42-Jähriger Bergkamener 

Eine Fahrt ohne Führerschein bringt ihn beinahe ins Gefängnis 

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Seinen Führerschein hätte der Bergkamener laut eigenen Angaben längst zurück haben können, hätte er sich ernsthaft darum bemüht.

Ein elffach vorbestrafter Bergkamener musste sich wegen einer Fahrt ohne Fahrerlaubnis vor dem Amtsgericht verantworten. Dabei entging er dem Gefängnis nur knapp.

Bergkamen/Kamen – „Bis jetzt haben Sie Glück gehabt, immer Geldstrafen“, stellte der Richter im Amtsgericht Kamen mit Blick auf elf Vorstrafen, die ein Angeklagter aus Bergkamen mitbrachte, fest.

Bisher hatte sich der 42-Jährige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Betruges, Bedrohung und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz strafbar gemacht. Dieses Mal saß der Bergkamener wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis auf der Anklagebank.

Obwohl er seine Fahrerlaubnis 2017 verloren hatte, hatte er am 23. Januar den Wagen seiner damaligen Freundin genommen und war damit losgefahren. Weit kam er jedoch nicht. Nach ein paar Metern geriet der Mann in eine allgemeine Verkehrskontrolle.

Dabei kam heraus, dass der Angeklagte nicht hätte fahren dürfen. Im Gericht stellte er als erstes klar, dass seine Freundin nicht gewusst habe, dass er seine Fahrerlaubnis verloren hatte. Am besagten Tag hätte er verschlafen.

Weil er aber schnell zur Bahn gemusst habe, um damit in die Niederlande zu einer wichtigen Weiterbildung zu fahren, habe er kurzerhand den Wagen genommen. Warum er denn seine Fahrerlaubnis nicht längst zurück habe, wollte der Richter wissen. Nun, so der Angeklagte, er habe sich so an Bus und Bahn gewöhnt, dass er sich einfach noch gar nicht um die Fahrerlaubnis gekümmert habe.

Die verbotene, wenn auch nur kurze Fahrt kam den Bergkamener am Ende teuer zu stehen. Der Vorsitzende verurteilte den 42-Jährigen zu vier Monaten Haft. Weil es sich, wie eingangs erwähnt, um die erste Gefängnisstrafe handelte, stellte der Richter sie zur Bewährung aus.

Als Auflage muss der Angeklagte 500 Euro an die Gerichtszahlkasse in Kamen zahlen. Außerdem sollte er innerhalb von drei Jahren keine weiteren Straftaten mehr begehen. Sonst drohe der Widerruf der Bewährung, wurde der Richter zum Schluss noch einmal deutlich.

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