Schlemmen mit Abstand: Bergkamens Restaurant- und Cafebésitzer freuen sich auf Wiedereröffnung

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Ante Tokic (rechts) freut sich, dass er wieder Gäste in seinem Restaurant Split an der Werner Straße bedienen darf. Beim Bedienen tragen der Restaurantbesitzer und seine Kollegen Masken. Der Abstand wird eingehalten, indem nur jeder zweite Tisch besetzt ist.

Mit der Familie im Restaurant essen, Kaffee trinken mit der besten Freundin oder den Abend in der Kneipe ausklingen lassen: Das war in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Krise nicht möglich. Doch seit Montag dürfen Restaurants, Cafés und Kneipen in Nordrhein-Westfalen wieder öffnen. Die Bergkamener Gastronomen freuen sich, endlich wieder Gäste in ihren Lokalen begrüßen zu dürfen und sehen sich nach der langen Zwangspause als gut vorbereitet.

Bergkamen – „Wir haben außen ein paar Tische weggenommen, sodass wir drei Meter Abstand haben“, erzählt Eldin Murtic, Inhaber des Restaurants Am Yachthafen in Rünthe. Im Innenbereich ist jeder zweite Tisch gesperrt.

Gäste machen es sich im Restaurant Am Yachthafen gemütlich. Nicht an allen Tischen darf gegessen werden.

„Wir haben auch überall Desinfektionsspender stehen, zum Beispiel am Eingangsbereich, am Terrasseneingang oder an den Toiletten“, sagt Murtic. Beim Hin-ein- und Hinausgehen müssen die Gäste Masken tragen, die Mitarbeiter selbst tragen sie beim Bedienen der Kunden und bei der Zubereitung des Essens. „Wenn zum Beispiel fünf bis sechs Personen reservieren, frage ich immer, ob sie aus zwei Haushalten sind“, erzählt der Gastronom. In NRW gilt, dass Personen aus zwei Haushalten wieder zusammenkommen dürfen. Genauso ist zum Beispiel festgelegt, dass die Gäste in Gastronomiebetrieben namentlich registriert werden müssen.

Auch in Kathis Café an der Hochstraße kann man es sich wieder gemütlich machen. Betriebsleiter Benjamin Brasse erzählt, wie sich der Betrieb auf die Lockerungen vorbereitet hat: „Wir haben insgesamt weniger Tische, sowohl im Innen- als auch Außenbereich. Außerdem haben wir Hygienekonzepte und Hinweisschilder für den Abstand aufgehängt.“

Mit Mundschutz und Handschuhen bedient Benjamin Brasse, Betriebsleiter von Kathis Café, seine Gäste.

Ein Frühstücksbüfett, wie es in dem Café vor der Corona-Krise immer angeboten wurde, wird es weiterhin nicht geben. Acrylglasscheiben sollen zudem Mitarbeiter und Kunden zusätzlich schützen.

Am Sonntag noch einmal alles gründlich desinfiziert und geputzt haben Ante Tokic und seine Mitarbeiter im Restaurant Split, bevor sie am Montag wieder persönlich Gäste in ihrem Lokal empfangen durften. „Es freut mich, dass hier mal wieder Leute sitzen können. Sie sind vor allem gerne draußen bei uns und genießen die Zeit“, sagt Tokic. Jeder zweite Tisch, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, wird genutzt, um den Abstand möglichst groß zu halten.

Gastronomen im Kreis Unna öffnen wieder

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Auch im Restaurant Olympia darf nur jeder zweite Tisch belegt sein. „Wir haben außerdem das Infektionsschutzgesetz ausgedruckt und auf die Tische gelegt“, erzählt Restaurantbesitzer Theodorus Nikolaidis. Speisekarten, Essig und Öl, sowie Salz- und Pfefferstreuer stehen nicht mehr auf den Tischen bereit. Diese werden den Gästen gebracht und nach jedem Gebrauch wieder mitgenommen und desinfiziert.

„Ich finde es toll, dass wir wieder öffnen dürfen“, sagt Nikolaidis. Als er bekannt gab, dass das Restaurant wieder öffnen darf, habe noch am selben Tag das Telefon geklingelt. „Einige Stammgäste haben zum Wochenende reserviert“, freut sich der Gastronom.

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