25-Jähriger vor Gericht

Prozess nach Vergewaltigung in Bergkamen: 16-Jährige sagt aus

Der Angeklagte, hier zusammen mit seinem Verteidiger Marco Ostmeyer, soll im Sommer 2019 vergewaltigt haben.
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Der Angeklagte, hier zusammen mit seinem Verteidiger Marco Ostmeyer, soll im Sommer 2019 vergewaltigt haben.

"Er wurde immer aggressiver und lauter": Im Prozess um den mutmaßlichen Vergewaltiger zweier Frauen in Bergkamen und Kamen hat eine 16-Jährige den Angeklagten schwer belastet.

Bergkamen/Dortmund - Im Prozess um den mutmaßlichen Vergewaltiger zweier Frauen hat eines seiner mutmaßlichen Opfer den Angeklagten schwer belastet. „Ich hatte Angst, dass er mir etwas antut“, beschrieb die zur Tatzeit 15-jährige Kamenerin als Zeugin vor dem Dortmunder Landgericht ihre Gefühle in der Tatnacht.

Die Jugendliche hatte nach ihren Erinnerungen den 25-jährigen am 8. August vergangenen Jahres zufällig im Ostpark kennengelernt, wo sie sich mit mehreren Freunden getroffen hatte. Man habe zusammen gequatscht und Zigaretten geraucht. Stunden später habe sie ihn zufällig wieder getroffen, habe mit ihm in einem Schnellrestaurant etwas gegessen. 

Vergewaltigung in Bergkamen: 16-Jährige sagt aus

Dann wurde er nach ihren Erinnerungen zudringlich. Als sie daraufhin gehen wollte, habe er sie kopfüber geschultert und in ein Gebüsch verschleppt. „Er wurde immer aggressiver und lauter“, schilderte die mittlerweile 16-Jährige den angeklagten massiven sexuellen Übergriff. „Anfangs hatte ich mich gewehrt, aber das habe ich später nicht mehr gemacht, ich wollte ihn nicht noch aggressiver machen“ berichtete die junge Frau.

Mit leiser Stimme schilderte sie, wie der 25-Jährige sie mehrfach vergewaltigt habe, während ihr mutmaßlicher Peiniger stur Richtung Richterbank starrte, nur gelegentlich missbilligend die Lippen schürzte.

Vergewaltigung in Bergkamen: Mutmaßliches Opfer erfuhr von der zweiten Tat durch die Berichte

Noch in der Tatnacht hatte sie ihre Erlebnisse einer Freundin über Handybotschaften mitgeteilt. Zur Polizei ging sie erst Tage später, nachdem in der Presse und in sozialen Medien von einer weiteren Vergewaltigung in Bergkamen berichtet worden war. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem einschlägig vorbestraften Bergkamener vor, wenige Tage nach dem Übergriff auf die 15-Jährige in Rünthe eine Bekannte zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. 

Die Taten ereigneten sich wenige Wochen nach der Vergewaltigung einer Schülerin in Oberaden. Gegen diesen mutmaßlichen Täter hat der Prozess bereits begonnen.

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