Baustellen-Besichtigung

Ein Blick in die Baustelle "Stadtfenster" in Mitte

Die Glasfront gibt dem Stadtfenster in Bergkamen den Namen.
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Die Glasfront gibt dem Stadtfenster in Bergkamen den Namen.

Es riecht nach Beton, Staub bedeckt die Arbeitsschuhe. Überall sind Hämmern, Bohren und Sägen zu hören. Die Baustelle neben der Hauptzentrale der Sparkasse entwickelt sich ständig weiter. Am 1. Juli soll der Einzug ins Stadtfenster starten.

Bergkamen – 9,4 Millionen Euro – so viel kostet das Stadtfenster der Unnaer Kreis- Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS). 30 Wohnungen sind hier entstanden, dazu kommen Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Alles ist barrierefrei und mit dem Aufzug zu erreichen. Der gläserne Fahrstuhl wäre auch bereits betriebsbereit, verrät ein Bauarbeiter. „Im ersten Obergeschoss sind wir am weitesten“, sagt Matthias Fischer, Geschäftsleiter der UKBS. 

Umso höher es geht, umso mehr muss noch getan werden. Auf der ersten Etage sind einige Wohnungen bereits tapeziert. Böden fehlen noch. „Die Feinarbeiten müssen noch gemacht werden“, sagt Fischer. Auffällig sind die großen Fenster, die dem Gebäude auch den Namen Stadtfenster gaben. Von 30 Wohnungen sind bereits 29 vermietet, die Nachfrage ist hoch. Es waren bereits alle Einheiten vermietet, dann sei jemand abgesprungen. Dass der Standort in Bergkamen-Mitte nicht ganz einfach ist, wird hier nicht deutlich. 

Baufortschritt am Stadtfenster

Baufortschritt am Stadtfenster

Standort Bergkamen-Mitte: Die Nachfrage ist hoch

Die Innenstadt versucht auch mit dem Neubau, ebenso wie mit dem Abriss der Turmarkaden und mit der Diskussion über den Rathausneubau ein neues Gesicht zu erlangen. „Die Nachfrage ist hoch“, sagt Fischer. Bei der Vermietung gebe es keine Schwierigkeiten, weil Möglichkeiten zum Einkaufen in der Nähe sind, ebenso ein Zugang ins Grüne und eine dichte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. 

So sah das Stadtfenster noch im Januar vergangenen Jahres aus.

Die Untersuchung des Handlungskonzepts „Bergkamen Mittendrin“ hatte gezeigt, dass sich gerade in Mitte mehr Menschen andere Wohnschnitte wünschen. Die Wohnungslandschaft hat sich verändert. „Die Anzahl der Haushalte hat zugenommen, gleichzeitig hat die Personenanzahl in diesen Haushalten abgenommen“, erklärt Fischer. Es gibt einfach mehr Singles und damit einen höheren Bedarf an kleineren Wohnungen. 

Im Stadtfenster gibt es 30 Wohnungen und Geschäftsräume

Im Stadtfenster sind die Apartments zwischen 50 und 90 Quadratmeter groß. Besonders wichtig war der UKBS bei der Planung auch jeweils einen großen Balkon anzubringen. „Das ist ein Muss“, sagt Fischer. Auf Balkonen sollte Platz für mehrere Stühle und einen Tisch sowie Liegestühle sein. „Die Menschen sitzen nicht mehr auf der Wiese“, sagt Fischer. Im Kreis Unna hat die UKBS insgesamt 64 Millionen Euro in den Wohnungsbau und Kindergärten investiert. 

In Bergkamen sind die Neubauten die Kita an der Berliner Straße und eben das Stadtfenster. Im Stadtfenster wird gewerbliche Nutzung mit Wohnraum verbunden. Im Erdgeschoss ziehen vier Firmen, beziehungsweise kommunale Einrichtungen ein. In dem gewerblichen Bereich hängen Kabel aus der Decke, die Wände sind noch nackt. In drei verschiedenen Flächen sollen das Kulturreferat der Stadt, eine Geschäftsstelle der Gemeinschaftsstadtwerke und die Bäckerei Braune mit einem Café einziehen. 

Rotunde soll Bäckerei, GSW und Kulturreferat verbinden

Alle drei werden zusammenführen in einem vierten, rund-angelegten Raum. Die Rotunde kann von allen genutzt werden, sagt Fischer. Zu drei Vierteln sind die Wände gläsern, auf dem Mauerwerk soll eine Video-Leinwand angebracht werden. Hier sollen verschiedene Landschaftsaufnahmen gezeigt werden, aber auch Informationen über die GSW oder die Stadt Bergkamen sowie Nachrichten. Die Rotunde soll auch für Konferenzen gemietet werden können. 

Der Mieter für die fünfte Gewerbefläche steht noch nicht offiziell fest, Spätestens im März will die UKBS jedoch die endgültige Zusage haben. „Eigentlich wollten wir einen Arzt finden, es ist jedoch keiner geworden“, verrät Fischer. Er macht jedoch deutlich, dass es jemand aus dem Bereich Gesundheit sei. Auch die gewerblichen Nutzer werden voraussichtlich ab dem 1. Juli einziehen können.

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