Pärchen in Bergkamen

Mal so gar nicht "Romeo und Julia" - Balkon-Streit artet aus

Streit auf dem Balkon: Der Streit eines Pärchens in Bergkamen ist ausgeartet. Symbolbild.
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Streit auf dem Balkon: Der Streit eines Pärchens in Bergkamen ist ausgeartet. Symbolbild.

Als Romeo unter Julias Balkon stand, war das irgendwie anders. In Bergkamen ist der Streit von einem Paar auf dem Balkon ausgeartet. Spoiler: Es flog ein Hocker.

Auch, wenn sie auf dem Balkon stand und er davor, hatte die Szene, die sich am 28. Januar vergangenen Jahres in Bergkamen abgespielt hatte, nichts mit „Romeo und Julia“ zu tun. Ganz im Gegenteil. Das Paar geriet offenbar wegen des Hundes der Frau in einen heftigen Streit. In dessen Verlauf bezeichnete die Frau den 31-Jährigen, was dieser ebenfalls mit Beleidigungen erwiderte. Doch es flogen nicht nur Beleidigungen, sondern plötzlich auch ein Hocker in Richtung des Bergkameners.

Der zögerte nicht lange, nahm das Plastikgeschoss und schleuderte es zurück. Weit kam die Sitzgelegenheit allerdings nicht. Der Hocker blieb in der Balkonbrüstung hängen, wodurch ein Treffer der Frau verhindert wurde. Der Mann fand sich nach dem Vorfall wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung im Amtsgericht Kamen wieder. 

Mann aus Bergkamen stand unter Drogen und Alkohol

Dort erklärte er, seine damalige Freundin hätte mit den Beleidigungen angefangen und auch den Hocker nach ihm geworfen. Zur Tatzeit habe er unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol gestanden. Die Frau hätte als Zeugin eine Aussage machen sollen. Doch sie zog es vor, nicht zu erscheinen. Der Richter regte an, das Verfahren gegen den Bergkamener einzustellen, da es sich um ein wechselseitiges Geschehen handelte. 

Damit war die Vertreterin der Staatsanwaltschaft jedoch nicht einverstanden, da der 31-Jährige acht Vorstrafen wegen Beleidigung, Körperverletzung und Drogendelikten angesammelt hat. Zudem, so die Vertreterin der Staatsanwaltschaft, sei ein weiteres Verfahren gegen den Mann anhängig. 

Da eine Einstellung nur mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft möglich ist, musste ein Urteil her. Der Richter erklärte den Bergkamener der Beleidigung und der versuchten gefährlichen Körperverletzung für schuldig und verwarnte ihn. Dann verhängte er eine Geldstrafe in Höhe von 300 Euro, die er allerdings unter Strafvorbehalt stellte. Wird der Angeklagte nach Rechtskraft des Urteils ein Jahr lang nicht noch einmal straffällig, muss er das Geld nicht zahlen.

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