Experten-Gespräch

Gutachter trifft Stadt: Gibt es jetzt Hoffnung für die Bewohner der Töddinghauser Straße?

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Vor knapp zwei Monaten wurden die Gebäude geräumt.

Bergkamen – Für die Bewohner der geräumten Wohnhäuser an der Töddinghauser Straße wird es am Horizont wieder hell. In einem vierstündigen Experten-Gespräch im Rathaus wurden am Montag technische Details und erste Handlungsmöglichkeiten geklärt.

Das gemeinsame Ziel aller, so erklärten die Beteiligten am Tag danach übereinstimmend, sei es gewesen, die Hausbewohner schnellstmöglich wieder zurück in ihre Wohnungen zu bringen. „Es war ein sehr konstruktives Gespräch – und die lange Zeitspanne macht deutlich, dass es auch sehr intensiv gewesen ist“, erklärte Bergkamens Erster Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters, der in dem Gespräch nach eigenen Angaben als Moderator fungierte. 

Teilgenommen hatten an der Expertenrunde Mitarbeiter der Bauverwaltung, der Brandschutzdienststelle des Kreises Unna und Feuerwehrleute auf der einen sowie Eigentümer, Beiratsvertreter und der von 26 Eigentümern beauftragten private Brandschutzsachverständige Thomas Albrecht auf der anderen Seite. 

Gutachter zufrieden mit Gespräch

„Das Gespräch verlief mehr als nur positiv“, urteilte Albrecht. „Verschiedene Dinge konnten bereits konkret abgestimmt werden.“ 

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Auch Peters sprach von einem „sehr konstruktiven Dialog“, in dem „technische Details und erste Handlungsmöglichkeiten“ erörtert worden seien. „Dass in den Gebäuden Mängel bestehen, bestreitet niemand, auch Herr Albrecht nicht“, erklärte Peters. Doch denen könne man beikommen, so der erste Beigeordnete. 

Wie geht es nun weiter?

Kurzfristig erwartet Peters nun von Albrecht ein genaues Sanierungskonzept, das beim Kreis Unna und auch der Stadt Bergkamen eingereicht werden müsse. Albrecht will das im Laufe dieser Woche erstellen. „Entsprechend kurzfristig soll dann auch die behördliche Prüfung der Unterlagen erfolgen“, sicherte Peters zu. 

Bei der nächsten Eigentümer-Versammlung müssen dann die entsprechenden Weichen für Handlungen gestellt werden. Ein Wiedereinzug der Bewohner ist allerdings nicht nur von der Umsetzung des Konzeptes abhängig, sondern auch von einer neuerlichen Begehung und sozusagen Schlussabnahme durch die städtische Bauaufsicht, die Brandschutzdienststelle des Kreises Unna und die Feuerwehr.

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