Im Prozess um mutmaßlichen Doppelvergewaltiger: Zeugin hält Opfer für glaubwürdig

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Der Angeklagte, hier zusammen mit seinem Verteidiger Marco Ostmeyer, soll im Sommer 2019 zwei junge Frauen vergewaltigt haben.

Im Dortmunder Landgerichtsprozess um einen mutmaßlichen Doppelvergewaltiger aus Bergkamen hat eine Zeugin beteuert, dass sie die Angaben der zur Tatzeit 16-Jährigen für absolut glaubwürdig hält. Die 19-Jährige war zur Tatzeit eng mit dem Mädchen befreundet, das laut Staatsanwaltschaft in der Nacht zum 9. August vergangenen Jahres im Kamener Ostpark von einem Unbekannten vergewaltigt wurde.

Bergkamen/Dortmund – Die Zeugin schilderte am gestrigen Verhandlungstag, wie ihre Freundin eines Nachts völlig aufgelöst und verängstigt vor ihrer Wohnungstür gestanden und bei ihr übernachtet habe. Erst am Morgen habe sie ihr dann berichtet, dass sie von einem ihr bis dahin unbekannten Mann vergewaltigt worden sei. Gemeinsam sei man dann zur Polizei gegangen und habe Anzeige erstattet. Zwischenzeitlich sei durch soziale Medien bekannt geworden, dass dieser junge Mann wenige Tage nach dem mutmaßlichen Gewaltgeschehen in Kamen eine weitere Frau in Bergkamen vergewaltigt haben könnte.

Auf die Frage des Gerichts, ob sie den Darstellungen ihrer Freundin glaube, beteuerte die Zeugin: „Ich glaube ihr voll und ganz! Zu einhundert Prozent!“ Bewundert habe sie ihre Freundin nach dem von ihr geschilderten brutalen sexuellen Übergriff: „Ich war fasziniert, wie normal sie geblieben war. Ich hätte durchaus damit gerechnet, dass sie sich das Leben nimmt!“ Kein schlechtes Wort über den Angeklagten verlor eine frühere Bekannte, die ebenfalls gestern im Zeugenstand Platz nahm. Sie schilderte den Bergkamener als einen stets hilfsbereiten Freund, der in ihrer Gegenwart niemals aggressiv geworden sei. Allerdings habe sie nichts von seinem Gefängnisaufenthalt wegen einer Vergewaltigung gewusst. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt.

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