„1. Bergkamener Classic Ausfahrt“ mit zahlreichen Teilnehmern

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Bürgermeister Roland Schäfer schwenkte bei der „1. Bergkamener Classic Ausfahrt“ die Startflagge für alle Fahrer.

Bergkamen - Heiße Karren und coole Typen – beides fanden Besucher am Samstag auf dem Markt zu Hauf. Denn von dort aus war die „1. Bergkamener Classic Ausfahrt“ gestartet. Die Route führte durch die Umgebung, das Ziel lag in Hamm, doch bis die Fahrer dort angekommen waren, warteten einige Herausforderungen auf sie.

Der Opel Kadett C von Daniel Uschok glänzt in einem dunklen Grün-Ton. Neu ist der Wagen nicht mehr, im Gegenteil. Das 1978 vom Stapel gelaufene Fahrzeug ist ein Oldtimer, sowie fast alle Wagen, die am Samstag zur Classic Ausfahrt auf dem Marktplatz erschienen sind. Warum es gerade der Opel sein musste, das kann Uschok leicht erklären: „Es ist mein erstes Auto gewesen.“ Der war natürlich nicht renntauglich, ganz anders als sein aktueller Kadett. Wirklich praktisch sei das zwar nicht, mache aber dafür umso mehr Spaß. „Im Alltag fahre ich den Wagen nicht, dafür sind Reifen und Federung zu hart. Das kann dann schnell in den Rücken gehen.“ 

Die Fahrt durch Bergkamen und das Umland ist die erste ihrer Art, die die „Motorsportfreunde Overberge im ADAC“ veranstalten. Damit die auch ein Erfolg wird, haben sich eine Vielzahl von Helfern gefunden, die den Verein unterstützt haben. „Und das war auch bitter nötig“, meint der erste Vorsitzende Ulrich Buschmann. „Die Planung und Vorbereitung eines solchen Events ist sehr zeitaufwendig. Ohne die vielen Helfer hätten wir das nur sehr schwer stemmen können.“ 

Auch Jürgen Dreews, am Steuer, und Jürgen Nefrin nahmen mit ihrem Fiat 500 an der Ausfahrt teil.

Vor allem in den vergangenen sechs bis acht Wochen hätten sie die Arbeit intensiviert, so Buschmann. So bekommt am Samstag jedes Team eine Mappe mit Kartenmaterial für die gesamte Strecke und den einzelnen Orientierungsaufgaben. Die Strecke an sich ist nicht so schwierig auszumachen, auf einer durchsichtigen Folie ist sie eingetragen. So muss der Beifahrer nur die Folie korrekt auf die gedruckte Karte legen. 

Schwieriger wird es bei den Orientierungsaufgaben. Hier gilt es, die vorgegebenen Streckenabschnitte genau so zu befahren, wie es durch Pfeile und Striche – die sogenannten „Chinesenzeichen“ – vorgegeben wird. Nun könnte man glauben, dass es keinen Unterschied machen würde, wenn sich die Fahrer nicht genau an die Vorgaben hielten, schließlich könne der Veranstalter sie nicht kontrollieren. 

Strecke beträgt rund 100 Kilometer

Doch das stimmt so nicht. An einigen Stellen gibt es bemannte Kontrollstationen, an denen die Teilnehmer einen Stempel bekommen. Und auch dort, wo niemand das Geschehen beobachtet, ist für eine Kontrolle gesorgt. „Baumaffen“, Kontrolltafeln mit Buchstaben oder Zahlen darauf, sind taktisch postiert. Eingetragen in eine Karte oder eben nicht, geben sie sofort Aufschluss darüber, ob das Team sich an die Vorgaben gehalten hat. 

Die Fahrer starten zeitversetzt, die Startflagge schwingt dabei Bürgermeister Roland Schäfer. Neben dem Kadett geht sogar noch ein zweiter historischer Opel an den Start. Der Ascona C stammt aus den 80er Jahren, Uwe Hermans bemannt ihn mit Bruder Heiko. Warum ein Ascona C? Die Frage kann Hermans leicht beantworten: „Ich habe 1982 bei Opel gelernt, der Wagen erinnert mich an diese schöne Zeit.“ Jürgen Dreews, mit zwei „E“ und damit nicht der Musiker, hat seinen Fiat 500 mitgebracht, Thomas und Kirsten Eulenstein sitzen im Mustang. 

Etwa fünf Stunden brauchen die Fahrer für die rund 100 Kilometer, das Ziel ist Hof Keitmann in Hamm-Lerche. Pokale gibt es für die Sieger der einzelnen Fahrzeugklassen, doch darauf scheint es niemand wirklich abgesehen zu haben – dabei sein ist alles.

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