Vorm Döner-Laden

Unter Drohungen: Tierquäler tritt Hund mit Arbeitsschuhen und malträtiert ihn mit Kette - Polizistin wird Zeugin

Ein Hund in einem Auto
+
Ein Mann hat vor einem Dönerladen seinen Hund malträtiert.

Der Mann hatte schon Menschen verletzt und anderes auf dem Kerbholz. Da gab‘s nach 14 Vorstrafen kein Pardon für die Misshandlung des Hundes: sechs Monate Knast.

Bergkamen/Kamen – Der 21. Mai war ein heißer Tag, um die 40 Grad. Ein Mann war mit seinem Hund zum Heider Weg nach Bergkamen unterwegs, um sich am Dönerstand etwas zu essen zu besorgen. Der Besuch am Imbiss brachte dem 32-Jährigen am Ende nicht nur einen vollen Magen, sondern auch einen Platz auf der Anklagebank des Amtsgerichts Kamen ein. Dort wurde er wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu sechs Monaten Haft verurteilt.

Zunge ins Maul des Tieres gesteckt

Zeitgleich mit dem Angeklagten befand sich am Tattag eine Polizistin außer Dienst an dem Imbiss. Da der Bergkamener seinen etwa kniehohen Hund an einer massiven Kette führte, wurde die 42-Jährige auf ihn aufmerksam. Am Dönerstand versetzte der Angeklagte dem Tier unvermittelt einen kräftigen Tritt gegen die Rippen. Und zwar mit Arbeitsschuhen, wie die Polizistin im Zeugenstand berichtete. Anschließend habe der Mann die Kette auf den Hals des Hundes fallen lassen, ihm angedroht, ihn später zwei Stunden lang auf dem Balkon der prallen Sonne auszusetzen, ihm Finger ins Gesicht gedrückt und ihm seine Zunge ins Ohr gesteckt. Nachdem er bemerkt hatte, dass die Frau ihn beobachtete, habe er noch seine Zunge in das Maul des Hundes gesteckt und die Zeugin beleidigt.

Richter schenkte Unschuldsbeteuerung keinen Glauben

Der 32-Jährige stritt den Vorwurf des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ab. Er habe seinem Vierbeiner lediglich den Befehl gegeben, „sitz“ zu machen. Mehr habe er nicht getan. Doch die Polizistin schilderte detailliert und nachvollziehbar, was aus ihrer Sicht wirklich am Tag geschehen war. Das legte der Richter als Wahrheit zugrunde und verurteilte den bereits 14-fach, auch wegen Körperverletzung vorbestraften Bergkamener.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare