Bergkamener haken bei L821n skeptisch nach

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Frank Hausendorf weist die Oberadener in die Bauplanung ein.

Bergkamen - Bei der zweiten Bürgersprechstunde von Straßen.NRW zur L821n wurde erneut viel Kritik an der Bauarbeiten geübt. 

Einige waren noch immer in ihrer Leuchtweste mit der Aufschrift „L821 N - Nein!“ angerückt, um ihren Standpunkt zu untermauern. Doch am Bau der Umgehungsstraße werden die Proteste vermutlich nichts mehr ändern. Trotzdem stellten sich die Vertreter von Straßen.NRW bei der zweiten Sprechstunde im Baucontainer an der Lünener Straße den kritischen Rückfragen der Bergkamener.

Rund 30 Anwohner und Interessierte waren zur Sprechstunde gekommen. Die angesprochenen Themen reichten von Lärmschutz bis hin zu geplanten landwirtschaftlichen Ausgleichsflächen. In der Nähe des Friedhofs plant Straßen.NRW nämlich eine dichte Strauchbepflanzung, Begrünungen von Böschungen und eine Aufforstung mit bodenbeständigem Laubgehölz. 

Der Friedhof selbst wurde auch zur Zielscheibe zahlreicher Fragen. Denn im Zuge des Bauvorhabens wird der Friedhofsweg abgeschnitten, was der Mehrheit nicht behagt. Auch Heinrich Hüsing nicht. Der Bergkamener befürchtet vor allem eine Gefährdung für Schüler durch mangelnde Alternativwege. „Den Vorschlag nehmen wir mit, wenn es um die spätere Beschilderung geht“, sagte Melanie Nölke, Abteilungsleiterin Bau von Straßen.NRW, und verwies auf die fachmännisch überprüfte Verkehrssicherheit. 

Eine Ampel oder einen Zebrastreifen werde es jedoch nicht geben, so Nölke. Zum Abschluss brannte Heinrich Hüsing noch eine Frage auf der Zunge: „Warum findet diese Sprechstunde denn nicht vorher statt, sondern erst dann, wenn es eh nicht mehr zu ändern ist?“ So werde jedes Argument weggewischt mit den Worten, dass es bereits richterlich entschlossen sei. 

Das Plenum stimmte zu, Projektleiter Frank Hausendorf wich aus: „Wir sind auch nur ein ausführendes Organ“, erklärte Hausendorf und sagte weiter: „Wir sind aber lernbereit. Und nehmen die Anregungen bei Verbesserungsbedarf für kommende Projekte auf.“

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