Vivawest und LEG an Vertragsabschluss interessiert

Stadt Bergkamen will Initiative gegen wilde Müllberge und gekaperte Einkaufswagen fortsetzen

Im Zuge des Modellversuches sammelte der Baubetriebshof unter anderem über 800 herrenlose Einkaufswagen in der Stadt ein.
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Im Zuge des Modellversuches sammelte der Baubetriebshof unter anderem über 800 herrenlose Einkaufswagen in der Stadt ein.

Mit ihrer Bilanz der Testphase für mehr Sauberkeit in bestimmten Quartieren hat die Verwaltung eine politische Mehrheit für eine Dauerlösung erhalten. Die Wohnungsgesellschaft sind ebenfalls interessiert.

Bergkamen – Wenn es nach der Stadt Bergkamen geht, wird der „Standort Service Plus“ (SSP) um die großen Wohnhäuser der Vivawest in Citynähe und der LEG am Römerberg auf vertraglicher Basis und gegen Entgelt fortgesetzt. Hinter dem klangwollen Namen verbirgt sich, was die Kritiker von CDU und FDP „den Leuten hinterherräumen“ und „das falsche Signal“ nennen, sich für eine Mehrheit von SPD und Grünen aber als pragmatische Lösung gegen „Sperrmüll-Berge“ im Stadtbild in den beiden Probemonaten bewährt hat.

EBB hat das Mandat für Dauerlösung

Und so hat der Eigenbetrieb Entsorgung Bergkamen (EBB) das Mandat, mit den beiden Wohnungsgesellschaften über eine Regelung zu fixen Konditionen statt der spitz abgerechneten Abfuhr auf Anforderung zu verhandeln. Dass dieser Teil der Bergkamener Offensive für ein gepflegteres Stadtbild auch aus ihrer Sicht wirkungs- und sinnvoll im Test verlief, bestätigten beide Unternehmen. Sie können sich die Fortsetzung vorstellen.

Vivawest und LEG bekunden ihr Interesse

„Auch wir haben vor der Maßnahme der EBB den Sperrmüll in dem Quartier in Abständen abfahren lassen. Unsere Mieterinnen und Mieter werden regelmäßig durch unsere Kunden- und Objektbetreuer aufgefordert, Sperrmüll nicht illegal zu entsorgen. Leider nur mit geringem Erfolg. Wir erhoffen uns durch den neuen Service, Kosten reduzieren zu können“, hieß es von der LEG.

Ähnlich reagierte Vivawest: Das Unternehmen habe „bisher ausschließlich die beiden kostenlosen Probemonate der Aktion im Februar und März dieses Jahres in Anspruch genommen. Die Aktion verlief unserer Ansicht nach sehr vielversprechend.“ Und weiter: „Vivawest ist grundsätzlich offen für eine Fortführung des Aufräumdienstes. Allerdings ist im Sinne unserer Mieter die Frage nach zukünftigen Kosten noch zu klären. Dazu und zur Abstimmung eines möglichen weiteren Vorgehens haben wir bereits Kontakt zum Entsorgungsbetrieb EBB aufgenommen. Wir sind auch weiterhin bereit mit der Stadt Bergkamen/dem EBB zusammenzuarbeiten und sehen einem Vertragsabschluss positiv entgegen.“

Sperrmüll-Antrag der CDU fiel durch

Wie berichtet, hatte die CDU im Gegenzug beantragt, zweimal jährlich eine für Bürger kostenlose Sperrmüllabfuhr einzurichten in der Annahme, dass dies das wilde Auftürmen ausgedienter Möbel und ausrangiertem Hausrats einschränken würde. Das wurde abgelehnt.

Aufsehen erregte das Engagement der Stadt vor allem durch das Abräumen an den Läden entführter und dann stehengelassener Einkaufswagen. 832 Stück sammelte der Bauhof ein, 665 brachte er gegen Bezahlung zurück oder ließ sie abholen. Der Rest wird, wenn sich keiner mehr rührt, wohl irgendwann verschrottet

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