Schulen kehren zum Distanzunterricht zurück

„Die logische Konsequenz aus dem Infektionsgeschehen“

Jennifer Lach, Schulleiterin der Willy-Brandt-Gesamtschule
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Jennifer Lach, Schulleiterin der Willy-Brandt-Gesamtschule, ist nicht überrascht von der Reaktion des Schulministeriums.

Bergkamen – Die Schulen bleiben in der kommenden Woche größtenteils geschlossen. Schüler der Abschlussjahrgänge haben Präsenzunterricht, für alle anderen steht erneut Distanzunterricht an. Überraschend ist das nicht.

„Das war ob des Infektionsgeschehens vorauszusehen und es ist die logische Konsequenz“, findet Dr. Jennifer Lach, Schulleiterin an der Willy-Brandt-Gesamtschule. Ihre Kollegin am Gymnasium, Bärbel Heidenreich, betont: „Mich überrascht in diesem Zusammenhang gar nichts mehr.“ Ärgerlich sei es aber, dass die Schulen wieder vor die Situation gestellt würden, in der sie in kürzester Zeit ihre Pläne revidieren und neu aufstellen müssten.

Wenn die Schüler der Abschlussjahrgänge am Montag zum Präsenzunterricht kommen, erwartet sie als erstes ein Coronatest. Ob direkt am Mittwoch der zweite folgt, muss sich an beiden Schulen noch zeigen. „Bisher haben wir 925 Schnelltests geschickt bekommen“, so Lach. Eine weitere Lieferung solle am heutigen Samstag eintreffen. Auch am Gymnasium reichen die Tests auf jeden Fall für den Montag, weil noch Tests von vor den Osterferien übrig sind. „Die neuen Tests müssen erst noch hier ankommen“, sagt Heidenreich.

Testverweigerer müssen draußen bleiben

Wie genau die Coronatests vonstatten gehen sollen, diskutierte der Lehrerrat an der Gesamtschule gestern noch. Klar ist allerdings: Testverweigerer dürfen nicht in die Schulen. Vor den Osterferien war das anders. „Da war der Präsenz- hochwertiger als der Distanzunterricht eingestuft und es gab keine Testpflicht“, erklärt Lach.

Nun sind die Tests Pflicht und das Schulministerium bezieht Stellung, wie es auf den Internetseiten der Schulen nachzulesen beziehungsweise verlinkt ist: „Alternativ möglich [ist], die negative Testung durch eine Teststelle nachzuweisen (Bürgertest), die höchstens 48 Stunden zurückliegt. Schülerinnen und Schüler, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.“

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