Schwerer Arbeitsunfall auf OGE-Bauplatz

Lebensgefahr: Arbeiter auf Pipeline-Baustelle beim Radwechsel verunglückt

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Beim Bau der Gasleitung in Overberge ist ein Arbeiter schwer verunglückt.

Ein Arbeiter der Pipeline-Baustelle in Overberge kämpft in einer Klinik um sein Leben. Er verunglückte am Dienstagmorgen bei der Reparatur eines Traktors.

Bergkamen - Nach ersten Mitteilungen der Polizei war der 47-Jährige aus Mülheim gegen 10 Uhr damit beschäftigt, an einem Trecker des Unternehmens für Rohrleitungsbau ein Rad zu wechseln. Das Rad sei dann mit Wucht von der Nabe gesprungen, habe den Mann getroffen und vor die Schaufel eines Baggers hinter im geschleudert. Der Arbeiter erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung am Unfallort mit einem Rettungshubschraube in ein Krankenhaus nach Dortmund geflogen. 

Unfall am Lagerplatz "Am Romberger Wald"

Der Unfall ereignete sich auf dem Materiallagerplatz, der für den Bau der Gasleitung der Open Grid Europe (OGE) von Hamm-Lerche nach Bergkamen-Mitte im hiesigen Abschnitt an der Straße „Am Romberger Wald“ eingerichtet worden ist. Von dort werden die Bautrupps auf der Trasse mit Röhren und Baustoffen versorgt. Für den Notarzt und die Rettungssanitäter war der Unfallort zum Glück gut erreichbar. Gleichwohl rückte auch der Zug 1 der Feuerwehr mit Kräften aus Rünthe und Overberge aus, weil das Terrain auch Probleme aufweisen könnte. 

Bergkamens Feuerwehr zur Unterstützung angefordert

So sehen es die Alarmierungspläne zu der Baumaßnahme über insgesamt 5,5 Kilometer vor, wie Bergkamens Feuerwehrchef Dirk Kemke erläuterte. Für den Fall, dass in den teils unwegsamen Baufeldern zwischen Rünthe und Overberge etwas passiert, sei die Anforderung von unterstützenden Feuerwehrkräften bei der Alarmierung des Rettungsdienstes generell vorgesehen. Hilfe im Gelände war aber nicht erforderlich. Gefordert waren sie Feuerwehrkräfte in diesem Fall bei der Betreuung der Unfallzeugen und Kollegen. Sie trugen den Verletzten auch zum Hubschrauber, der neben dem Bauplatz niedergegangen war. Ursache und Umstände des Unglücks werden von Polizei und Arbeitsschutz nun eingehend geprüft. Auch der Netzbetreiber OGE hat als Auftraggeber eine Untersuchung eingeleitet.

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