UKBS zeigt Interesse

Pläne für seniorengerechtes Wohnen auf dem Rünther Marktplatz

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Die Rünther SPD-Politiker hatten den UKBS-Geschäftführer Matthias Fischer zum Ortstermin geladen: (von links) Ratsherr Hartmut Ramin, Ratsfrau Eva Knöfel, Monika Wernau, Matthias Fischer, Angelika Chur und Klaus Kuhlmann.

Rünthe – Das Interesse der Unnaer Kreis-, Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) an der Fläche des Rünther Marktplatzes ist vorhanden – solange die Kosten eines Erwerbs und der notwendigen Altlastensanierung wirtschaftlich bleiben, sagt Geschäftsführer Matthias Fischer offen und ehrlich. Vertreter des Sozialausschusses um Monika Wernau (SPD) und Ortsvorsteher Klaus Kuhlmann sowie Kreistagsmitglied Angelika Chur hatten Fischer nun zum Ortstermin gebeten, denn die kommunale Altenhilfeplanung und die Frage, wie Leute im Quartier bleiben können, treibt alle um.

Die Pläne für den Kiwitt-Park lassen sich auf der Fläche des Rünther Marktplatzes nicht realisieren. Sie ist zu klein. „Aber wir haben andere Bauvorhaben, die hier möglich wären“, sagt Fischer. Eins zu eins übernommen werden könnte ein Wohnprojekt, das in Fröndenberg-Ardey umgesetzt wurde. Von dem schwärmt Angelika Chur seit einer Besichtigung vor knapp zwei Jahren – und auch Fischer bestätigt, dass dieses Modell für Rünthe eine Möglichkeit wäre.

In Ardey wurden zwei Häuser gebaut, mit 26 Wohnungen zwischen 50 und 87 Quadratmetern Größe. Zudem wurde ein ehemaliges Gemeindehaus zu Arztpraxen sowie einem Raum für Vereine und private Feiern umgebaut. I-Tüpfelchen ist ein von Bürgern selbst betriebenes Café.

„Barriererfreier und bezahlbarer Wohnraum“, das schwebt den Sozialausschuss-Mitgliedern vor allem vor. „Es gibt einen Mangel an altersgerechten Wohnungen in Rünthe“, bestätigen Chur, Wernau und Kuhlmann unisono. Die alten Zechenhäuser würden im Alter zu groß, der Garten mache zu viel Arbeit, die Treppen seien zu steil. „Aber zwei von drei Senioren möchten in ihrem Umfeld bleiben – da alt werden, wo sie immer gewohnt haben“, sagt Chur. Für senioren- und behindertengerechtes Wohnen sei die Fläche des Marktplatzes ideal, warben die Rünther Politiker für ihren Marktplatz um die Gunst des UKBS-Geschäftsführers.

Ärztehäuser, Kirchengemeinden mit ihren Angeboten, Einkaufsmöglichkeiten und sogar das Pflegeheim lägen im direkten Umfeld. „Die Lage ist gut“, unterstrich auch Fischer. „Aber wir sind leider nicht der Eigentümer.“ Doch wenn man es würde, und bis geschmiedete Pläne dann umgesetzt werden könnten, wäre es in jedem Fall 2022. „Vorher haben wir keine Kapazitäten“, so Fischer.

Diskussion

Für den 18. März wurde Fischer auch vom Aktionskreis Wohnen und Leben um Karl-Heinz Röcher eingeladen. Der Aktionskreis möchte bei einer Diskussionsveranstaltung ab 19 Uhr in der Mensa der Regenbogenschule die Zukunft des Marktplatzes und die Vorstellungen der Bürger thematisieren. Titel der Veranstaltung: „Mit der UKBS bauen.“

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