Bergkamen schließt Kooperation mit Arbeitsagentur und Jobcenter

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Schließen den Kooperationsvertrag: Thomas Helm (v. li.), Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, Bürgermeister Roland Schäfer, Beigeordnete Christine Busch und Uwe Ringelsiep), Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna

Bergkamen - Es ist nicht immer leicht, Jugendliche in Sachen Beruf auf die richtige Spur zu bringen. Die Stadt Bergkamen startet nun mit der Agentur für Arbeit Hamm und dem Jobcenter Kreis Unna eine kreisweit neue Einrichtung: Die Jugendberufsagentur Bergkamen geht an den Start.

Den Kooperationsvertrag unterzeichneten Bürgermeister Roland Schäfer, Thomas Helm als Geschäftsführer der Arbeitsagentur und Uwe Ringelsiep, Leiter des Jobcenters. Eingebunden ist auch Christine Busch, als zuständige Beigeordnete für den Jugendbereich.

Das Ziel liegt auf der Hand: Jugendliche, die den Einstieg in das Berufsleben verpassen, haben auf Dauer schlechte Karten. „Wir haben uns im Jahr 2014 das Ziel gesetzt, die Jugendarbeitslosigkeit in unserem Bereich um die Hälfte zu senken“, erläuterte Helm. Dieses Ziel sollte im Jahr 2020 erreicht werden. Damals waren alle Bürgermeister der zum Agenturbereich gehörenden Städte von der Idee begeistert. „Wir brauchten aber einen verlässlichen Rahmen“, so Helm. Dieser sei mit dem Konzept zur Jugendberufsagentur erarbeitet worden.

„Wir haben ein starkes Eigeninteresse daran, dass wir die berufliche Eingliederung für junge Erwachsene unter 25 Jahren verbessern“, sagte Christine Busch. Rückblickend sei die Jugendberufshilfe, die Bestandteil der Jugendamtsarbeit ist, eine Aufgabe des ASD (Allgemeiner sozialer Dienst) gewesen. Nicht selten würden vom ASD ja ganze Familien betreut, die schon über Generationen nicht den Zugang zum Arbeitsmarkt geschafft hätten. Ein solches Hintergrundwissen sei für das neue Konzept und alle Partner aber sehr hilfreich.

Ringelsiep sieht den besonderen Vorteil der neuen Jugendberufsagentur: „Wir haben viel mehr Zeit für den Einzelnen. Und das Netz wird enger gesponnen, abtauchen wird dann schwieriger.“

Beim ASD soll die Hilfe auch weiterhin angesiedelt sein, allerdings werde nun der kurze Weg zu den Beratern der Arbeitsagentur und des Jobcenters genutzt, so Busch. „Wenn ein Jugendlicher an einer Stelle seine Geschichte erzählt hat, können die weiteren Berater eingeschaltet werden“, erläuterte Helm das Prozedere. Dass dafür natürlich eine Datenschutzerklärung unterzeichnet werden müsse, verstehe sich von selber.

Eigentlich sei das Ziel, die Jugendarbeitslosigkeit gemeinsam zu halbieren, schon recht erfolgreich gewesen, sagte Ringelsiep. Durch die Flüchtlingswelle, mit der 2014 niemand gerechnet habe, seien die Zahlen allerdings weniger optimistisch. „Das ist eine Herausforderung, der wir uns gemeinsam stellen müssen“, so der Leiter des Jobcenters. Dieses Thema griff auch Bürgermeister Schäfer auf: „Wir müssen uns um alle Jugendlichen kümmern, die eine Bleibeperspektive haben.“

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