Gläubige müssen sich noch gedulden

Bergkamen: Evangelischer Gottesdienst am 17. Mai / Katholiken noch in Vorbereitungen

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Am 15. März fand in der St.-Elisabeth-Kirche der bislang letzte Gottesdienst vor der Corona-Pause statt.

Seit dem 1. Mai dürfen sich Gemeinden wieder zum Gottesdienst in den Kirchen versammeln. Die Freude über das Stück zurückgewonnene Normalität ist zwar groß, aber die Christen in Bergkamen wollen jetzt nichts überstürzen. Während die einen noch an ihren Hygiene- und Schutzkonzepten arbeiten, haben die anderen schon einen Termin für den ersten Gottesdienst nach mehreren Wochen Pause festgelegt.

Bergkamen – Noch in den Vorbereitungen steckt die Katholische Kirche in Bergkamen, wie Pastor Thorsten Neudenberger berichtet. Am Dienstag wolle er zusammen mit dem Vorstand des Verwaltungsrates einen genauen Fahrplan besprechen. Dabei stünde man vor einigen Herausforderungen. „Wir müssen zum Beispiel schauen, wie viele Menschen in die Kirche rein dürfen, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann“, sagt Neudenberger. Weil der Aufwand groß ist, kann er sich vorstellen, Messen zunächst auf einen Standort zu beschränken. Vorgesehen sei zudem ein Ordnungsdienst, der die Besucher zum Beispiel auf ihre Plätze weist.

Singen wird nicht erlaubt sein, da besonders dann ein hohes Infektionsrisiko besteht, weil unweigerlich Tröpfchen fliegen. Ein ganz sensibler Punkt sei vor allem die Kommunion: „Es muss würdig sein, aber auch sicher. Das Erzbistum rät, die Hände vor der Spendung zu desinfizieren, die Kommunion dann mit einem Einmalhandschuh oder einer Zange zu spenden“, so der Pastor.

Pfarrerin Sophie Ihne von der Martin-Luther-Kirchengemeinde kann bereits einen genauen Gottesdiensttermin nennen. „Wir starten planmäßig am 17. Mai um 10 Uhr in der Martin-Luther Kirche in Oberaden. Um 18 Uhr wird es einen Gottesdienst in der Christuskirche in Rünthe geben“, so die Pfarrerin.

Dass nicht schon eher Gottesdienste stattfinden, habe Gründe: „Wir wollten noch warten, denn das was erledigt werden muss, ist sehr umfangreich.“,

30 Plätze für Besucher werden beispielsweise in der Christuskirche zur Verfügung stehen. „Wir haben Karten für diese Anzahl vorbereitet, auf die man sich am Anfang eintragen muss, damit wir eine Ansteckungskette nachvollziehen können“, sagt Ihne. Eine Anmeldung für den Gottesdienst sei aktuell nicht erforderlich. „Wir haben uns dagegen entschieden, weil wir abwarten wollen, wie es am 17. Mai läuft.“

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