Handlungen gefordert

Hundekot im Landwehrpark, Angst vor Parkchaos: Rünther wollen Veränderungen

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Aufräumen im Landwehrpark – das wurde auf der Versammlung der Rünther Vereine gefordert.

Hundekot im Landwehrpark, drohendes Parkchaos, fehlendes Personal für die geplante Rettungswache: In Rünthe gibt es noch einige Probleme, die dringend Handlungen erfordern.

Rünthe - Beim Treffen der Rünther Vereinsvertreter mit Bürgermeister Roland Schäfer und Ortsvorsteher Klaus Kuhlmann ging es nicht allein um die Terminabsprache. Die Vertreter von Vereinen, Organisationen und Institutionen nutzten auch die Gelegenheit, im Beisein etlicher Ratsmitglieder Probleme anzusprechen oder auf Missstände hinzuweisen. Und die reichten vom Landwehrpark über Parkprobleme am neuen Ärztehaus bis zur geplanten, neuen Rettungswache. 

Landwehrpark erinnert Rünther an ein Hundeklo

„Eigentlich hat unser Siedlerbund In der Dille in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen“, erklärte dessen Vorsitzender. „Der Landwehrpark, in dem wir eigentlich feiern wollten, ist aber in einem so desolaten Zustand, dass wir von einer Veranstaltung dort Abstand genommen haben.“ Nicht nur, dass nach dem Fällen etlicher Bäume noch immer das Holz dort läge und die Baumstümpfe aus dem Boden ragten – „das ist auch noch das reinste Hundeklo“, ärgern sich die Rünther, wie beim Treffen mehr als deutlich wurde.

Und dazu gehören auch Rünther, die selbst Hunde besitzen und dort langgehen. „Die Bäume sind verkauft, aber sie werden einfach nicht abgeholt“, erklärte Klaus Kuhlmann, dass auch er mit der Situation nicht zufrieden sei und ständig nachhake, wann dort etwas passiere. Und für eine Beseitigung des Hundekots Tütenspender aufzustellen, reiche auch nicht aus. 

„Schlimm sind dann ja die Hundebesitzer, die den Kot zwar mit den Plastikbeuteln aufnehmen, diese aber dann ein paar Meter weiter ins Gebüsch werfen. Dann verrottet das nämlich gar nicht“, erklärte Schäfer. Eine Lösung für die Probleme hatte man daher nicht parat – außer, weiter zu sensibilisieren und Hundebesitzer um Rücksichtnahme zu bitten. 

Parken am neuen Ärztehaus werde zum Problem

Dorfsheriff Volker Meyer merkte darüber hinaus an, dass er mehrfach auf die Parksituation am neuen Ärztehaus gegenüber der Christuskirche angesprochen worden wäre. „Da gibt es viele Probleme, das ist ein Parkchaos.“ Der Einwand des Bürgermeisters, dass noch nicht alle angelegten Parkplätze rund um das Haus zur Nutzung freigegeben werden, fand kein Gehör. 

„Die Parkplätze dort werden nicht reichen für Anwohner und Patienten der Arztpraxis“, sagte Klaus Kuhlmann. „Wenn der Bürgersteig dort zugeparkt wird, ist das sehr, sehr gefährlich“, erklärte Meyer. 

Hoffnung setzen viele in den neuen Parkplatz, der derzeit zwischen Kindergarten und Schützenheim von der Stadt hergerichtet wird. Von dort ist es nur ein Katzensprung zum neuen Ärztehaus. „Ich wohne jetzt seit 20 Jahren in Rünthe, aber diesen Platz kannte ich bis jetzt nicht“, bekannte ein Vereinsvertreter. 

Am neuen Ärztehaus gegenüber der Christuskirche sind zwar noch nicht alle Parkplätze freigegeben. Dennoch warnen die Rünther vor einem Parkchaos.

Eine Anregung lautete daher, bei den Ärzten Flugblätter auszulegen, die auf den neu hergerichteten Parkplatz hinweisen sollen. „Es kommen ja auch nicht alle Patienten aus Rünthe und kennen sich aus“, lautete ein Argument dafür. 

Personal für neue Rettungswache gesucht

Doch die unterschwellige Kritik blieb: Wo auch immer in Bergkamen Ärztehäuser gebaut worden wären, es gäbe nie genügend Parkplätze. Auf großes Interesse stieß nicht nur bei Manfred Filipponi die Planung einer eigenen Rettungswache mit eigenem Rettungswagen für Rünthe. „Soll es die wirklich im Industriegebiet geben?“, fragte er – und Kuhlmann und Schäfer bejahten diese Vorgabe aus der vierten Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans des Kreises Unna. „Als Stadt haben wir natürlich ein Interesse daran, dass unsere Bürger schnell Hilfe bekommen, wenn sie nötig ist“, erklärte Bürgermeister Roland Schäfer, dass man sich gegen diese Vorgabe nicht gesperrt habe. 

Allerdings müsste man so eine Rettungswache nicht nur bauen, sondern auch besetzen. Und im Moment fehle das Personal dafür. „Rettungskräfte werden derzeit dringend gesucht.“ Den Rettungsdienst personell aufzustellen, liege aber nicht in den Händen der Stadt, erklärte der Bürgermeister. 

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wird das auch in Bergkamen von der Stadt Kamen organisiert. „Wir beteiligen uns nur finanziell daran, und übernehmen im Gegenzug andere Aufgaben für die Stadt Kamen, aber auch für Bönen und Werne“, erklärte der Bürgermeister.

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