„Die Eventhelden“ suchen Alternativen

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Frederick Papies und Tim Wallenstein leiten die Agentur „Eventhelden“.

Hochzeiten, Abibälle, Schützenfeste – diese und viele weitere Veranstaltungen können aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden. Für Firmen, die solche Events organisieren, ist die Situation derzeit keine leichte. Waren die Terminkalender vor der Krise noch gut gefüllt, brechen die Aufträge seitdem reihenweise weg.

Bergkamen – Auch für Frederick Papies und Tim Wallenstein, die mit ihrer Firma „Die Eventhelden“ einen Veranstaltungsservice betreiben, ist die Situation nicht ganz einfach. „Bis Ende August sind unsere Aufträge komplett weg“, schildert Frederick Papies die aktuelle Lage. Aus Unsicherheit sagten viele Kunden zum Teil schon für September und Oktober Termine ab. „Wir haben da mit großen Umsatzeinbußen zu kämpfen“, sagt Papies.

Vor allem eines beschäftigt den Inhaber von „Die Eventhelden“: Um der Gastronomie-Branche zu helfen, hat das Kabinett eine Mehrwertsteuer-Senkung von 19 auf sieben Prozent für ein Jahr bis Ende Juni 2021 beschlossen. „Das ist für die Veranstaltungsbranche noch gar nicht vorgesehen“, bedauert Papies. „Restaurants zum Beispiel konnten die ganze Zeit Essen zum Mitnehmen oder Liefern anbieten. Wir können gar nichts anbieten“, ergänzt er. Die laufenden Kosten haben Papies und sein Kollege schon weitestgehend minimiert. „Unsere Reserven werden immer enger, weil wir keine Einnahmequelle mehr haben“, sagt Papies.

Auf der Suche nach Alternativen

Doch unterkriegen lassen wollen sich Frederick Papies und Tim Wallenstein nicht. So waren sie auf der Suche nach einer Idee, in die sie trotz der Corona-Krise und vieler abgesagter Veranstaltungen ihre ganze Kreativität stecken konnten. „Wir wollten eigentlich ein Autokino mit Eventplatz errichten, für beispielsweise Autotheater oder Autodisco“, erzählt Papies. Drei bis vier Wochen und mindestens täglich sechs Stunden Arbeit steckten in dem Projekt. In Werne hatten sie eine geeignete Lokalität gefunden und vom Ordnungsamt die Zusagen bereits in der Tasche. Doch dann sei der Inhaber eines Hofes, der sein Feld für die Events zu Verfügung stellen wollte, abgesprungen.

Obwohl das Projekt am Ende nicht so verlaufen ist, wie es sollte, kann Papies dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen: „Unser Hauptsponsor für das Projekt war zum Beispiel die Bayer AG in Bergkamen. Selbst im Nachhinein, als wir ihnen sagten, dass es leider nichts wird, haben sie uns die Zuversicht gegeben, dass, wenn wir ein anderes Projekt finden sollten, sie uns gerne unterstützen. Dafür sind wir sehr dankbar“, erzählt Papies.

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