Ärger in JVA für geständigen Vergewaltiger

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Der geständige Täter neben seinem Verteidiger.

Der Bergkamener, der wegen Vergewaltigung einer 15-jährigen Schülerin vor dem Dortmunder Landgericht steht, hat nach Angaben seines Verteidigers massiven Ärger mit Mitgefangenen. Dies erklärte der Anwalt am gestrigen Verhandlungstag.

Bergkamen/Dortmund – Seit seiner Festnahme im Juli vergangenen Jahres saß der 33-Jährige in Untersuchungshaft in der JVA Dortmund. Hier haben andere Inhaftierte offenbar herausbekommen, welch brutale sexuelle Übergriffe auf die 15-Jährige und eine junge Frau in Kamen er begangen und eingestanden hat.

Bereits während des Prozesses war der Mann zu einem Verhandlungstag mit einem blauen Auge erschienen, war gerüchteweise hinter Gittern verprügelt worden. Die Anstaltsleitung fürchtet nun um die Gesundheit des Sextäters, hat ihn mit unbekannter Adresse in eine andere Haftanstalt verlegen lassen.

Auch hier wird er aus Sicherheitsgründen nicht lange bleiben, immer wieder seinen Koffer in der Haftzelle packen müssen und in eine andere JVA in Nordrhein-Westfalen gebracht werden. Verteidiger Axel von Irmer wird über seine Kanzleiadresse seine Gerichtspost in Empfang nehmen, seinem Mandanten ins Gefängnis hinein nur neutral schreiben und einschlägige Worte wie Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe vermeiden. Es könne ja sein, so der Verteidiger, dass Mitgefangene die Anwaltspost in die Hände bekämen. Offenbar in der derzeitigen allgemeinen Debatte um sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung ein zu großes Sicherheitsrisiko für den geständigen Bergkamener.

Er hatte nach anfänglichem Leugnen zugegeben, die ihm unbekannte 15-jährige Schülerin auf dem Nachhauseweg zum Elternhaus zusammen geschlagen und hinter einen Bahndamm verschleppt zu haben. Dort vergewaltigte er das schwer verletzte Mädchen, die nach dem Gutachten einer Rechtsmedizinerin in akuter Lebensgefahr schwebte. Mitangeklagt ist ein brutaler sexueller Übergriff auf eine junge Frau vom Juli 2012, der erst durch die Ermittlungsarbeiten der Polizei nach der Vergewaltigung der Schülerin aufgeklärt werden konnte. Der Prozess wird am 6. Juli fortgesetzt.

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