smartphone oder einen PC gibt es bei diesem Angebot keine Chance. Denn Internetanschluss und eine E-Mail-Adresse müssen vorhanden sein, um sich im neuen Schnelltest-Center untersuchen zu lassen. „Wir können keine Ausnahmen machen, denn ein schneller Ablauf der Tests lässt sich sonst nicht organisieren“, erklärt David Timm von der Firma Covi Medical GmbH aus Dillenburg. Er verweist darauf, dass alternativ Angebote von Apotheken bestünden, die teils auch telefonisch Termine vergäben.

Dies ist am Häupenweg nicht möglich, denn der Ablauf an dem 30 Quadratmeter großen Doppelcontainer ist strikt geregelt. Am ersten Fenster wird die Anmeldung mit dem dabei übermittelten Barcode samt Personalausweis überprüft, bevor am zweiten Fenster mittels Mund-Nasen-Abstrich ermittelt wird, ob eine Corona-Infektion vorliegt. „Danach gehen die Menschen nach Hause und bekommen innerhalb von 15 Minuten ihr Ergebnis online mitgeteilt“, so Timm.

Tägliche Eröffnungen

Der 32-Jährige hat vor zwei Wochen schon ein Testcenter in Werne mit verschiedenen örtlichen Kooperationspartnern eröffnet. Auf dem dortigen Parkplatz am Solebad sind sogar Drive Through-Testungen möglich, bei denen die Testwilligen im Auto sitzenbleiben können. Dies sei für Bergkamen noch nicht geplant. „Wir müssen erst einmal sehen, wie das anläuft. Wir können grundsätzlich den Container auch umbauen, damit wir zwei Wartelinien anbieten können“, sagt der Mainzer. Er kümmert sich um die Entwicklung des erst im Dezember gegründeten Unternehmens und damit um die derzeit nahezu täglich anstehenden Eröffnungen.

Die Teststation in Kooperation mit der Stadt Bergkamen ist binnen einer Woche realisiert worden. Erst am Freitag vergangener Woche habe die Ortsbesichtigung stattgefunden, erklärt Timm. „Wir wollten eine Öffnung vor Ostern möglich machen, weil es für viele Menschen wichtig ist, sich vor den Feiertagen noch einmal testen zu lassen. Da werden wir dann wohl auch an unsere Kapazitätsgrenzen kommen. Aber wir können dafür nicht extra zehn Leute mehr einstellen, denn in einer Stadt von knapp 50 000 Einwohnern gehen wir von maximal 300 Tests am Tag aus.“

Timm spricht aus Erfahrung, immerhin hat er bereits persönlich 30 Testcenter eröffnet, insgesamt bietet Covi Medical bereits in 60 Kommunen die vom Bund bezahlten Bürgertestungen an.

Vierköpfiges Team am Start

Getestet wird mit einem eigenen Team aus der Region, welches über eine Personalfirma gestellt wird. Am Donnerstag nahmen die künftigen Tester in Unna noch an einer Schulung teil, bei der auch Personal für die neuen Center in Unna und Schwerte auf ihre Aufgaben vorbereitet worden sind.

In Bergkamen geht zunächst einmal ein vierköpfiges Team an den Start. „Wir müssen zusehen, dass wir wirtschaftlich arbeiten“, unterstreicht Timm. Dafür sind nach seiner Rechnung pro Tag mindestens 100 Testungen nötig. Rund 6000 Euro fallen für eine dreimonatige Miete samt Einrichtung sowie dem Auf- und Abbau der Container an. Im absoluten Höchstfall sind in dem Duo-Container Wellenbadparkplatz bis zu 1000 Tests möglich. „Mit einem solchen Ansturm rechnen wir in Bergkamen jedoch nicht“, sagt Timm.

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