Einsatz in Bergkamen

Kreis Unna hält sich ans Kontaktverbot - nur ein paar Jugendliche noch nicht

Die Menschen im Kreis Unna halten sich in Zeiten des Coronavirus zum großen Teil an das Kontaktverbot.
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Die Menschen im Kreis Unna halten sich in Zeiten des Coronavirus zum großen Teil an das Kontaktverbot.

Die Polizei im Kreis Unna ist erfreut, dass die Bewohner des Kreises sich größtenteils sehr gut an die Verbote halten. Nur einige wenige treffen sich weiterhin in Gruppen.

Bergkamen/Unna - Derzeit gibt es nur wenige Einsätze für die Polizei und die Ordnungsämter im Zusammenhang mit der Kontaktsperre. "Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung", sagte Landrat Michael Makiolla, Leiter der Kreispolizeibehörde Unna. "Wir stellen fest, dass die Bürgerinnen und Bürger zu Hause bleiben und sich an das Kontaktverbot halten. Die Bevölkerung beweist in diesen Tagen große Solidarität. Dafür möchte ich mich bedanken", betont der Landrat.

Die Ordnungsämter sind täglich mit der Polizei auf "Partnerschaftsstreife". Es gebe nur wenige Einsätze, sagt Polizeisprecher Christian Stein. 

Vor allem Jugendliche halten sich noch nicht an das Verbot, mehr als eine Person zu treffen, die nicht im eigenen Haushalt lebt.

Straftaten in Coronavirus-Zeiten: Drei Jugendliche kiffen

So sei am Mittwochabend gegen 19.10 Uhr eine Gruppe von drei jungen Männern überprüft worden, die auf einer Parkbank auf der Halde "Großes Holz" in Bergkamen saßen. 

Bei einem 23-Jährigen wurde Cannabis aufgefunden und sichergestellt. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet, sagt die Polizei. Weil die Personen außerdem gegen das Kontaktverbot verstießen, fertigte das Ordnungsamt Bergkamen Ordnungswidrigkeitenanzeigen an.

Ein ähnliches Bild zeichnete sich gegen 18.30 Uhr bei einem Einsatz an der Schwimmsporthalle am Bergenkamp in Unna ab, sagt die Polizei. Dort wurden im Rahmen einer Partnerschaftsstreife mit dem Ordnungsamt Unna vier Jugendliche und Heranwachsende angetroffen. Nicht nur, dass diese gegen das Kontaktverbot verstießen, ein 19-Jähriger führte ebenfalls Drogen mit sich. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren. Außerdem erhielten die vier Unnaer Ordnungswidrigkeitenanzeigen durch das Ordnungsamt.

Landrat zum Verhalten: "Gezielte Ignoranz kann unsere Gesellschaft nicht gebrauchen"

"Nicht nur, dass die Jugendlichen durch ihr Verhalten die Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährden - sie begehen auch Verstöße, die konsequent geahndet werden. Diese gezielte Ignoranz kann unsere Gesellschaft in diesen Zeiten überhaupt nicht gebrauchen", betont Landrat Michael Makiolla, der deshalb an die Eltern im Kreis Unna appelliert: "Bitte machen Sie Ihren Kindern abermals bewusst, dass diese aktuelle Situation ernst ist und dass das Verhalten der Jugendlichen weitreichende Folgen haben kann."

Hinweise über mutmaßliche Verstöße gegen das Kontaktverbot nimmt die Polizei unter 921-0 entgegen.

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