In die Jahre gekommen

Ökologiestation in neuem Glanz - Neues Begegnungszentrum soll entstehen

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An der Ökologiestation stehen einige Veränderungen an.

Bergkamen – In der Ökologiestation als Mittelpunkt der Natur- und Umweltinitiativen des Kreises Unna treffen ehrenamtlicher und hauptamtlicher Naturschutz aufeinander. Die SPD des Kreises hat sich dafür eingesetzt, die Ökologiestation in die baufachliche Aufsicht des Kreises zu stellen, um mit der Bereitstellung von einer Million Euro die Weiterentwicklung von Gebäude und Außengelände voranzutreiben. Denn mittlerweile ist die Station in die Jahre gekommen.

In diesem Jahr feiert sie bereits ihren 25. Geburtstag. „Die ganze Liegenschaft Ökologiestation ist in ihrer ursprünglichen Planung und Konzeption vor 25 Jahren in Betrieb gegangen“, sagt Umweltdezernent Ludwig Holzbeck. Entstanden ist sie durch Umbauten eines denkmalgeschützten Bauernhofes. Wie stark die Ökologiestation seitdem gewachsen ist, betont Leiter Ralf Sänger: „Es sind mittlerweile 80 feste Arbeitsplätze entstanden. Gestartet sind wir mit zehn Mitarbeitern. Da haben sich natürlich auch Ansprüche entwickelt, die nicht alle optimal erfüllt werden können“, erzählt Sänger.

Die Sozialdemokraten machten sich jetzt vor Ort ein Bild von den Planungen. „Wir haben uns als SPD-Fraktion alle Mängel angeguckt. Da gibt es viele Dinge, die verändert werden müssen“, betont Norbert Enters, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Kreistag.

Die wichtigsten Bausteine des Projekts

Die wichtigsten Bausteine des ehrgeizigen Projekts sind Barrierefreiheit, technische und energetische Sanierung, ein Neubau für die abgebrannte Maschinenhalle und ein Parkraumkonzept. Herzstück des Vorhabens ist die Einrichtung eines Begegnungs- und Selbstlernzentrums. „Hier sollen sich Besucher informieren und aufhalten können. Auch für die Verbände und Vereine ist das noch mal ein zusätzlicher Besprechungsraum“, sagt Holzbeck. Beheimatet sind auf dem großzügigen Gelände unter anderem die Naturförderungsgesellschaft für den Kreis Unna, das Umweltzentrum Westfalen, die Biologische Station Kreis Unna und Dortmund, der Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Unna und der Neuland Fleischzerlege und -verarbeitungsbetrieb sowie ein Biomastbetrieb.

Wunsch nach schnellem Internet

Ein wichtiger Punkt, der laut Sänger unbedingt angegangen werden muss, ist das Internet. „Wir sind hier nicht ans Glasfasernetz angeschlossen. Die Verbindungen sind so langsam, dass das Arbeiten sehr schwierig ist.“ Auch laut Holzbeck sei das kein Zustand, der länger haltbar ist. Generell gebe es viele Punkte, an denen gearbeitet werden müsse, darunter die Büroräumlichkeiten.

„Das sind viele kleine Themen, an die man einfach mal ran muss, die vor 25 Jahren einfach nicht selbstverständlich waren“, so Holzbeck. Doch nicht jeder Punkt könne so leicht umgesetzt werden. „Wir werden nicht alle Wünsche erfüllen können, weil wir ein denkmalgeschütztes Gebäude zu erhalten haben. Das muss alles mit den Anforderungen des Denkmalschutzes zusammenpassen“, sagt Holzbeck.

Fest steht aber, dass sich an der Ökologiestation einiges verändern wird. Auch der Regionalverband Ruhr, Mitgesellschafter des Umweltzentrums, habe seine Mithilfe und finanzielle Unterstützung zugesagt, wie Sänger berichtet. „Wir wollen der Ökologistation die alte Strahlkraft zurückgeben“, fasst Norbert Enters den Gedanken hinter der Weiterentwicklung der Einrichtung zusammen.

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