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Bergkamen zeigt erneut Flagge für eine demokratische und solidarische Gesellschaft

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Von: Markus Liesegang

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Bürgermeister Bernd Schäfer dankte den Teilnehmer und bestärkte sie im Eintreten für Demokratie.
Bürgermeister Bernd Schäfer dankte den Teilnehmern und bestärkte sie im Eintreten für Demokratie. © Liesegang Markus

Bergkamener Bürger haben erneut den Versuch in den Schatten gestellt, mit der Kritik an der Corona-Politik zugleich die freie und plurale Gesellschaft auszuhöhlen. Mehr als 100 Teilnehmer zeigten Flagge für Demokratie, als Sonntagnachmittag knapp 40 Demonstranten vorm Rathaus aufzogen, die teils der rechten Szene zugerechnet werden.

Bergkamen – Etwa 40 erklärte Gegner der Coronaschutzmaßnahmen haben am Sonntag erneut mehr als 100 Gegendemonstranten gegenüber gestanden. „Mit Nazis geht man nicht spazieren“ hielten die Teilnehmer der Kundgebung „Demokratie stärken“ vor der Sparkasse denen entgegen, die mindestens Impfen und Auflagen abschaffen wollen – und manche den Staat gleich mit.

Ansprache von Bürgermeister Schäfer

Dagegen zeigten diesmal auch Gewerkschaftsmitglieder Flagge. Bürgermeister Bernd Schäfer (SPD), am Sonntag zuvor noch als Privatmann mit von der Partie, hielt als Stadtoberhaupt eine Rede. Der „Arbeitskreis für Demokratie“, bei der Stadt offiziell angesiedeltes Forum der Ratsfraktionen und etlicher gesellschaftlicher Institutionen und Gruppen, hatte diesmal aufgerufen.

Die Vorsitzende Manuela Veit (SPD) war auch schon das vorige Mal dabei, allerdings privat, da es noch kein Mandat des Arbeitskreises gab. „Das kam zu kurzfristig. Diesmal haben wir es geschafft, ein Votum der Gruppen im Arbeitskreis, also Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und mehr rechtzeitig einzuholen. Immerhin sind das 35 bis 40 Ansprechpartner“, erklärte Veit.

Bergbau-Gewerkschafter werden aktiv

Erkennbar war ein Mitglied des Arbeitskreises: die IGBCE-Ortsgruppe Oberaden. „Wir vertreten immerhin 600 Kumpel“, erklärte Vorsitzender Volker Wagner bei der Standkundgebung.

Eine Anmeldung als Marsch sei auf die Schnelle nicht zu schaffen, so Veit. „Wir haben am Mittwoch Sitzung. Da werden wir besprechen, wie wir von uns aus aktiv werden“, beantwortete Veit die Frage, ob der Arbeitskreis nur reagieren oder auch unabhängig seinen Standpunkt darstellen wolle.

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