Aktionskreis Wohnen und Leben

Stele für den Bergbau abgelehnt

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Karlheinz Röcher und Rainer Schmidt vom Aktionskreis Leben und Wohnen in Bergkamen.

Bergkamen – Eine Art Mahnmal, das auf die negativen Folgen des Bergbaus aufmerksam macht, hatte sich der Aktionskreis Wohnen und Leben in Bergkamen für ihre Stadt gewünscht, doch der Bürgerantrag wurde im Haupt- und Finanzausschuss abgelehnt.

Die Stadt Bergkamen sollte für die Stele nur ein städtisches Grundstück freigeben, das Bauwerk selbst sollte nach dem Plan des Aktionskreises von und auf Kosten der RAG errichtet werden. Die Stele sollte zum Symbol für die maximale Absenkung des Geländes in der Stadt werden, eine zusätzliche Tafel über die Bergbau-Auswirkungen informieren. Für diesen Antrag stimmte jedoch nur BergAuf, alle anderen Fraktionen lehnten ab.

„Natürlich hat der Bergbau auch negative Auswirkungen auf die Stadt gehabt, im Nachhinein überwiegen aber die positiven“, begründete Fraktionsvorsitzender und Bürgermeister-Kandidat der SPD, Bernd Schäfer, die Entscheidung seiner Fraktion, sich gegen den Antrag zu stellen.

Thomas Eder von der CDU fand den Bürgerantrag provokant und in seiner Vorstellung unrealistisch, aber den Grundgedanken dahinter spannend. „Die Idee gefällt mir“, sagte er. Es gebe eine Auswirkung des Bergbaus, die man mit dem Auge nicht wahrnehmen könne: die Absenkung der Landschaft. Durch eine Stele oder ein ähnliches Bauwerk könne man diese sichtbar machen, etwa dass der Kanaldamm in Rünthe im Vergleich zu vergangenen Zeiten höher sei. Auch FDP und Grüne waren sich einig, dass die negativen Auswirkungen in der Erinnerung an den Bergbau Gehör finden müssen, allerdings diese bereits im Museum zu finden seien.

BergAuf begrüßte ausdrücklich den Vorschlag vom Aktionskreis. Die RAG solle die Kosten für Bergbau-Denkmäler tragen, immerhin haben Bergleute von Bergkamen ihr jahrzehntelang gedient, sagte Fatma Uyar von der Fraktion. „Und die Bevölkerung muss bis heute mit den Bergschäden leben. Da wäre ein Denkmal doch das mindeste, was man von der RAG erwarten kann.“

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